Wie viel Gewinn machen professionelle Pokerspieler bei der WSOP?

Um den Gewinn eines Pokerspielers zu ermitteln geben Seiten wie Hendon-Mob nur bedingt Aufkunft, da die entrichteten Buy-Ins nicht berücksichtigt werden. Um ein realistisches Bild vom Rein-Gewinn (vor eventuellen Steuern) zu erhalten, reicht es nicht, einfach alle gewonnen Preisgelder zu summieren. Will man wissen, ob ein Spieler profitabel spielt, muss man auch die entrichteten Buy-Ins wieder abziehen.

Die WSOP 2012 gab dazu die Möglichkeit, da die Teilnehmerlisten öffentlich zugänglich gemacht wurden und man so errechnen konnte, welcher Spieler wie viel Profit eingefahren hat.

Der User IhateJJ hat dies getan und auf 2+2 veröffentlicht. Nach Untersuchung von über 80 Spielern, kam er zu dem Ergebnis, dass professionelle Spieler im Schnitt einen ROI über 30% hatten, also auf einen als Buy-In entrichteten Dollar $1,30 gewannen.

Dafür hat er alle WSOP-Turniere 2012 untersucht, das Big-One ausgenommen, und die Gewinne und Buy-Ins 80 Spieler zusammengerechnet.

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Der Großteil der untersuchten Spieler wies zwar einen negativen ROI auf, hat also Verlust gemacht, doch die profitablen Spieler waren dafür teilweise mit heftigen Gewinnen unterwegs.

So kann Michael Mizrachi einen Profit von über $1,3m und einen ROI von über 850% vorweisen. Vanessa Selbst entrichtete $72,5k an Buy-Ins und konnte daraus mehr als $460k Profit rausholen. Auch Phil Ivey, Brian Hastings und Phil Hellmuth haben für diese WSOP einen ROI von deutlich über 100%.

Absolutes Schlusslicht in der Liste der betrachteten Spieler ist George Lind III. Der spielte gleich 48 Turniere mit, cashte nur einen zweien und kommt damit auf einen Verlust von über $200k oder -95% ROI.

Hier die Liste der untersuchten Spieler:

roinew Gewinn einiger Spieler bei der WSOP 2012
Nach IhateJJ aus dem 2+2 Forum


Kommentare


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  • zawi
  • 17.07.12

Aus so wenigen Events macht es statistisch wenig Sinn einen ROI anzugeben. Ist vielleicht interessant aber es fehlt an Aussagekraft über die tatsächlichen Spielstärken.


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  • Wie kann das sein?
  • 17.07.12

Wieso steht bei Mizrachi 159 000 Buy in?

Er hat sich doch bei der One Millione for one Drop mitgemacht???


Arved Klöhn
  • Arved Klöhn
  • 17.07.12

Das One-Drop für $1m wurde bewusst weggelassen, da es ob seines außergewöhnlichen Buy-Ins die Statistik zu sehr verzerrt hätte.

Und ja, die Zahlen sind statistisch natürlich nicht aussagekräftig. Zum einen handelt es sich um eine (willkürliche) Auswahl von Spielern und die Anzahl der Turniere ist zu gering, um eine deutliche Aussage treffen zu können.

Aber man kann zumindest abschätzen, dass der erwartete ROI eines Profis bei diesen Turnieren wenn auch nicht bei 30%, doch aber sehr wahrscheinlich über 20% liegt.


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  • ;-)
  • 17.07.12

Mizrachi

1 159 000 Buy in

1 521 000 Gewonnen

= 370 000 Gewinn da relativieren sich die 850 % ROI ;-) Smoke


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  • nicnac
  • 17.07.12

@ vorposter

ist nach abzug aller spesen immernoch mehr Geld, als du je sehen wirst Huh


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  • @ nicnac
  • 17.07.12

Ich hab erst letzte WOCHE 468 126,70 im Lotto gewonnen also bleib locker du Neider!


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  • zawi
  • 17.07.12

Und bei den armen Leutln mit stark negativem ROI seh ich einige besonders Starke.

Aber die Sieger haben immer Recht, also Gratulation zu 1000 % ROI.

Pius müsste ja die All-Time ROI Wertung anführen (und er dürfte nicht mehr spielen wenn er den ersten Platz halten will)


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  • Jackbot
  • 17.07.12

Auch Spieler haben Wirtschaftskrise ;-)


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  • Rivernutte
  • 17.07.12

Endlich!!!

sowas war längst überfällig. Die Henden Mob Database ist doch ein einziger Schwindel. Der Erik Seidel spielt jedes Highroller-Turnier mit 250k buyin nur damit er in der ewigen money list vorkommt. was soll der käse? es geht um profit (auszahlungen-einzahlungen) nicht um cashes. wäre nur zu interessant was seidel, ivey und negreanu in ihrer karriere wohl schon an buy-ins gezahlt haben!!!!


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  • Fim
  • 17.07.12

@;-) Falls wahr, great gratz Laugh


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  • axe
  • 17.07.12

tja….jetzt hat man nur noch das Problem der gestakten Spieler, im übrigen würde man diese Liste auf ALLE Spieler der WSOP ausweiten würde nicht mal 1% Gewinner übrigbleiben, alle anderen gehen mit geplatzten Träumen und leeren Taschen nachhause

außer das Casino…das nimmt immer ihren Rake;-)


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  • Carsten
  • 17.07.12

@Rivernutte, kannst du dir eventuell auch vorstellen, das einem Spieler wie Eric Seidel die ultra High Roller Turniere deutlich mehr entgegen kommen als die Massen Turniere mit 1K Buy in und 5000 Spielern. Und er aus diesem Grunde diese Turniere spielt.



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