Everleaf-Netzwerk: Stille nach dem Rückzug aus den USA
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- Arved Klöhn, Donnerstag. 16. Februar 2012
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Letzte Woche sperrte das Everleaf-Netzwerk den Zugriff für alle amerikanischen Spieler. Informationen für die betroffenen Spieler bietet das Netzwerk bislang nicht an.
Freiwillig war der Rückzug von Everleaf aus den USA nicht – die amerikanische Homeland-Security beschlagnahmte die Gelder eines größeren Zahlungsabwicklers von Everleaf und ließ das Unternehmen wissen, dass das fortgesetzte Anbieten von Echtgeld-Spiel für amerikanische Spieler mit drastischen Strafen belegt würde.
So weit, so üblich in der Poker-Branche seit dem schwarzen Freitag. PokerStars, FTP und UB/AP haben dieses durchgemacht. In der Abwicklung des Rückzugs aus dem amerikanischen Marktes scheint sich Everleaf strikt an FTP und UB/AP zu orientieren: Es gibt ein paar Beschwichtigungen, aber ansonsten Schweigen. Wie die amerikanischen Spieler an ihr Geld kommen können, ob die Beschlagnahmung der Gelder des Zahlungsabwicklers zu Liquititätsproblemen führt, wie es mit den Everleaf-Skins weitergeht – keine offizielle Information.
In Ermangelung offizieller Informationen untersuchte Diamondflushpoker, Nachfolger der eingestellten Seite subject: poker, die Vorgänge bei Everleaf und den gerichtlichen Antrag zur Beschlagnahmung der Gelder des Zahlungsabwicklers (» Dokument). Pikanterweise taucht bei den Transaktionen des Abwicklers ein Konto auf, welches dem Pokerpro Andrew Robl zugeordnet werden kann. An dieses wurden zwischen August und September 2010 knapp 85.000 Dollar transferiert. Die wesentlich interessante Information, wie viel Geld eingezogen wurde, geht aus Dokument jedoch nicht hervor und hier hüllen sich derzeit die Everleaf-Verantwortlichen und die offiziellen Stellen der amerikanischen Justiz in Schweigen. (» vollständiger Artikel auf dfp)
Wie es in der Causa Everleaf weitergeht, ist nicht abzusehen. Das Wahrscheinlichste ist, dass das Unternehmen die nächsten Monate weiter operieren wird und frühestens nach längeren Verhandlungen mit dem amerikanischen DoJ an die Öffentlichkeit treten wird. Die amerikanischen Spieler sollten ihr Geld auf dem Netzwerk also für die nächsten Monate in den Wind schreiben.
Noch gibt es einige weitere Anbieter, die in den USA operieren, zum Beispiel Merge oder Bodog. Doch muss man kein Prophet sein, um zu orakeln, dass diesen Anbietern ein ähnliches Schicksal blüht, beziehungsweise die Untersuchungen gegen sie schon in vollem Gange sind.
Kommentare






















langsam kann man echt nur noch auf party und stars spielen