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WSOPC Rincon – Event # 7

Bad Beats sind Teil von Poker. Fragen Sie Tony Abesamis. Nur mehr zwei Spieler beim World Series of Poker Circuit Turnier, Mr. Abesamis hatte seinen Gegner all-in und in eine fabelhafte Hand. In dieser Hand, die den Ausgang des Turniers entschied hatte Mr. Abesamis A-K gegenüber K-3. Das ist ein absoluter Vorteil vor dem Flop.

Abesamis griff schon nach dem goldenen WSOP Circuit Ring, der auf dem grünen Filz lag. Die Geste sollte als voreilig herausstellen. Als hätte man ihm die Lichter ausgeblasen, wurden Abesamis, dem zweifachen Circuit Event-Gewinner, gleich zwei Schläge vom Poker-Gott verpasse. Zwei 3s kamen vom Deck. Im Bruchteil einer Sekunde wurde Mr. Abesamis vom ersten dreifachen WSOP Circuit Gewinner zum Zweitplatzierten in diesem Turnier.

Der Nutznießer des Bad Beats war Jimmy Duh, ein 22jähriger Redakteur aus San Diego. Er gewann sein erstes großes Pokerturnier und erhielt $31,350 für den ersten Platz. Und auch der Goldring gehörte ihm.

Der Bad Beat überschattete eigentlich das unglaubliche Comeback von Mr. Duh. Er war einige Zeit der Spieler mit den wenigsten Chips am Finaltisch. Jedes Mal wand er sich und fand einen Weg zurück. Der Finaltisch hatte auch einige lustige Momente, verursacht durch Mr. Abesamis verbale Sticheleien gegen manche Gegner während des Spiels. Mr. Abesamis mit dem Goldring (einen trug er am Finger, einen an einer Halskette – von den Events im Harrahs Rincon und Harveys Lake Tahoe vom letzten Jahr) spielen zu sehen, war, wie das Dessert vor dem Hauptgang zu essen. Am Ende war Mr. Abesamis der Appetit vergangen.

Event # 7 im Harrahs Rincon hatte 202 Teilnehmern, mit einem Gesamtpreisgeld von $97,970. Das $500 No Limit Hold’em Event wurde über zwei Tage gespielt. An Tag eins wurden 193 Spieler eliminiert. Die besten 27 bekamen ein Preisgeld. Die letzten Neun kamen zum Finale an Tag Zwei wieder.

Der Finaltisch:

Seat 1 Beau Towers 49,300
Seat 2 Mike Pancer 20,800
Seat 3 Chris Farmer 41,700
Seat 4 David Naimark 15,200
Seat 5 Yarom Limor 15,400
Seat 6 Russ Tarpey 34,400
Seat 7 Tony Abesamis 137,200
Seat 8 Jimmy Duh 37,600
Seat 9 Alex Ray 51,900

Mit Tony Abesamis als Chipleader, der den Ton angab, dauerte es nicht lange, bis die Action begann. In der ersten Hand ging David Naimark mit Q-J all-in. Er wurde von Alex Ray mit einer dominierenden Hand – A-J bezahlte. Mr. Naimark konnte seine Hand nicht verbessern und bedeutete sein schnelles Ausscheiden auf Platz neun. Der forensische Psychiater aus Cardiff, CA, erhielt $1,959.

Wenige Hände später gewann Chris Farmer eine Monsterhand auf Kosten von Russ Tarpey. Mr. Farmer floppte einen Drilling mit Pocket Fives gegen Mr. Tarpeys Pocket Queens. Eine Fünf am Turn brachte Four-of-a-kind und Mr. Tarpey war all-in und drawing dead. Mr. Tarpeys Schicksal war besiegelt – der achte Platz für den Systemingenieur aus Oklahoma. Er bekam $2,939.

Der nächste Spieler an der Reihe war Michael Pancer. Er spielt seit vielen Jahren Turnierpoker (er war bereits Siebenter bei einem WSOP Finaltisch im Jahr 1995). Auch in diesem Turnier wurde er Siebenter. Mit seinen letzten 6,000 Chips ging er mit zwei hohen Karten all-in, verlor jedoch gegen Yarom Limors Straße bis zum Buben. Mr. Pancer, ein Strafverteidiger aus Pacific Beach, CA, Antrag am Finaltisch zu bleiben wurde abgelehnt, er erhielt dafür $3,919.

Beau Towers schied als Nächster aus. Er kam mit einer guten Chips-Ausgangsposition an Tag Zwei. Aber ein paar herbe Verluste in den Anfangsrunden, ließen seine Chips weniger werden. Er ging mit seinem verbleibenden Stack und 9-9 all-in, wurde von Chris Farmer mit K-Q bezahlt. Ein König floppte und schickte Mr. Towers auf Platz Sechs. Der Verkäufer aus San Diego erhielt $4,899 an Preisgeld.

