Special WSOP-Blog 2007
- By
- PokerOlymp Redaktion, Freitag. 01. Juni. 2007
- Final Table und mein Fazit
- Beigetragen von
- Marcel Assmann
- Datum
- Fr. 20. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Am Tag des Final Tables des Main Events bin ich extra früh rüber vom Bellagio ins Rio, denn ich dachte mir schon, dass es bestimmt ein großes Zuschauerinteresse geben würde. So kam es auch. Um 11.00 Uhr hatte sich schon eine lange Schlange vor dem Amazon-Saal gebildet, die bis um die Ecke reichte. Ich stellte mich dann also hinter hunderten von Pokerfans an, um einen Blick auf die letzten neun Spieler zu erhaschen. Erstmal tat sich eine Stunde lang gar nichts. Als dann pünktlich um 12.00 Uhr die Türen geöffnet wurden, stürmte alles in den Saal und so kam es natürlich, dass alle Plätze in der ESPN-Arena, die um den finalen Tisch aufgebaut war, schon besetzt waren. Ein großer Teil der Plätze war außerdem für die persönlichen Anhänger der Finalteilnehmer reserviert, wohl um ein wenig Stimmung in die Fernsehübertragung zu bringen. Mir blieb also nichts anderes übrig als im Außenbereich an den großen Flachbildschirmen das Geschehen zu verfolgen. Allerdings hatte dies mehr die Natur eines Ratespiels statt eines Pokerturniers, denn der Ton des Kommentators wurde nicht mitübertragen und so sah man dann häufig die Hände des Dealers, einen Flop und möglicherweise noch jeweils zwei Kartenpaare, wusste aber weder zu welchen Spielern diese gehörten noch wie viel denn nun eigentlich gesetzt war. Ich muss schon sagen hier besteht noch mächtig vie Verbesserungsbedarf von Seiten der WSOP Veranstalter. Wie es auch anders geht, konnte ich ein paar Tage vorher beim Final Table des Bellagio Cups der WPT erleben. Dort wurde das Fernsehbild in einem Extraraum mit Ton auf zwei riesige Leinwände übertragen. Außerdem gab es für die Zuschauer auch noch kostenlose Getränke und Knabberzeug. Jedenfalls wurde mir die Sache im Rio dann bald zu langweilig da auch bis dahin noch kein einziger Spieler den Tisch verlassen musste. Ich beschloss also erstmal einen gemütlichen Tag am Pool zu verbringen und dann später noch mal vorbeizuschauen.
Ich machte dann also um 20.30 Uhr kurz nach dem Dinnerbreak einen zweiten Anlauf. Zu diesem Zeitpunkt waren noch vier Spieler dabei. Da sich an der Übertragungssituation außerhalb der Fernseharena nichts verändert hatte, beschloss ich also mich in die Warteschlange für Sitzplätze dort einzureihen. Der Sicherheitsmensch machte uns auch erstmal keine großen Hoffnungen, denn es durfte erst jemand nachrücken, wenn ein Zuschauer dauerhaft seinen Platz aufgegeben hatte. Getränke- und Pinkelpausen halfen also nicht. Es hieß wir sollten uns auf ca. fünf Stunden Wartezeit einstellen. Naja ganz so lange war es dann doch nicht. Ich durfte doch tatsächlich schon nach drei Stunden meinen Platz direkt am Geschehen einnehmen und das dann noch direkt gegenüber des 8,25 Mio. Dollar Geldstapels. Danach war dann nochmals Sitzfleisch gefragt, denn es sollte bis fast 4.00 Uhr dauern bis der World Champion und Gewinner des letzten Armbandes der diesjährigen WSOP feststand. Aber immerhin ich war live dabei.
Ich erhole mich jetzt noch bis zum Sonntag von den Strapazen des Railbird-Daseins, ehe es dann wieder zurück nach Good Old Germany geht.
Mein Fazit: Es war schon ein einmaliges Erlebnis hautnah bei dem größten Pokerturnier der Welt dabeizusein. Allerdings könnte für die Zuschauer doch noch einiges getan werden, um diese Veranstaltung interessanter zu gestalten. Beim nächsten Mal würde ich also nicht mehr als Zuschauer hinfahren, sondern dann möchte ich auch mitspielen. Soweit zum letzten Mal aus der Wüste,
Euer Marcel
- Zurück zu Hause
- Beigetragen von
- Sven Bertolla
- Datum
- Mi. 18. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Nach einem gemütlichen Flug bin ich nun wieder zu Hause und genieße ein bisschen die Ruhe und stelle mir den Turnierplan für die nächste Halbsaison zusammen.
Aber zu erst möchte ich noch ein kurzes Fazit über die WSOP und Las Vegas allgemein ziehen: Meinerseits lief es sehr gut, da ich in meiner spezial Disziplin Shooutout ins Geld kam (immer noch enttäuscht, denn mit ein bisschen mehr Kartenglück…..) aber bin ja nicht da zum jammern, bin zufrieden und Ende! An dieser Stelle möchte ich mich noch für die Unterstützung aus der Schweiz mit den zahlreich erhaltenen sms bedanken und auch bei allen, mir die Daumen gedrückt hielten! Merci!
Ich möchte es nicht unterlassen, allen Deutschen, Österreichischen, Schweizer und Bayrischen Spieler(allen voran Marc Friedman, back to back in the Money im Main Event) für die guten Resultate zu gratulieren!
Die Cash Games in Vegas, wenn man sich die Hotels gut aussucht sind so etwas wie eine Gelddruckmaschine, bin sicher nicht der Cash Game Spieler Gott himself, aber was da zum teil abging, war wirklich zum lachen….für meine Brieftasche! Was ich in Vegas auch sehr gut finde, man kann jeden Tag ein Turnier in jeder Buy in Klasse finden, Caesers Palace, Venetian usw., wo die Blindstrukturen übrigens sehr gut sind im Gegensatz zu den loosern Turnieren im Rio.(eine Frechheit!) Von der WSOP selber bin ich ein bisschen enttäuscht, aber das ist wahrscheinlich wie vor einem Kino Besuch, wenn man zu hohe Erwartungen hat, kommt es meistens anders als man denkt. nur darf man eins nicht ganz vergessen, trotz der Kritik, so ein Event auf die Beine zu stellen und es allen recht zu machen ist ein Ding der Unmöglichkeit! Fazit: Für Pokerspieler, die einigermaßen die Karten kennen und gerne grelle Lichter, schöne Frauen, gutes Essen und viel Kitsch mögen ist Las Vegas das Paradies auf Erden!
