PokerStars-FTP-Deal: Ein harter Schlag für bwin.party
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- Jan Meinert, Sonntag. 05. August 2012
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Während Pokerspieler aus aller Welt über den Kauf von Full Tilt durch Branchenprimus PokerStars jubeln, gibt es auch Verlierer dieses Übereinkommens. Die Rede ist von Bwin.Party Digital Entertainment plc, die Aktie des Unternehmens ist bereits seit einigen Monaten im Sinkflug.

Die Zahlen sind fast schon dramatisch, laut pokerfuse.com ist die Aktie von bwin.party innerhalb der letzten drei Monate um 40 Prozent gefallen. Die Neuigkeiten über den erwähnten Deal letzte Woche bewirkten einen Rutsch von 10 Prozent.
Vor einigen Wochen schockte PartyPoker bereits mit der Nachricht, die Highstakes-Tische würden wegen Spielerschwund entfernt. In der Tat gibt es bei PartyPoker seit einem Jahr einen drastischen Rückgang im Bereich Cashgame in Höhe von 50 Prozent.
PartyPoker hat definitiv unter dem Deal zu leiden. Bis vor Kurzem bestand zumindest theoretisch die Möglichkeit, nach dem Untergang von Full Tilt zur zweiten Macht im Bereich Online Poker werden. Mit dem geplanten Relaunch von Full Tilt ist der Traum für PartyPoker endgültig geplatzt, zukünftig wird der Markt von PokerStars wahrscheinlich fast schon monopolartig beherrscht.
Seit dem UIGEA 2006 hat sich PartyPoker komplett vom US-Amerikanischen Markt verabschiedet. Das passierte nicht zuletzt, da man an der Börse als Aktiengesellschaft alles korrekt machen wollte und man sich die Chancen für einen Wiedereintritt in den US-Markt nicht verderben wollte. Zudem zahlte PartyPoker-Gründer Anurag Dikshit damals 300 Millionen Dollar an die USA, das Unternehmen PartyGaming zahlte zusätzlich 100 Millionen. Nach dem Deal sieht es für bwin.partygaming düster aus, PokerStars und Full Tilt haben im Prinzip die gleichen Chancen auf einen Wiedereintritt in den lukrativen US-Markt.
Dazu kommt, dass es mittlerweile viele Stimmen in der Pokercommunity gibt, die die Software von PartyPoker als veraltet betrachten. Fast-Fold-Poker-Varianten fehlen gänzlich, es gibt bei PartyPoker nichts Vergleichbares wie Zoom- oder Rush-Poker. Auch der Kundenservice ist nach Ansicht vieler Spieler stark verbesserungsbedürftig. Bwin war in Sachen mobile Poker-Apps vor einiger Zeit noch Vorreiter, mittlerweile hat die Konkurrenz längst nachgezogen und eigene Apps veröffentlicht.
Das alles sind keine guten Nachrichten für die Spieler und die Aktionäre von bwin.party. Jetzt sind die Verantwortlichen der Aktiengesellschaft am Zug. Der Markt bietet immer noch genug Möglichkeiten, bwin.party muss sich in den kommenden Monaten etwas einfallen lassen.
Chris Welch, Group Director von bwin.party, sagte dazu: “2012 und danach ist eine der interessantesten Zeiten für Poker. Und ich kann es nicht erwarten, ein Teil davon zu sein.”
Kommentare




















Ich hab mal vor ca. 5 Jahren zwei Sitzungen (zweimal mehrere hundert Hände an nicht zu vielen Tischen, vielleicht an zwei Tischen) gespielt, vllt $1/$2, in jedem Fall Hold’em FL und habe dann in den No Fold’em-Pots regelmäßig mit Suited Connectors oder Pairs in später Position preflop Raises gesetzt.
Einige haben sich da fürchterlich aufgeregt und man hat mich bei BWin dann nach 2 Sitzungen (bei leichtem Plus) ganz formell rausgeworfen.
Sky
Korrektur: War spät in 2005.
Ist doch ein schöner move um im FL seine Karten zu verschleiern. Wenn man den Flop trifft glaubt einem keiner.
Rausgeworfen wurde ich ansonsten bei mehr als 1M Händen und vielleicht 7 Plattformen nie, ich chatte aber auch selten.
Die dachten bestimmt das ein bot spielt.bei bwin rausgeworfen zu werden dürfte kein Grund zur Traurigkeit sein
Es war eben ein eklatanter Fehler, die Spielerpools von Party und Bwin nicht zusammenzulegen. Party und Bwin (bzw. Ongame) sind für sich genommen wenig interessant und werden immer uninteressanter.
Hätten sie den Spielerpool sofort zusammengelegt und sich mal eingehend um eine bessere Software gekümmert (oder die von Full Tilt gekauft), hätten sie Pokerstars auf die Pelle rücken können.
Die Chance haben die Schnarchnasen schlicht verpennt.
Grosse Unternehmen verpennen regelrecht ihr Unternehmen der Zeit anzupassen. Letzt bekannt Schlecker und nun auch wieder ein VersandHandel. Online scheint die Einstellung wohl auch sein bäh läuft schon und wenn keiner dort spielt wird schön geredet und dann versenkt.
Die haben mich sowas von Abgezockt (Bwin und PARTYjokePOKER), dass ich dachte, ich hätte erst gestern angefangen zu Pokern.
Im selben Zeitraum bei einem anderen Anbieter, habe ich bei 2 turniere 2 und 6 Platz von jeweils ca. 3-4000 Spielern fette Beute gemacht.
William Hill gibt selber zu, dass bei Hill Poker Bots eingesetzt werden, wie schaut es mit dem Rest aus?
Eigentlich ist das ganze ziemlich ungerecht. Party waren damals die einzigen, die sich in den USA an das Gesetz gehalten haben und den markt verlassen haben. Als Strafe haben sie ihre Spitzenreiterposition abgeben müssen, weil die andere illegal weiter gemacht haben.