Payment-Processor Nelson Burtnick bekennt sich schuldig

Nelson Burtnick war jahrelang für die Einzahlungen auf Stars und FTP verantwortlich. Im April 2011 angeklagt, im Juli 2012 verhaftet, bekennt der Kanadier sich nun vor Gericht schuldig im Sinne der Anklage.

Der 41-jährige Nelson Burtnick stimmte am gestrigen Mittwoch mit dem Gericht überein, dass er über Jahre den Ein- und Auszahlungsprozess auf den Online-Poker-Seiten PokerStars und Full Tilt Poker geleitet habe und dabei bewusst die Transaktionen verschleiert habe.

Damit bekannte er sich im Sinne der Anklage – Verstoß gegen den UIGEA, Bankbetrug und Geldwäsche – schuldig. Er willigte ferner ein, alle ihm vorliegenden Informationen mit der Staatsanwaltschaft zu teilen, um weitere offene Fragen in den Verfahren nach dem Schwarzen Freitag zu beantworten.

Burtnick war seit knapp 10 Jahren für die Ein- und Auszahlungsprozesse der Seiten PokerStars und Full Tilt Poker in den USA verantwortlich. Der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) verbot seit 2006 explizit Einzahlungen auf Online-Glücksspielseiten. Dieses Verbot umgingen Burtnick, PokerStars und Full Tilt indem sie zahlreiche Scheinfirmen ins Leben riefen, die diese Transaktionen stellvertretend abwickelten.

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Im Rahmen des Schwarzen Freitags am 15. April 2011 gehörte Nelson Burtnick zu den 11 vom DOJ angeklagten Personen (» Anklage – englisch). Im Juli 2012 stellte er sich den Behörden, wurde allerdings zeitnah gegen eine Zahlung von 500.000 Dollar Kaution aus der Haft entlassen. Ein Urteilsspruch wird im Dezember 2012 erwartet.

Da Burtnick sich während des Verfahrens sehr kooperativ zeigt, ist zu erwarten, dass das Strafmaß in einem vergleichsweise milden Rahmen ausfallen wird. Er hat schon jetzt zugesagt, dass er einen nicht spezifizierten Betrag als Wiedergutmachung zahlen werde und auf alle durch den Betrug erwirtschafteten Gelder verzichten werde.


Kommentare


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  • Käse
  • 20.09.12

Er hat nur ermöglicht, dass wir alle Poker spielen konnten. Betrugs-Behauptung ist also Käse, die DOJ-Schweine etc. gehören stattdessen in den Knast !



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