Meine nächsten Ziele auf privater Ebene sind, einen Kurs zu besuchen: “Wie bediene ich einen Laptop im Ausland.”
Poker-Turniermäßig wollte ich eigentlich einen Abstecher nach Velden machen, nachdem ausdrucken des Fahrplans und Tränen in den Augen (10 Stunden Zufahrt mit 5x umsteigen) lasse ich das wohl bleiben – wer eine Mitfahrt Gelegenheit hat, bitte bei mir melden!:)
Als nächstes werde ich im August wieder 2-3 meiner Pokerkurse durchführen, evtl. ins Land der nicht Elfmeterschießen Könner (England) eine Turnierwoche spielen, um dann Ende August in Bregenz anzugreifen. Ein weiteres großes Ziel oder Traum ist, es in die von Rino neu gegründete Poker-Nationalmannschaft zu schaffen, (Rino, ich setze mich auch auf die Bank, aber lass mich bitte nicht neunzig Minuten nur einlaufen:)) wenn Du einen Shootout Spieler suchst, ich bin da, grins!
Möchte es nicht unterlassen allen Pokerolymp Lesern, die meine Berichte gelesen haben zu danken, der Redaktion ein super Lob für den Job den ihr da macht, aber ein für mich wichtiges Anliegen muss ich noch loswerden: Sachliche Kritik ist immer gut, aber wenn ihr schon einen Kommentar zu den Blogs schreibt, nicht als Fish sondern mit Namen, denn Pokern ist und bleibt ein Einzelsport, aber zusammen und ohne Neid erreichen wir mehr!
Wünsche euch allen ein gutes Blatt und kein Pech!
Hier noch der Spruch der WSOP von Sascha nach seinen unglücklichen Ausscheiden im Main Event: ICH HABE JETZT DIE SCHNAUZE VOLL VON POKER. WILL 1 JAHR NICHTS MEHR VON DIESEM SPIEL SEHEN UND HÖREN…...10 Sekunden später: Sven,WO FINDET DAS NÄCHSTE TURNIER STATT….
Danke und see you
Euer Sven
- Abseits des Pokertisches
- Beigetragen von
- Marcel Assmann
- Datum
- So. 15. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Ich habe mir mal ein paar Tage frei von der WSOP genommen, um die Stadt auch von ihren anderen Seiten kennen zu lernen. Es ist wirklich bemerkenswert, wie sich ihr Gesicht zum Wochenende hin verändert. Dann fallen Heerscharen von partywütigen Wochenendurlaubern in die Stadt ein. Nicht ohne Grund sind die Hotelpreise zum Ende der Woche drei bis viermal so hoch wie in der Woche. Heute konnte ich in meinem Hotel dem MGM eine riesige Poolparty miterleben, so dass man zwischenzeitlich kaum noch das Wasser vor lauter Menschen sehen konnte. Zu dröhnender Diskomusik, Bier und Cocktails wurde so richtig abgefeiert. Also nicht nur zum Pokerspielen ist diese Stadt ein Eldorado, auch außerhalb ist für genug Abwechselung gesorgt. Apropos Abwechselung, nach 14 Tagen im MGM ziehe ich morgen ins Bellagio, denn auch ich brauche mal einen Tapetenwechsel bevor meine letzte Woche hier in Las Vegas beginnt.
Viele Grüße aus Sin City,
Euer Marcel
Mittlerweile bin ich wieder zu Hause. Zum Abschluss möchte ich noch eine kleine Fotogalerie von ehemaligen Poker Weltmeistern präsentieren. Sie alle habe ich in den vergangenen Tagen im Rio vor die Kamera bekommen:
Brad Daugherty |
Chris Moneymaker |
Chris Ferguson |
Doyle Brunson |
Greg Raymer |
Huck Seed |
Jamie Gold |
Joe Hachem |
Phil Hellmuth |
Scotty Nguyen |
Berry Johnson |
Gruß
Ivo Donev
www.ivodonev.com
Welch Super Orgastische Party (WSOP)
- Beigetragen von
- Stefan Schüttler
- Datum
- Sa. 14. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Noch ist sie nicht zu Ende, die WSOP 2007 und trotzdem will ich Bilanz ziehen, was mir auch so aufgefallen ist, und welche Eindrücke ich vor allem so “nebenbei” habe gewonnen:
Prinzipiell finde ich es ganz erstaunlich, WIE nahe, unbehelligt und unbekümmert man in Las Vegas an die Stars und Pokersternchen herankommen durfte. Analog müsste man bei der Fußball WM wohl an der Seitenlinie dürfen sitzen, Franz Beckenbauer oder Pele würde einen mit in die Katakomben nehmen. Von meinem mich sehr bewegenden Treffen mit Doyle Brunson habe ich ja bereits ausführlichst berichtet.
In einem Land, wo man bei der Einreise bereits um Fingerabdruck und Blick in die Kamera genötigt, kein Wurstbrot durfte bei sich haben, dort hätte ich auch am Eingang der WSOP Sicherheitskontrollen vermutet, die weit über das hinausgehen, was die Security zur Bad Beat Pokerparty selbst für nötig erachtet. Weit gefehlt: und zumindest vor dem Mainevent gab es im Rio null Kontrollen. Ob mit Lebensmittel, Kameras, selbstgebauten Sprengsätzen oder merkwürdigsten Kostümen: alles konnte man theoretisch oder auch praktisch (?) mit sich hineintragen. (Nur offensichtlich filmen darf man nicht). Zwischen den Tischen konnte man mit etwas Chuzpe und nur seltenst durch Ordnungskräfte gestört mehr oder weniger frei nach Belieben herumhopsen, bekannte Spieler suchten zuweilen geradezu den Smalltalk, schienen selbst die einzelnen Turniere gar nicht so ernst zu nehmen, und es mag Pros geben, die fast keine Chance ausgelassen haben, sich ein Bracelet zu ergattern, indem sie sich praktisch bei jedem Event auf die Teilnehmerliste ließen setzen. Manchen wie Barry Greenstein, Chris Ferguson, Todd Brunson begegnete man so täglich. Ganz erstaunlich, wie es ein Alex Kravchenko bei diversen Events geschafft hat, auf sich aufmerksam zu machen, und auch jetzt im “Main”-Event geht er wohl wieder mit sehr vielen Chips in Tag 5.
