Drohende Insolvenz für Casinos in Mecklenburg-Vorpommern
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- Jan Meinert, Dienstag. 12. Juni. 2012
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- glüstv, glücksspielstaatsvertrag
Wie die svz.de in ihrer Online-Ausgabe berichtet, sind die Spielcasinos in Bundesland Mecklenburg-Vorpommern in akuter Finanznot. Als Hauptgründe werden die hohen Spielbankenabgaben an das Land und die schwindenden Besucherzahlen genannt.
In der Landeshauptstadt Schwerin demonstrierten rund 50 Mitarbeiter der Casinos vor dem Finanzministerium. Gesamtbetriebsrat Klas Gartz sagte gegenüber der Schweriner Volkszeitung: “Wir wollen keine Subventionen wie etwa die Werften. Wir wollen nur, dass der Staat weniger abschöpft und damit unsere Arbeitsplätze erhalten bleiben.”
Interessant ist, dass nach Angaben der SPD-Finanzministerin Heike Polzin “die Kosten für die Spielbankenaufsicht schon jetzt die Einnahmen aus der Spielbankabgabe übersteigen”. Dies ist zum einen ein Indiz für die kostenintensive Verwaltung, zum anderen wird hier wiederum der Besucherschwund aufgrund strengerer Suchtprävention und eingeführter Rauchverbote deutlich.
Insgesamt sind 140 Jobs bei den Spielbanken in Schwerin, Warnemünde, Heringsdorf, Stralsund und Binz in Gefahr. In der nächsten Woche wird sich der Landtag in Schwerin mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag und der notwendigen Anpassung der Landesgesetze befassen. Hoffentlich kommen dabei vernünftige Lösungsansätze heraus.
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