Full-Tilt-Mitarbeiter Nelson Burtnick auf Kaution frei

Die Meldungen um den Deal zwischen PokerStars, Full Tilt und dem DoJ überschlagen sich. Ungefähr zur selben Zeit, als der Deal gestern vom DoJ bekannt gegeben wurde, landete der im Zuge des Schwarzen Freitags angeklagte Ex-Full-Tilt-Mitarbeiter Nelson Burtnick auf dem New Yorker Flughafen und wurde von den Behörden festgenommen.

Am späten Nachmittag wurde Burtnick dann gegen eine Kaution in Höhe von 500.000 Dollar wieder freigelassen. Nelson Burtnick ist kanadischer Staatsbürger und arbeitete bis zum Schwarzen Freitag für Full Tilt Poker. Angeblich war er zuerst bei PokerStars für die illegalen ‘payment processings’ zuständig und wechselte dann im Januar 2009 zu Full Tilt, wo er die gleiche Aufgabe übernahm.

Burtnick ist wegen Bankbetrug und Geldwäsche angeklagt. Seit dem UIGEA aus dem Jahr 2006 war es den Banken verboten, Geld auf Online-Gambling-Seiten zu transferieren. Burtnick umging dies, indem er ein Geflecht aus Scheinfirmen, z.B. für Golfbedarf, aufbaute, über die die illegalen Zahlungen kaschiert wurden.

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Vor ungefähr einem Monat war bereits Ray Bitar, der EX-CEO von Full Tilt, von Irland in die USA eingereist und hatte sich den dortigen Behörden gestellt. Erst wurde sein Antrag auf Entlassung gegen Kaution abgelehnt, schließlich wurde er aber nach etwas mehr als einer Woche gegen eine Sicherheit in Höhe von 2,5 Millionen Dollar und der Auflage, eine Fußfessel zu tragen und sich nur in New York und Kalifornien aufzuhalten, entlassen.

Es ist davon auszugehen, dass es eine wesentliche Vorbedingung für den Deal war, dass sich die Hauptangeklagten des schwarzen Freitags ihren strafrechtlichen Verfahren stellen.


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