Überhaupt der Mainevent: hier scheint man die Zuschauer dann doch etwas mehr auf Distanz zu halten, oder aber es sind einfach nur doch nun viel mehr geworden? Ein wenig erinnert mich das (vielleicht auch die anderen Events) schon an Roulette, und gelingt es einem, das erste Teilziel, ITM, das Geld zu erreichen, dann ist die Mehrzahl bereits sehr short, verdreifacht das eingesetzte Kapital, einmal beim Roulette auf die richtige Reihe gesetzt…
Immerhin haben auch noch einige mir bekannte Spieler wohl Tag 5 erreicht: Dabei sind unter den letzten 118 Spielern doch noch einige mir “Bekannte: Alex Kravchenko, Huckleberry Seed, Gus Hansen, Jeff “Mr. Rain” Banghart, Scotty Nguyen (letztes verbliebenes BBB Ehrenmitglied) , Humberto Brenes, Chad Brown, Kenny Tran, Bill Edler… . Geschick, Erfahrung, Pokerskill eben spielt eben doch eine nicht unwesentliche Rolle, wobei es angesichts der regelmäßig großen Anzahl der ausgeschiedenen bekannten Pros, beim Poker eben doch nicht ist, wie beim Tennis oder dem Motorsport, wo regelmäßig und im Prinzip immer nur dieselben ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen. Nein, hier gibt es eine viel größere Varianz, auch die “Weltspitze” scheint dadurch wesentlich breiter und undefinierter zu sein. Entsprechend hatte ich eine kleine sehr freundliche Debatte mit Phil Helmuth, als ich ihn bezüglich einer Ehrenmitgliedschaft bei BBB ansprach, dass es eine große Ehre für uns sei, einen der weltbesten Pokerspieler in unseren Reihen zu haben. “Einer der Weltbesten – nicht der Beste??” entgegnete Phil Hemuth Jr, gespielt entrüstet. Meine Antwort, dass ich an die Beschreibung eines “Besten” hier nicht könne glauben, schien ihn geradezu zu beruhigen, und er meinte sehr versöhnlich: “I´m not bad”, was ich sehr guten Gewissens ihm doch zugestehen konnte. ;–)
Insgesamt habe ich eine sehr freundliche, offene und lebensfrohe Atmosphäre erlebt. Da konnte es schon vorkommen, dass ein offensichtlich us-amerikanisches Touristenpärchen beim Anblick von Chris Ferguson, laut “Jesus” über den Gang brüllte. Statt sich schnell in den VIP-Raum in Sicherheit zu bringen, blieb der Erwählte jedoch stehen, wartete geduldig, lächelte mit der Touristin um den Hals artig in die Handykamera, worauf man das Touristenpaar weiter laut lachend über den Gang entschwinden sah, während sich “Jesus” fast umsah nach weiteren Möglichkeiten, jemand noch solch einen Gefallen zu tun, bevor er dann doch im VIP-Raum verschwand.
Freundlich also war sie, diese WSOP, und fast möchte ich jenen anraten, die wie ich eher als Pokertourist nach Las Vegas wollen kommen, dies rechtzeitig zu tun. Die aktuelle Kunde ist doch mehr und mehr, dass es schwieriger geworden ist, in Kontakt zu kommen. Nun denn, die Spannung steigt, die Geldberge, um die es nun in den nächsten 3 Tagen wird gehen, sind ins fast Unermessliche gestiegen, und es bleibt zu hoffen, dass damit gerade nicht, die besondere, entspannte und großherzige Atmosphäre geht verloren. “Money doesn´t count” und solche eine WSOP, mit allen Bad Beats und erhebenden Glücksmomenten möge bleiben, ein riesiges Fest!
Liebe Grüße
Euer Stefan
- Die Reihen lichten sich
- Beigetragen von
- Marcel Assmann
- Datum
- Do. 12. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Nachdem nun die Tage 1 und 2 des Main Events vorbei sind, haben sich die Reihen der großen Stars doch merklich gelichtet. Für mich als Railbird ist das natürlich besonders schade, denn gerade wo das Feld jetzt langsam auf überschaubare Größe schrumpft, hätte man Gelegenheit mal ganz dicht an die Großen heranzukommen.
Aber die machen mir einen Strich durch die Rechnung. Einzig Gus Hansen, Carlos Mortensen und Chris Ferguson sind noch im Feld vertreten. Man braucht also kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass diesmal wieder ein Unbekannter die mehr als 8. Mio Siegprämie und das Bracelet gewinnen wird. Erfreulich ist, dass, zum Beispiel mit Andre Wagner und Andreas Krause, auch noch einige Deutsche gut im Rennen liegen. Ich werde mich dann also in den nächsten Tagen auf das Hochhalten der deutschen Farben konzentrieren.
Viele Grüße aus der Wüste,
Marcel
Teil XIV – Letzter Blog aus Vegas und Résumé
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Donnerstag. 12. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP
Gestern waren wir, (Sevi, Phred, Hans und Markus Lehmann) auf dem Stratosphere Tower zum Essen. Morgen geht es zurück und ich hab nun noch die Möglichkeit eine Abschlussbilanz zu machen.
Ich habe total 9 Turniere im Rio und im Venetian gespielt, davon waren 7 TH NL Events. Bei denen ich kein einziges All-in Spiel von mir gewonnen habe.
Zwei Events waren 7-8/E und PLO 8/E, davon einmal im Geld.
Also Turnierbilanz sehr enttäuschend.
Cashgame im Bellagio war sehr gut, keine grossen Gewinne aber dafür konstant und keine einzige Niederlage bei TH NL 10/20 und 25/50 Blinds.
Eine kleine Niederlage beim Cashgame gab es im Venetian beim Zeitvertreib bei 5/10 TH NL.
Schlussbilanz minus!
Ich war ja bekanntlich noch nie ein grosser Fan von Vegas, aber wenn man es sich hier einteilt und richtig macht, kann man gutes Geld nach Hause nehmen.
1. Die Cashgames sind sehr gut, hat auch schlechte aber man wird ja selten gezwungen diese zu spielen.
2. Die STT egal wo, sind auch sehr gut. Vor allem die 1000er im Rio. Aber da es mir dort nicht gefällt und alles zu hektisch ist, habe ich nur zwei gespielt.
Vegas hat vor allem im kulinarischen Bereich enorm viel zu bieten, die Weine sind teilweise bisschen teuer, aber die Lokalitäten sehr gut wenn man weiss wo.
Und für alle Einkaufsfreaks ist es sowieso geil hier, super Läden ohne Ende und viel günstiger als bei uns.
