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Himmel und Hölle

So gerne arbeiten USA und Großbritannien zusammen. Zumindest, wenn es um weltpolitische Entscheidungen geht. Wenn sich die Weltpolitik allerdings um Online-Gaming und Poker dreht, dann klaffen die Weltanschauen tiefer als der Marianengraben auseinander.

Während die USA alle ausländischen Glückspielanbieter vom nordamerikanischen Festland verbannen, hätte England gerne ein paar mehr auf der Insel. Die USA neigen dazu, den Grund für Online-Gaming in der Geldwäscher-Branche zu suchen. Großbritannien folgt dem wesentlich wahrscheinlicher dem italienischen Beispiel und vergibt Lizenzen.

Eine niedrige, fixe Besteuerung von 2-3 % zielt konkret auf jene Online-Unternehmen ab, die nicht in Großbritannien ansässig sind. Der britische Schatzkanzler Gordon Brown sieht darin eine Möglichkeit, Geld in die Staatskasse zu bekommen, ohne dafür eine wirkliche Gegenleistung zu erbringen. Ob die Steuern von legalen britischen Online-Spielern oder illegal zockenden Amerikanern stammen, ist dabei nicht von Relevanz. Für die Poker-Sites bietet sich dadurch aber auch ein weiterer Vorteil, der aber erst rechtlich abgesichert werden muss. Theoretisch erwerben sie nämlich mit der Lizenz auch die Möglichkeit, als britisches Unternehmen angesehen zu werden. Und damit würde für sie EU-Recht zur Anwendung kommen, ohne dass der Firmensitz tatsächlich in der EU, wie z.B. in Gibraltar, liegt.

Ein weiteres Plus für diese Regelung ist, dass die Gaming-Unternehmen dadurch nicht unter eine Mehrwertsteuer-Regelung fallen. Es sieht so aus, als wäre das Angebot der britischen Regierung mehr als fair.

Ob die Unternehmen das auch so positiv sehen wie Großbritanniens Regierung, wird sich erst herausstellen. Ein positives Offert ist es in jedem Fall. Wer davon Gebrauch machen wird, bleibt allerdings abzuwarten.




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Kommentare


Fisch
  • Fisch
  • 01.03.07

Auch die Schere Großbritannien Frankreich klafft hier immer weiter auseinander. Ein guter Franzose versteht eh kein Englisch, vielleicht sollte sich die EU des Themas mal annehmen.