Schweiz prüft Legalisierung kleinerer Live-Turniere
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- Arved Klöhn, Mittwoch. 28. September 2011
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Seit geraumer Zeit herrscht in der Schweiz ein vergleichsweise rigides Verbot privater Poker-Runden und Turniere. Zu verdanken hat man dies vor allem dem Kasinoverband, der vor dem Bundesgericht das Verbot von Pokerspielen außerhalb der Schweizer Kasinos erstritt. Der Verband wollte so sicherstellen, dass den Kasinos keine übermächtige private Konkurrenz erwächst und die bis dahin rege Pokerlandschaft der Schweiz via Gerichtsbeschluss in die Kasinos verlegen.
Lukas Reimann, Nationalrat der schweizerischen Volkspartei, brachte zum Thema Live-Poker in der Schweiz einen Antrag ein, der Live-Turniere mit einem Buy-In von bis zu 100 CHF (umgerechnet ca. 80 Euro) wieder erlauben soll. Es ist zwar wahrscheinlich, dass er keine Mehrheit hinter diesen Antrag bringen wird, dennoch könnte es in Zukunft zu einer Neuregelung der Live-Poker-Turniere kommen. Es gibt im Schweizer Bundesamt für Justiz bereits einen Ausschuss, der genau dieses diskutiert. Ziel des Ausschusses soll sein, eine Regelung zu finden, wie Pokerspiele um kleine Geldbeträge in Zukunft zu behandeln sind. Grundtenor des Bundesamtes ist, dass man – ebenso wie im Antrag von Lukas Reimann – Beträge von bis zu 100 Franken zulassen will.
Dass nun sowohl Nationalrat aus auch das Bundesamt für Justiz das Thema Live-Poker wieder aufgreifen zeigt, dass mit einer Lösung in kommender Zeit zu rechnen ist. Mit einer baldigen Umsetzung einer eventuellen Lösung ist jedoch nicht zu rechnen. Es könnte mehrere Jahre dauern, bis eine Gesetzesänderung tatsächlich in Kraft tritt. Auch der in der Schweiz übermächtige Kasinoverband wird sich mit aller Macht gegen eine Änderung, die Live-Turniere wieder erlaubt, zu wehr setzen.
Kommentare























Ich bin aus der Schweiz und es gibt nur ein Gegenmittel, Boykott der Schweizer Kasinos! Ich gehe seit dem Urteil nicht mehr hin und werde das auch so aufrecht erhalten.
genau so ! Leider gibts halt viele Idioten, die einfach alles nehmen was ihnen vorgesetzt wird.
Seit dem Pokerverbot ist aber das einstmals als Pokerhochburg gefeierte Grand Casino Baden in Sachen Poker ganz schön geschrumpft.
Einfach nur traurig wie hier wieder Lobbyismus betreibt wird!!
Ich habe heute die Session im Internet verfolgt und es ist einfach lächerlich, wie da argumentiert wird, dass das Pokerspiel ein Glückspiel ist. Leider wurde der verfassungsentwurf abgelehnt. Es wurde ins lächerliche gezogen und einige Politiker müssten über diese Diskusion lachen..
Einfach schade: Das Kasino verspricht Tuniere – bietet sie aber nicht an! Dazu kommt noch das hohe Suchtpotenzial in den Kasinos – wiederlich
ich finde es traurig welche inteligenz unsere politiker haben. wenn es um ihre spessen geht können die nicht hoch genug sein und hier will man poker spielen als glücksspiel ab stempeln cool. doch was ist mit den turniere von schieber oder dieferenzler ist das kein glückspiel ne ne da trauen die af.. n sich nicht ran weil es sonst sehr viele jasser/innen den kragen platzen würde davor haben unser noch so beliebten politiker angst ja zum einem sagen sie glückspiel und beim andern schauen sie aus dem fenster ja ja schei.. politik ist doch war gruss an alle poker fan s
Ich bin der Meinung von jux66. Absolut kein Casinobesuch mehr seit dem Entscheid!!!!!!