Wenn ich nächstes Jahr wieder komme werde ich ein paar Kleinigkeiten ändern, Amerikanische Handynummer (gehe an der Handyrechnung flach), Mietauto (damit ich in die Chinatown zu den Asiaten kann) und eventuell auch ein Haus mit paar Freunden. Dann versuche ich die Events am Anfang zu spielen, vor allem kleinere und dafür mehr Cashgame.
Es ist einfach verdammt teuer viel Events der WSOP, EPT, WPT, WSOP Europe, Amsterdam etc. ohne guten Sponsor zu spielen, da es im Turnier immer wieder sehr lange Durststrecken gibt.
So wie ich mich kenne, werde ich eh wieder alles anders machen.
So ich freue mich auf Velden und versuche auch von dort ein paar Blogs zu posten!
Cu in Velden, Rino
Goodbye WSOP – Welcome WPT
- Beigetragen von
- Marcel Luske
- Datum
- Mittwoch. 11. Juli 2007
- Schlagwörter
- Las, Vegas, WPA, WPT
So, jetzt konnte ich mich ein wenig ausruhen vom Spielen und mich um meine Gesundheit kümmern. Es geht mir auch wieder ganz gut und heute freue ich mich auf die WPT im Bellagio. Ganz untätig war ich in den letzten Tagen natürlich nicht. Zusammen mit Joe Hachem und vielen anderen guten Spielern haben wir Pläne und Konzepte für die WPA (World Player Association) besprochen und erstellt. Gerade für die WSOP 2008 gäbe es da einiges zu tun.
Es ist sicher keine leichte Aufgabe für die Organisation der WSOP soviel Personal in so kurzer Zeit einzustellen. Doch die Mängel sind zu groß und das darf nicht so bleiben. Nur zwei Tage Ausbildung. Das kann einfach nicht gut gehen. Natürlich haben sie erstklassiges Stammpersonal. Aber das reicht nicht und dann werden schnell, schnell viele Leute aufgenommen und einfach an die Tische gesetzt und kommen an den Floor. Das ist haarsträubend zum Teil. Viele haben einfach keine Ahnung von den Spielregeln und es ist ihnen scheinbar auch egal. Manchen sitzen da am Tisch und hoffen einfach dass die Zeit vorbeigeht. Vielleicht warten sie auf die Rente, aber das gibt es ja in den USA gar nicht so wie bei uns. Bei den Assistenten von den Floorleuten ist es oft ähnlich.
Wir von der WPA werden uns da bemühen, Ausbildungsstandards zu entwickeln und aktiv an die WSOP herantreten. Außerdem wegen den Regeln und der Umsetzung derselben gibt es auch einiges zu tun und wir kümmern uns darum – Bei soviel Trubel ist es kein Wunder, dass ich gar nicht zum Cashgame spielen komme. Lust hätte ich schon manchmal. Nur wenn man Cashgame spielt, muss man bereit sein sich mit seinem Rhythmus anzupassen. Dann zu schlafen, wann die Partie aufhört oder nicht mehr gut ist. Sobald man Termine hat oder wegen den Turnieren nicht frei ist in seinem Rhythmus, hat man viel schlechtere Chancen beim Cahsgame.
Deshalb lass ich es lieber sein. Mal gucken, wie es läuft bei der WPT und ich melde mich bald hier bei PokerOlymp.
Euer Marcel
Main-Event: Achterbahnfahrt mit Bruchlandung
- Beigetragen von
- Toni Vardjavand
- Datum
- Dienstag. 10. Juli 2007
- Schlagwörter
- Las, WSOP, Vegas
Ich hab mich gestern eigentlich ganz gut gefühlt und hatte mit meinem Tisch mit sehr zurückhaltenden Spielern eigentlich schon das erste Glück. Ich will Euch nicht mit vielen Details kommen, sondern nur zusammenfassend erzählen. Die Blindstruktur sieht so aus, dass sie alle zwei Stunden hoch gehen. Im ersten Level und der Hälfte des zweiten habe ich sage und schreibe ein Paar Asse, Könige und Damen und dann noch dreimal Ass-König verloren.
Mit Ausnahme einer Hand habe ich eine ganze Weile alles wegwerfen müssen. Die Entscheidungen waren auch alle richtig. Das wurde entweder beim Showdown klar oder wenn die Spieler ihre Karten trotzdem zeigten. Die Durststrecke hat mein Stack von 20.000 auf 2.700 Jeton schrumpfen lassen.
Immer noch im zweiten Level bei Blinds von 100/200 raised UTG ein Spieler auf 600, der Spieler dahinter callt, ich betrachte meine 
und denke mir jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die 600 zu zahlen. Wenn ich treffe, kann ich viele Jetons gut machen, da ja bereits zwei Spieler dabei sind. Also zahle ich die 600. Insgesamt sind es sechs Spieler am Flop.
Flop: 

(ja! Flushdraw!)
UTG spielt 3.000 an. Der nächste Spieler wirft weg, ich gehe mit 2.100 all-in, der Spieler hinter mir reraised auf 10.500 – alle anderen werfen weg. UTG geht auch noch mal all-in, wird gecallt – drei All-ins, eine interessante Kombination.
Showdown:
UTG zeigt ein Paar Asse, ich zeige meine 
, der andere zeigt J-8
Turn: 3
River:
Der Spieler mit den beiden Assen eliminiert den anderen. Ich gewinne den Main-Pot und mache aus meinen 2.700 Jetons 10.100.
Es ging so weite rund schnell war ich auf 43.000.
Ein Spieler mit 55.000 Jetons kam zu uns an den Tisch. Eine Runde später, am Ende des dritten Levels bei Blinds von 200/400: Der neue Chipleader mit seinen 55.000 raised UTG auf 1.600 – alle werfen weg. Ich saß in mittlerer Position und hielt ein Paar Asse. Eine Weile überlegte ich, raiste auf 5.500. Alle werfen weg, aber er bezahlt sofort.
Flop: 


Er checked, ich überlege mir, dass er vielleicht den Drilling getroffen hat. Ich spiele 12.000 an und er bezahlt wieder. Jetzt war es mir doch ein wenig unheimlich. Naja, vielleicht hält er wirklich ein hohes Paar. Im Turn kommt 
Witzigerweise geht er von vorn mit 40.000 All-in. Ich habe noch 25.000. Wenn ich calle ist der Pot gute 85.000 Jetons groß. Ich habe lange überlegt und letztlich gecallt. Was zeigt er mir? 
Damit war die Achterbahnfahrt für mich vorbei. Ich habe die Hand hinterher noch mit Andreas Krause und Marcel Luske diskutiert. Marcel meinte, er hätte es genau so gemacht. Andreas wiederum sagte mir: „Toni, Du hattest noch 25.000. Damit hättest Du noch viel auf die Beine stellen können. Ich hätte die Hand an Deiner Stelle weggeworfen“. Letztlich hatte er natürlich Recht.
