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Deutsche Pokermeisterschaft – Die Entdeckung der Schmerzlosigkeit

Vier Tage lang war die Spielbank Berlin Austragungsort der 19. Deutschen Pokermeisterschaft und am Ende gab es einen Sieger, der nur ungern genannt werden möchte. Nehmen wir ihn beim Wort und erwähnen ihn nicht mit einer Silbe, sondern schauen, was die DPM sonst noch zu bieten hatte.

Die Spielbank Berlin erwies sich als souveräner und nüchterner Ausrichter, der das immer wieder umstrittene Turnier ohne jegliche Probleme über die Bühne brachte. Freundlichkeit erlebte man beim Empfang, der Security und beim ausgezeichneten Essen im gegenüberliegenden Hyatt, ansonsten herrschte eher Gelassenheit bzw. das wiederholte Bemühen, darauf hinzuweisen, dass viele Spieler nicht mit Namen genannt werden möchten.

Zum Glück trifft das nicht auf Ivan Todorovic zu, der zwar „nur“ Vizemeister wurde, aber schon früh zum Mittelpunkt der Veranstaltung avancierte. Todorovic interpretierte den loose-passiven Stil in einer völlig neuen Weise, brachte die „Buchspieler“ mit seiner Treffsicherheit und Schmerzlosigkeit ein ums andere Mal zur Verzweiflung und sorgte so auch dafür, dass die Beobachter aus dem Staunen nicht herauskamen. Limp, Call ohne Position und Bluff sind die Hauptbestandteile des Stils von „Todo“, der seinen VPIP gegen Turnierende definitiv auf die 100 Prozent zusteuerte, ehe das Turnier dann doch irgendwann beendet war.

Bot „Todo“ große Show, zeigten Spieler wie Philipp Roch, Sebastian Trisch, Ismael Bojang und Sören Kneffel die eher feine Klinge, mussten sich aber hinter zwei Amateuren auf den billigeren Plätzen einreihen.

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Nach dem Desaster des Vorjahrs zeigte sich die DPM erholt, aber nicht auf dem Niveau, das sie verdient hätte. Ein wenig wirkt sie trotz 134 Teilnehmern wie das ungeliebte Kind, das nicht recht flügge werden will. Mit Sandra Naujoks, Alex Jung, Nasr el Nasr, Jan Jachtmann, Thang Duc, Khiem Nguyen, Jan Collado und einigen weiteren nahmen prominente Spieler teil, doch im Großen und Ganzen regiert der Breitensport.

Das ist überhaupt nicht negativ zu verstehen – ganz im Gegenteil! – und bei einem Turnier mit einem solchen Buy-In umso bemerkenswerter. Nächstes Jahr sollen neue Casinos dazukommen, doch ob dabei die Benrather Linie überschritten wird, darf stark bezweifelt werden. Eine „wirkliche“ Deutsche Pokermeisterschaft, mit Spielern aus dem gesamten Bundesgebiet und Satellites von Konstanz bis Travemünde bleibt bis auf weiteres wohl nur ein Traum.

Welch große Popularität das Pokerspiel mittlerweile genießt, zeigte sich auch beim Berliner Side Event, das an beiden Starttagen aus allen Nähten platzte. Der Ruf nach einem niedrigeren Buy-In als 2.000 Euro für die Meisterschaft kommt immer wieder, doch steckt vermutlich nicht darin das Problem einer Beteiligung, die mit 134 Spielern recht ansehnlich war. Erstreckte man das Turnier auf das gesamte Bundesgebiet, käme man locker auf 500 Spieler und hätte damit schon wieder ein Kapazitätsproblem.

Wie auch immer, die 20. DPM kann im nächsten Jahr kommen. Und die Spieler werden es auch.


Kommentare


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  • Gerdi
  • 07.11.11

Wir sprechen oft über Poker als Sport und die Seriösität des Pokerns. Wohin führt es, wenn man nicht einmal den “Deutschen Pokermeister” beim Namen nennen darf.


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  • Meine Meinung
  • 07.11.11

@Gerdi Poker ist kein Sport!!!

Poker (cash game) ist zocken um Geld. Ich will dein Geld du willst mein Geld.

Poker(turnier)ist ein spiel mit glücksfaktor, und der ist höher als man glaubt.

Turnier Poker hat ein Wettbewerbskarakter,das mach es aber lange nicht zum sport.


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  • Jörg
  • 07.11.11

Nichts desto trotz sollte bei einer deutschen Meisterschaft der Name des Siegers genannt werden dürfen.

Wer nicht damit einverstanden ist darf nicht teilnehmen.


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  • Besser
  • 07.11.11

Natürlich ist Poker kein Sport. Auch wenn die Wettmafia, die sich durch die erhoffte Legalisierung des Pokerns im Internet einen Teil des Geld-Kuchens sichern möchte, diese Behauptung gern immer wieder einstreut. Gern auch von Pokerspielern benutzt, um sich selbst nicht eingestehen zu müssen, dass sie spielsüchtig sind. “Ich gehe zum Sport…” – lachhaft. Genauso wie der Wunsch des Dt. Meisters nicht genannt werden zu wollen. Es ist übrigens nicht verboten den Namen zu nennen. Es kann gar nicht verboten sein. Wer an dieser öffentlichen Veranstaltung teilnimmt, ist lt. Ausschreibung darüber informiert, dass Medienvertreter anwesend sind, die in Wort und Bild berichten.

Der eitle Fatzke will es nur nicht so gern: darum hier: Ferry Vafa heißt er.


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  • rio
  • 07.11.11

Tongue Keine Namen, pfff, lächerlich. einstampfen dieses Turnier !!!!


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  • Kritik--
  • 08.11.11

Akzeptiert doch einfach den Wunsch des Siegers ohne hinterher zu spucken.

Alle kennen doch sowohl seinen Vornamen und einige auch seinen Nachnamen. Ihr habt echt ganz andere Probleme.Hass Neid und Missgunst veranlasst euch zu derartigen Schwachsinn und nicht Verständniss oder ein hauch von Kenntnis.

So ein riesen Theater wegen einen Nachnamen?? ist überhaupt nicht wichtig. Von den Zusammenhängen versteht ihr auch nicht die Bohne.

Intolerantes Pack an Asoziale verhalten sich so und nicht Menschen mit Würde und Achtung vor einander.

Gratulation an den Meister und Sieger Ferry. Und Ferry als Name reicht völlig aus.

Ihr seit der Grund warum es nicht besser ist und nicht Ferry.


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  • Eddy scharf
  • 08.11.11

Wenn dir anschließend die Steuerfahndung die Bude auf den Kopf stellt, würdest du auch anonym bleiben wollen.