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MIT bietet Kurse im Programmieren von Poker-Bots an

Das renommierte Massachusetts Institute of Technology sorgte in der Vergangenheit in der Gambling-Welt vor allem durch sein MIT-Blackjack-Team für Aufsehen, zu dem auch der ehemalige Full-Tilt-Spieler Andy Bloch gehörte. Jetzt hat das MIT nach Informationen von pokerfuse.com die Poker-Bots für sich entdeckt und hält sogar einen Wettbewerb für den besten Poker-Bot ab.

Will_Ma Will Ma, Leiter des Poker-Kurses

Das Thema Bots wird beim Online-Poker immer brisanter, die Programme sind in den letzten Jahren immer besser geworden. Die Limits, die sie schlagen, gehen immer höher, nach Ansicht einiger Kenner der Szene sogar bis zu NL2k. Bisher waren die Bots aber vor allem ein Problem in den unteren Limits. Immer wieder wurden in letzter Zeit verdächtige Accounts gesperrt, die überwiegend im russisch-asiatischen Raum beheimatet waren.

Für Wissenschaftler sind Poker-Bots ein mehr als spannendes Betätigungsfeld. Bekanntlich ist Poker ein komplexes Spiel, dessen Beherrschung unter anderem vertiefte Kenntnisse der Mathematik und der Psychologie voraussetzt. Ein Programm zu erschaffen, das gut Poker spielen kann, ist ein wichtiges Thema im Rahmen der Forschung zur künstlichen Intelligenz.

Das MIT bietet seinen Studenten nun einen Kurs zum Online-Poker an und veranstaltet einen Wettbewerb der Poker-Bots. Der Kurs wird von Will Ma, einem Doktoranten im zweiten Jahr, abgehalten. Über 200 Kursteilnehmer gibt es bisher zu vermelden. Die Studenten spielen in einer privaten Liga von PokerStars um Playmoney, es gibt ein Punktsystem und die Studenten können so ihr erlerntes Wissen über Preflop Ranges, die Analyse des Flops und ICM-Theorie anwenden.

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Sammelt man in der Liga nicht genug Punkte, hat man den Kurs erst mal nicht bestanden und muss zum Bestehen in einem Essay darlegen, warum man die erforderliche Punktgrenze nicht erreicht hat. Die besten Studenten können sogar etwas gewinnen: Abonnements bei der Training-Seite CardRunners und private Lehrstunden bei Mike “Timex” McDonald, dem Gewinner der EPT Dortmund von 2008.

Im Wettbewerb der Poker-Bots gibt es Teams von 1 bis 4 Studenten, die jeweils einen Monat Zeit haben, einen “völlig autonom arbeitenden” Poker-Bot zu erschaffen. Begleitend gibt es Kurse im Programmieren, Spieltheorie, Bankroll-Management, Stochastik und mehr. Am 6. Februar ist dann “judgement day” und die Bots treten gegeneinander an. Insgesamt geht es um ein Preisgeld in Höhe von $30K und logischerweise werden die Studenten von den größten Hightech-Unternehmen der Welt beäugt und nach ihrem Studium möglicherweise eingestellt.

Wieder mal nimmt das MIT eine Vorreiterrolle im Bereich des “Vegas-Cheating” an. Mittlerweile kann man aber mit dem Programmieren der Schadprogramme seinen Abschluss machen. Das war bei den Aktivitäten des Black-Jack-Teams damals definitiv nicht der Fall.


Kommentare


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  • Sky
  • 25.01.12

Informativ, danke!

Mittelfristig wird am Einsatz von Anti-Bit-Features bei der Ausführung des Poker-Clients kein Weg vorbeiführen, also: Webcam, SW zur Sicherstellung der angebenen Identität UND Augenscanner (inkl. geeigneter SW), die sicherstellen, dass der Spieler kein zusätzliches Input erfährt. auch das wird letztlich keine absolute Sicherheit vor Bots bzw. deren Einsatz bieten, sollte aber schon geeignet sein die allermeisten Cheatversuche abzubügeln.

BTW: Bemerkenswert, dass anscheinend PokerStars bei den universitären Übungen zur Hand zu gehen scheint.

MFG, LG, Sky


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  • Peter
  • 25.01.12

Also das MIT sorgt bestimmt nicht mit Poker für Aufsehen. Welch Ignoranz.


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  • booommm
  • 25.01.12

In die luft jagen sollte man den scheis laden


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  • weisshaar
  • 25.01.12

ich liebe es, wenn die an pokergott & kartenglück gutgläubigen internet-deppen ganz unverhohlen & öffentlich vorgeführt werden

scheint so, als würde es den gut-menschen tatsächlich nicht mehr geben …

... aber wo ein gutgläubiger depp, da auch ein online-room


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  • Donnerfotze
  • 25.01.12

@sky: Ich glaub eher, dass durch steigende Bots die Spieler am Schluss die Dummen sein werden, weil ihnen wegen Verdachts das Konto geschlossen wird. Ich glaub eher weniger, dass man da sowas wie visuelle Erkennung von den Spielern verlangen wird/fordert.