Jetzt werde ich mich hier wieder dem Business widmen und Euch noch ein paar Bilder von den restlichen deutschen Spielern schießen, die noch dabei sind und denen ich allen die Daumen drücke.
Euer Toni
- Sieg!
- Beigetragen von
- Christian Taepper
- Datum
- Di. 10. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Und zwar Sieg der Vernunft. In Anbetracht der bösen Beats, die ich in den letzten kleineren Turnieren im Venetian und Caesars bekommen habe, hab ich mich dazu entschlossen, mich nicht ins Main Event einzukaufen. Ich habe in 2 Single-Table Satellites investiert und in einem im Headsup eigentlich schon so gut wie durch, dann aber ein All-In nach Top Pair im Flop am River gegen einen 2-Outer verloren und mich davon nicht mehr erholen können… kotz Es hat wohl (zumindest dieses Jahr) nicht sein sollen.
Ich bin inzwischen ins Extended Stay umgezogen, das gar nicht so uncool ist, 2 Zimmer, Küchenzeile, 5min zu Fuß ins Rio und Palms. Das einzig wirklich Üble hier ist die Inet Verbindung: kommt mir vor wie zu guten alten Modemzeiten, nur das die Verbindung dann auch noch mit 200 Leuten geteilt wird… grottenlangsam, nur nachts zwischen 2 und 7 läufts einigermaßen.
Was mach ich also jetzt den ganzen Tag? Ich spiele das tägliche $300 Turnier im Caesars und gehe dann ins Palms ins Kino, und spiele danach dort noch Cashgame. Die Tour hat sich bisher als lukrativ herausgestellt, im Caesars zwar noch nicht im Money, dafür aber Entspannung im Kino und die Kosten des Tages und mehr im 2/5 Cashgame wieder reinholen. Gesehen hab ich übrigens bisher Spiderman 3, Transformers und Evan Almighty. Allesamt durchaus unterhaltsam. Als nächstes ist dran Fantastic Four 2 und Live Free or Die Hard.
Noch ein Wort an meine Main Event Staker, das Geld gibt’s natürlich zurück sobald ich wieder im Lande bin
Gruß
Christian
- Der Anfang vom Ende….
- Beigetragen von
- Sven Bertolla
- Datum
- Di. 10. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Nachdem Sascha berichtete, dass er ziemlich viele Probleme mit dem Internet hatte, bringe ich das Thema mal gleich auf den Punkt: Ich bin einfach zu dämlich für das Bedienen eines Laptops im Ausland. Da mir die bayerischen Freunde Sascha und Adi jetzt aus der Patsche geholfen haben, bin ich wieder „Back to Business“.
Mein Turnierfazit in Vegas ist kurz und schmerzlos: Bei 2 Teilnahmen war ich beim NLH Buy-In USD 1.500 exakt 2.835 Plätze vor dem Geld ausgeschieden und beim Limit Shootout Buy-In USD 1.500 nur ganze 26 Plätze vom Bracelet entfernt mit einem Scheck über USD 6.700 getröstet worden. Ich spare mir jetzt die Bad Beat Geschichten, denn mein Tisch vor dem Final Table spielte einfach besser als ich. Es macht mich zwar stolz, einer der wenigen Schweizer zu sein, die eine Platzierung im Geld bei der WSOP 2007 erreicht haben, jedoch verfolgte mich das Scheitern vor dem Final Table über zwei schlaflose Nächte, die ich wie ferngesteuert vor den Slotmaschinen verbrachte (dabei auch noch gewann), anstatt mir den Frust aus den Adern zu saufen.
Danach spielte ich noch zwei Turniere im Venetian. Zweimal schied ich knapp vor dem Geld aus, aber knapp daneben ist ganz besonders in Vegas auch vorbei.
Da Adi und ich alle Arten von Glücks- und Strategie- und Sportwettspielen in irgendeiner Art und Weise vom klassischen Black Jack bis hin zum Wetten auf Schere, Stein, Papier-Turniere getestet und verloren haben, kam mir in einer meiner nächtlichen Slotmaschinen-Sessions die grandiose Erinnerung, dass ich früher beim professionellen Bingo eine 100%ige Ausbeute verbuchen durfte.
Also, bei nächster Gelegenheit ab ins Palace Station Hotel und den Turnierplan für die inoffiziellen Weltmeisterschaften im Double-Shootout-Bingo für Ü75 ausarbeiten. Gesagt, getan, es kostete mich nur ca. 10 Sekunden, um Adi von diesem außergewöhnlichen, jedoch auch höchst durchdachten Plan zu überzeugen (nach Spielregeln wurde erst gar nicht gefragt). Da mir auf Grund meines erfolgreichen Slot-Maschinen-Karriere-Programms im Excalibur Hotel jegliche Ausgaben wie Übernachtungen, Essen, usw. erspart bleiben (eigene VIP-Hostess, die täglich den Früchtekorb auf meinem Zimmer austauscht), steht mir noch ein schöner Batzen meines Budgets zur Verfügung. Nach einem Testtag, der wie vorhergesagt erfolgreich verlief (Preisgeldbetrag aus steuerrechtlichen Gründen nicht veröffentlicht, aber ich darf darauf hinweisen, dass es schon noch zweistellig war), entschied ich mich, nach langem Hin und Her und tiefschürfenden Gesprächen im Starbucks mit bereits Ausgeschiedenen und solchen, die sich online für den Weltmeistertitel bereits qualifiziert hatten, nicht am Main Event der WSOP 2007 teilzunehmen, sondern mein vollstes Engagement dem IO WSOB 2007 (die InOffizielle World Series of Bingo) zu widmen. In dem Spiel bin ich nämlich „Jesus“ Chris Ferguson und Joe Hachem vereint in einer Person.
Adi hält sich auch ganz gut, auch wenn er noch mehr auf meine Tipps zum Bingo hören würde. Er spielt zu tight und bei diesem Spiel muss man auch mal die Hosen runter lassen (so würde es zumindest Sascha ausdrücken). Bei 10 offenen Matchbällen und ca. 35 betagten Teilnehmern, die teilweise schon auf der Bahre liegen, muss man auch mal etwas riskieren. Beim Bingo gilt die Regel: Zeit ist Geld und Adi glaubt noch immer, dass er die altgedienten Mitkämpfer aussitzen kann. Langfristig gesehen mag er ja damit Recht haben, aber das wissen auch die Gegner. Somit muss man auch deren zahlreiche All-In Calls bei 10 Matchbällen interpretieren.