Chris Farmer übernahm die Chipführung, als Tony Abesamis eine Coin Flip Situation gegen Alex Ray und somit 30,000 von seinem Stack verlor. Es war Farmer, der den bedeutsamsten Move in der Mitte des Finaltisches macht. Aber der Moment des Chipleads war nur vorübergehend. Mr. Abesamis kämpfte zurück und holte sich einen 45,000 Pot ein paar Hände später auf Kosten von Mr. Farmer. Damit bewies er einmal mehr seine Turniererfahrung.

Nach 75 Minuten Spielzeit ging der fünfte Spieler, als Alex Ray all-in war mit seinen Pocket Fives. Tony Abesamis bezahlte mit 8-7. Am Flop traf er ein Paar 8s. Das höhere Paar hielt und Mr. Ray musste gehen. Alex Ray, einer von zwei Anwälten am Finaltisch, wurde Fünfter. Mr. Ray ist im aktiven Dienst des U.S. Marine Corps. Er addierte $5,878 zu seiner Poker Bankroll.

Jimmy Duh verlor den Großteil seines Stacks mit K-Q, als er gegen Yarom Limors A-K antrat. Keiner der beiden Spieler hatte ein Paar, As-hoch gewann. Aber Mr. Duh würde eine ähnliche Situation kurze Zeit später zu seinen Gunsten umkehren.

Mit der unaufhörlichen Plaudertasche Yarom Limor am Tisch, hatte dieses Finale einige entspannte Momente. Nachdem Mr. Limor einige all-in-Situationen überstanden hatte, reizte er den ruhigen und zurückhaltenden Tony Abesamis soweit, dass der ihn “Cockroach (Kakerlake)” nannte. “Du überlebst alles”, sagte Mr. Abesamis mit seinem Phillipino-Akzent. “Du bist wie eine Kakerlake!”

“Was hast Du gesagt? Hast Du mich Kakerlake genannt?” wiederholte Mr. Limor, weil er es nicht glauben konnte. “Ja, aber ich meinte es als Kompliment”, sagte Mr. Abesamis und alle mussten lachen.

Aber wenige Minuten später war Mr. Limor nicht mehr zum Lachen, als er mit A-10 gegen Jimmy Duhs K-Q all-in war und eine Dame floppte. Mr. Limor konnte seine Hand nicht verbessern und so wurde er vierter. Yarom Limor hat bereits viele Finaltische, auch bei der WSOP, erreicht. Sein Preisgeld betrug $6,858.

Tony Abesamis hatte eine 2:1 Führung gegenüber Jimmy Duh, als sie nur mehr zu dritt waren. Er lag 4:1 vor Chris Farmer. Es dauerte nur drei Hände, bis Mr. Farmer mit A-Q gegen Mr. Abesamis Pocket Kings ausschied. Mr. Farmer traf kein As, was für ihn Platz Drei bedeutete. Der 22jährige Poker-Dealer aus San Diego erhielt respektable $8,817.

Mr. Abesamis lag 3:1 vorne, als das Heads-Up begann. Aber Mr. Duh gewann die kritische Hand mit K-Q gegen Mr. Abesamis A-3, als der Underdog eine Dame am Flop traf und verdoppeln konnte. Erstmals lag Mr. Duh knapp in Führung. Mr. Abesamis setzte seine verbalen Attacken fort. Nach einer Spielzeit von 30 Minuten hatte er seine Chipführung wieder. Dann kam eine weitere Konfrontation. Mr. Abesamis ging all-in. Mr. Duh musste lange überlegen. “Wieviel zahlt der zweite Platz?” frage Mr. Abesimis den Turniersprecher Chris Spears. ”$17,243”, antwortete der Offizielle.

“Siebzehntausend – ist das nicht genug für Dich?” stichelte Abesamis. Mr. Duh foldete.
Dann jedoch, ein paar Hände später, gab es kein Zurück. Mr. Duh hatte K-3 und raiste vor dem Flop. Mr. Abesamis re-raiste. Mr. Dug ging all-in – und glaubte den Pot stehlen zu können. Mit Big Slick in der Hand dauerte es nicht einmal eine Sekunde, dass Mr. Abesamis bezahlte. Bevor der Flop gegeben wurde, fing Mr. Abesamis an, mit dem Ring zu spielen. Der Besitz war vergänglich. Drilling 3 überraschte jeden, zerstörte Mr. Abesamis und brachte den neuen Poker-Champion namens Jimmy Duh. Mit nur wenigen Chips verlor Mr. Abesamis die nächste Hand und das Turnier war zu Ende.

Wie sich herausstellte, war es Tony Abesamis der das Preisgeld von $17,243 für den zweiten Platz erhielt. Der ehemalige Programmierer und Analytiker wird aber noch in vielen künftigen Turnieren zu sehen sein.

Währenddessen schüttelte Mr. Duh nur den Kopf, weil er es nicht glauben konnte. Bei Poker braucht man Geschick, um zu gewinnen. Aber man braucht auch Glück im richtigen Moment. Eine Kombination aus Bestimmung, gutem Spiel und der entscheidenden Hand machte Jimmy Duh zum neuesten Poker Champion.

Originaltext: Nolan Dalla


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