Joe Sebok doch nicht bei der WPT unter Vertrag – Deal geplatzt!

Vor ein paar Tagen vermeldeten einige Pokermedien, dass der bekannte Poker-Pro Joe Sebok einen Deal mit der World Poker Tour eingegangen ist. Das wurde jetzt wieder dementiert, Sebok wird definitiv nicht Repräsentant der WPT.

Sebok_Joe Joe Sebok noch mit UB-Logo

Die Twitter-Meldung vom Jeanine Deeb

Jeanine Deeb, Tochter von Freddy Deeb und Development and Casino Relations Managerin der World Poker Tour, twitterte noch am Donnerstag begeistert: “Look who has joined the @WorldPokerTour teaaam!!!! @joesebok WOOHOO!! ❤ pic.twitter.com/t3yvzA7k”

Dieser Post ist nun gelöscht, die Gründe, warum von einem Vertrag jetzt keine Rede mehr ist, sind unklar. Möglicherweise war die Reaktion der Pokercommunity auf eine solche Anstellung ausschlaggebend. Joe Sebok hat in der Vergangenheit den skandalumwitterten Pokerroom Ultimate Bet vertreten und das hat ihm viele Feinde eingebracht.

Seboks ‘Aufklärungsarbeit’ im Superuser-Skandal

Nach dem Superuser-Skandal, bei dem sich von 2005 bis 2007 Ex-Mitarbeiter von Ultimate Bet Zugang zu den Hole-Cards ihrer Gegner verschafften und so ehrliche Spieler um Millionen von Dollar betrogen, wollte Joe Sebok als neu engagierter Mitarbeiter von Ultimate Bet alles restlos aufklären. Er wollte fehlende Hand-Histories beschaffen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Er wollte auch die Verwicklung von WSOP-Champ Russ Hamilton restlos aufklären.

Fast nichts davon ist passiert, Sebok postete kontinuierlich, er sei an der Sache dran und versicherte den gutgläubigen Spielern, bei UB sei jetzt alles in Ordnung und das eingezahlte Geld sei sicher. In Wirklichkeit ließ er sich von UB fürstlich bezahlen, deckte so gut wie gar nichts auf und warb einfach mit seinem bis dahin noch gutem Namen für neue Spieler.

Die Pleite nach dem Black Friday

Das Ende vom Lied ist leider allen bekannt: nach dem Black Friday im Jahr 2011, bei dem auch Ultimate Bet im Fokus der US-Behörden stand, war die Seite quasi tot und die Spieler warten bis zum heutigen Tag auf ihr Geld. Angeblich schuldet die Seite ihren Spielern ca. 50 Millionen Dollar, es sind aber nur noch 5 Millionen auf Firmenkonten vorhanden.

Von einer Entschuldigung seitens Sebok hat die Pokerwelt unterdessen nichts gehört. Wie Isaac Haxton auf Twoplustwo.com treffend anmerkte, schreibt Sebok auf Twitter lieber über sein schönes Leben am Hermosa Beach, das mutmaßlich von gestohlenen Spielergeldern finanziert wird.

Joe Sebok hatte sich auf Twitter schon bei einigen Leuten für ihre Unterstützung auf dem Weg zur Vertragsunterzeichnung bedankt, auch diese Meldungen sind mittlerweile gelöscht. Die WPT hat anscheinend in letzter Sekunde die Reißleine gezogen – Gott sei Dank!

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