Jetzt noch ein paar Schmankerl und Sprüche der letzten Tage:
Nach meinem WSOP-Shootout–Erfolg wollte ich die ganze Crew zu der VIP-Charity-Party in der Voodoo-Lounge des Rio Hotels einladen. Nach zwei Stunden langatmigen Anstehens, durfte ich voller Stolz der Crew verkünden, dass ich Plätze reservieren konnte. Alle außer Adi (der hatte eine Cash-Poker-Session eingelegt und seinen Lauf auskosten wollen) hatten sich in Schale geworfen und sich hübsch für die Popstars und Hollywoodhäschen gemacht. Nachdem wir die kurze Fahrt von unserem Hotel zum Rio in den konkurrierenden Wolken unserer unterschiedlichen Moschus-Düfte geradeso überlebt hatten, nahmen wir unseren Eroberungszug durch die Voodoo-Lounge am Empfang auf. Eine freundliche Mietze fragte uns wie so üblich, wie sie uns helfen könnte und ich gab ihr meinen Namen als Reservierungsanhalt. Sie konnte weder meinen Namen noch einen Hinweis darauf finden und fragte uns eiskalt ins Gesicht: „Are you the bottle boys ???“ Sascha musste man gewaltsam von jeglichen emotionalen Ausbrüchen zurückhalten, während ich mich am Boden krümmte vor Lachen. Die Moral der Geschichte: Wer Versace trägt ist noch lange nicht Versace und bleibt weiterhin der Wasserträger :–)
Zum Abschluss noch der Spruch der Woche (natürlich von Sascha): „Poker Cash-Game im Luxor Casino ist super, musst halt nur treffen….“
Ich melde mich vor dem Abflug noch einmal und wünsche Euch bis dahin alles Gute und viel Glück.
Euer Sven u. PokerAdi+
+ PokerAdi aka Adrian Breuer
Weitere Abenteuer der bayrisch-schweizer Koalition auf www.nollipap.de
Es ist unfassbar heiß hier! In der Sonne sind es min. 55° Celsius und wir haben eine Redewendung auf die Probe gestellt.
Ein Spiegelei wollten wir auf den Steinen des Pools braten. Eigentlich hätte das Ei verdampfen müssen, so heiß wie es sich hier anfühlt, aber das Ergebnis des Experiments war eher enttäuschend.
Schon seit ein paar Tagen quält mich eine Erkältung und die mich sogar zum Arzt getrieben hat, damit ich für das Main-Event wieder fit bin. Jetzt fühle ich mich wieder einigermaßen und muss mich demnächst auch schon an den Tisch setzen.
Eine geplante Heli-Tour wollte ich eigentlich wegen meiner Erkältung absagen, aber das ging leider nicht mehr und so habe bin doch mitgeflogen. Der Rundflug ging über den Grand Canyon mit kleinem Zwischenstopp auf einem Aussichtsplateau. Wir haben die Gelegenheit natürlich für gemeinsame Fotos genutzt. Auf dem Rückflug konnten wir den Sonnenuntergang genießen und auf dem Weg zum Flughafen haben wir auch den Las Vegas Blvd. überflogen.
Diese Tour war traumhaft, zumal es für mich das erste Mal war, dass ich in einem Helikopter saß. Einmalig und ich empfehle jeden, der nach Las Vegas kommt, die 300 Dollar für diese Tour miteinzuplanen. Das sollte man auf jeden Fall erlebt haben.
In zwei Stunden findet das Main-Event statt. Ich bin eigentlich sehr optimistisch, habe ordentlich geschlafen und fühle mich trotz der Erkältung sehr wohl. Ich hoffe, dass es sich auch nach mehreren Stunden am Tisch nicht ändert und werde heute Nacht weiter berichten. Natürlich hoffe ich, dass es nicht der letzte Bericht aus der Sicht eines Teilnehmers wird. Warten wir es mal ab.
Bis dahin
Euer Toni
Teil XIII – Johnny Lodden Teil 2, Freezout
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Montag. 09. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP, Johnny, Lodden
Diejenigen die Teil X aus Las Vegas über die Online Legende Johnny Lodden gelesen haben, mögen sich an meinen Satz erinnern „Hoffe bald mit Ihm mal ein Freezout zu spielen, mal schauen wie er diese angeht.“.
Nun, dass dies so schnell der Fall sein würde, habe ich nicht gedacht und in diesem Zusammenhang auch nicht gehofft. Er sass wieder links von mir, diesmal beim Mainevent der WSOP.
Der Tisch war vermutlich einer der stärkeren der WSOP, rechts von mir Harry Demetriou, links Johnny Lodden und Minh Ly.
Johnny kam wie üblich einen halbe Stunde zu spät, setzte sich hin und gewann gleich zwei kleine Pots. Danach war aber sicher eine Stunde ruhe. Er spielte kaum eine Hand, konzentrierte sich auf die Fotografen und seine norwegischen Freunde, die im 5 Minuten Takt vorbei kamen und ihn begrüssten.
Kurz vor Ende des ersten Levels dann er Schlüsselpot der alles ändern sollte.
Harry raiste auf 400 und Johnny am Button reraiste auf 1100. Harry zahlte die 700 nach und der Flop brachte
.
Harry spielte 1400 und Johnny zahlte nach kurzem überlegen.
Turn
, Harry spielte 3500 und Johnny zahlte nach längerem überlegen.
River
. Harry checkte und Johnny spielte nachdenklich 7500, Harry hatte zu diesem Zeitpunkt noch 9000 in Chips und zahlte nach längerer Bedenkzeit.
Johnny zeigte
und Harry muckte mit dem Kommentar, „hätte wohl keinen Unterschied gemacht, wenn er Preflop gepuscht hätte!).
Nach diesem Spiel war es mit der Ruhe und Gemütlichkeit vorbei. Gratisflops gab es nahezu keine mehr, er limpte und raiste aus jeder Position. Spielte über 80% der Hände. Unter anderem limpte er in erster Position mit
und floppte Strasse mit Action von mir und Harry.
Oder er floppte mit js 6s einen Flop mit 6d 6c 2d. Checkte bis zum River durch und bekam am Schluss noch Action!
Er bezahlte auch sehr viele raises und versuchte möglichst viele Flops zu sehen.
Also, kurz Zusammengefasst spielte er relativ tight bis zum Double up und danach extrem loose aggresiv!
Nach 4,5 Stunden verabschiedete ich mich gegen Ihn mit Queens vs.
und er hatte zu diesem Zeitpunkt einen Stack von 75’000! Den Tag ein schloss er mit ca. 53’000 ab.
Wenn er bisschen zurückhaltender auf den letzten 2-3 Tischen spielt und nicht immer versucht die Turniere dort zu gewinnen, kann er auch auf den Live Turnieren ein ganz grosser werden.
Was mich betrifft, ich bin von seiner Kaltblütigkeit beeindruckt, er ist erst 22 Jahre alt!
Cu, Rino
- Kein Cash im Venetian
- Beigetragen von
- Alexander Zaja
- Datum
- So. 08. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Eigentlich bin ich ja schon eine Weile in Vegas, aber ich hatte Mega-Probleme mit dem Internet, also ist bisher aus dem Bloggen auch nichts geworden. Die WSOP hat mich noch nicht stark gesehen und gestern hatte ich doch glatt das Gefühl, dass ich unbedingt im Venetian bei einem 1000er Turnier mitspielen muss.
Mitgespielt hab dann auch, bin aber leider als 76er rausgeflogen. Neben mir saß ein Asiate, im April im Bellagio gewonnen hatte (und lächerliche 750.000 USD mit nach Hause genommen hat). Da dachte ich mir, der ist genau das richtige Opfer für mich…nach 90 Minuten war ich, wie so oft der Chipleader am Tisch. Mit 10.000 in Chips waren wir gestartet, ich hatte 22.000 daraus gemacht und dann wollte ich den Asiaten angreifen. War ‘ne blöde Idee von mir, denn er hat mir bis auf 2.500 alle meine Chips abgenommen. Schwer wurde es ihm nicht gemacht, denn er hatte fünf Mal Asse und damit jedes Mal einen anderen Spieler eliminiert. Aber danach wusste ich wenigstens, wie ich meine Gegner einzuschätzen hatte und ich konnte mich wieder auf 23.000 hocharbeiten.
Leider musste ich dann wieder einmal callen, weil mir einfach danach war. Die Chancen standen nicht schlecht, ich hatte sicher mindestens 50 Outs, aber nichts kam und ich durfte gehen. Eliminiert hat mich ein hitziger junger Afro-Amerikaner, der den ersten Dealers Cup gewonnen hatte. Sein Stil ist gut und ehrlich, nachdem er mich eliminiert hat, stehen seine Chancen doch gar nicht so schlecht, dass er auch noch gewinnt.
Aber ich muss sagen, im Venetian gefällt es mir so richtig. Die Turniere haben eine sehr gute Struktur, sowohl von der Anzahl der Chps als auch von den Blinds her. Auch sonst sind Inventar, Dealer, Ambiente und auch das Service erste Klasse. Wohlfühlen alleine reicht aber nicht. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich im Venetian noch ein richtig gutes Ergebnis erzielen werde.
Sven Bertolla saß auf Position 10 mir gegenüber, er war noch gut dabei, als ich rausgeflogen bin. Ob’s bei ihm für den Final Table gereicht hat, weiß ich leider nicht.
Heute geht es mal mit unserer Erkundungstour durch Las Vegas weiter. Bingo soll hier sehr angesagt sein ;–)
Ab morgen früh hab ich dann so ein richtiges Mammut-Programm vor mir. Ich muss mir nämlich genug Mut für das Main Event antrinken. Ja, ich hab tatsächlich beschlossen, dass ich bei diesem riesigen Turnier mitspiele. Und das, obwohl nicht mal 7 Card gespielt wird.
Melde mich bald wieder, das nächste Mal hoffentlich auch mit ein paar Bildern vom Bellagio und vom Venetian.
Gruß
Sascha
Main Event – Aus in der ersten Runde!
- Beigetragen von
- Marcel Luske
- Datum
- Sonntag. 08. Juli 2007
- Schlagwörter
- Las, Vegas, WSOP, Turnier
Leider ein kurzer Auftritt für mich beim Main Event. Ich war am ersten Tag dran und hatte mir viel vorgenommen. Aber wie immer, beim Poker spielen braucht man auch die richtige Form und die richtigen Karten. – Die Verkühlung hatte ich einigermaßen im Griff. Und das soll auch keine Ausrede sein, durch die große Hitze draußen und die unterkühlten Räume plagen sich sehr viele mit solchen Problemen.
Im Spiel selbst konnte ich nicht so recht Akzente setzen. Die Struktur ist natürlich bei so einem Event sehr langsam und auch die Spieler halten sich zurück. Meine Könige habe ich gegen A8 verloren, weil mein Gegner Drilling Acht gemacht hat. Dann noch ein paar Beats und schließlich leider mit wenig Chips und 9-9 gegen drei Spieler all-in gegangen. Da hatte ich dann Glück und haben mit Poker 9 gewonnen. Ich dachte schon, jetzt geht’s los. Aber leider war es nicht so. Mit meinem wieder erstarkten Stack A-K gefunden und mich wichtig gemacht. All-in und mein Gegner zeigt mir zwei Asse. Das war es dann auch. Ein kurzer Auftritt von mir und schon komisch wenn man bedenkt, dass der erste Tag für viele Spieler erst am kommenden Montag stattfindet.
Was einfach nicht mein Ding ist war der TV-Tisch von Start. Ich meine, ich bin immer für Spaß zu haben und auch Interviews und Fotos sind kein Problem. Dass man meine Karten sieht, daran habe ich mich ehrlich gesagt noch immer nicht gewöhnt. Es ist einfach ein anderes Gefühl, wenn man einen Move macht und damit rechnen muss, dass jemand fragt „wieso und warum“. Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich erst langsam und unauffällig in Schwung kommen kann, bevor ich an den TV-Tisch komme. Aber dem war nicht so. Egal, das Leben geht weiter. Wahrscheinlich werde ich ab kommenden Dienstag die WPT im Bellagio spielen. Sobald es etwas Neues gibt, berichte ich das hier bei PokerOlymp. Allen, die noch ihr Main Event vor sich haben, wünsche ich von Herzen viel Glück!
Euer Marcel
Teil XII – Out!
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Samstag. 07. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP, Main, Event
Gerade mal 4.5 Stunden hat es gedauert, bis der Traum vom Main Event Sieg ausgeträumt war.
20’000 Startchips, Level 1: 50/100, Level 2: 100/200, Level 3: 200/400 jeweils a 120 Minuten.
Ich baute mein Stack bis Ende Level zwei konstant auf 28’000 auf. Trotz sehr unglücklicher Tischauslosung. Rechts von mir war Harry Demetriou und links von mir wieder mal Johnny Lodden (Blogg Teil II überr Ihn später) und Minh Ly (nicht gerade eine Sympathiebombe).
Bereits in Level 2 der Key-Pot.
Drei Spieler limpen und der Button macht ein Miniraise auf 500, ich zahle im SB mit
die 400 nach, wie weitere 5. Zu sechst sehen wir den Flop:
, ich checke wie alle anderen bis zum Button auch. Der Spielt auf einen 3000er Pot 1000 an, ich raise auf 3000 und Johnny und Minh werfen weg, ein mir bekannter Spieler aus einem anderen Turnier raist 15’725 Allin, der Button überlegt und foldet.
Ich muss noch 12’725 für 22’725 nachzahlen. Für mich eine einfache klare Entscheidung, da mir immer noch über 9’000 an Chips bleiben, falls ich tatsächlich verliere.
Mögliche Hände waren
, hat er schon mal slow gespielt in einem anderen Turnier, oder ein Set 10er oder sogar J’s. K9 gebe ich ihm nicht, eher vielleicht noch 98s oder so was. Aber leider hatte er die für mich schlechteste Hand,
. Turn und River waren zwei kleine ohne Herz. Und ich war auf unter 10’000 wieder, schade.
Gleich danach verliere ich
vs.
(er macht Poker!) und hab noch 4’500.
Eine halbe Stunde nach der zweiten Pause war es dann soweit, ich raise in hinterer Position mit
und bekomme von Johnny Lodden einen call, wie fast immer. Es ist schon sehr eklig ihn rechts in für mich schlechter Position zu haben.
Der Flop:
, ich checke und er spielt mich Allin. Seien Hand
. Turn
, River
. Out!
Nach diesem Spiel war Johnny auf ca. 75’000, wie er die Chips in 4.5 Stunden aufgebaut hat, erzähle ich euch im nächsten Blog.
Ich überlege nun ob ich wie Sigi den Flug umbuchen soll, oder die nächsten paar Tage noch bisschen Cashgame spielen soll?!
Turnierbilanz ist schlecht, 7 Events nur 1x Kohle, Cashgame 100% der Sitzungen gewonnen!
Die Amerikaner mögen mich nicht so. Wenn das Geld reingeht, bin ich hin. Marcel, Markus, Sigi und Co. Ist es ähnlich ergangen.
Ich freue mich jedenfalls riesig auf die Ferien in Velden.
Rino
- Es geht los – und ich stehe erstmal draußen
- Beigetragen von
- Marcel Assmann
- Datum
- Sa. 07. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Heute war es also endlich soweit. Der Main Event und damit der Höhepunkt und zugleich Abschluss der diesjährigen WSOP hat begonnen. Voller Erwartung mache ich mich also auf ins Rio, damit ich pünktlich um 12.00 Uhr, wenn es losgeht, dabei sein kann. Aber daraus wird erstmal nichts, denn alle Eingänge zum Turnierbereich sind von unerbittlichen Sicherheitsleuten besetzt, die keine Zuschauer in den Saal lassen. Begründung und mögliche Einlasszeit sind erstmal extrem unklar und je nachdem, wen man fragt, unterschiedlich. So bleibt mir also nichts anderes übrig als abzuwarten. Zum Glück oder besser gesagt zum Ankurbeln von Umsätzen, findet im Nebenraum die “Gaming Life Expo” statt, eine Messe rund ums Pokern, auf der zahlreiche Firmen ihre Produkte anbieten. So vertreibe ich mir die Zeit dort und stocke bei dieser Gelegenheit gleich mal meine Pokerbibliothek auf. Außerdem gibt es dort die Stars zum Anfassen. So treffe ich auf Jennifer Tilly, Phil Laak und Greg “Fossilman” Raymer, der, auf meine Vornamensgleichheit mit Marcel Luske angesprochen, die Meinung äußert, Marcel würde gar nicht wie ein Holländer sondern eher wie ein Schweizer wirken. Naja wir wissen ja, dass die Amerikaner schon immer spezielle Vorstellungen von Europa hatten.

Nach zwei Stunden warten war es dann endlich soweit, dass auch das gemeine Volk in die Arena eingelassen wurde. Natürlich nur auf einer abgegrenzten Laufspur, von der aus man nur die direkt benachbarten Tische näher betrachten konnte. Aber es war trotzdem toll, mal mitten im Geschehen zu sein. Nachdem ich dann noch einen Platz auf der Zuschauertribüne des ESPN Feature-Table ergatterte und damit Doyle Brunson aus nächster Nähe beim Spielen zu sehen konnte, war der Tag auch gerettet.
Viele Grüße von der WSOP
Marcel
Mein persönliches Glückserlebnis WSOP: im VIP-Raum mit Doyle Brunson!
- Beigetragen von
- Stefan Schüttler
- Datum
- Sa. 07. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Wie kann ich beschreiben, solch eine Woche voller grandioser Erlebnisse, emotionaler Highlights, voller persönlicher Begegnungen und praktisch ohne Schlaf?
Nach einer letztendlich doch recht unkomplizierten Anreise, einem sehr freundlichen Empfang in der hochgepokert.tv-Villa, samt bereitliegendem Pressebadget ging es praktisch sofort los, und wie in einem Sog fühlte ich mich immer tiefer und weiter hineingezogen, nicht nur in die Welt der hochgepokert.tv-Berichterstattung, sondern auch in jene von Las Vegas, der WSOP mit all seinen Facetten und Nischen. Tatsächlich viel gesehen von Sin City habe ich eigentlich nicht. Vor allem das Rio, mal das Wynn und Bellagio, einmal Downtown und den Stratosphere Tower, mal Einkaufen und ein paar Restaurants. Erlebt jedoch habe ich ungemein viel, und steht einem Las Vegas per se im Prinzip ja immer offen, so sind diese Sensationen nun sicherlich unwiederholbar und in mir eingebrannt, ein Vergessen unmöglich.
Vielleicht ist es am Besten, einfach nur ein paar kleine Schlaglichter herauszugreifen, nur einen besonderen Tag:
Es ist Freitag. Zeit hat für mich nun an Tag fünf in Las Vegas fast jede Bedeutung verloren, egal ob Tag oder Nacht, nach bereits 5 Stunden Schlaf bin ich wie immer als erster im Haus wach, es ist morgens um 6. Ich sortiere die Videos vom vergangenen Tag, schreibe ein paar Berichte, der Swimmingpool mit Morgensonne, dann Duschen, auf die Schnelle mal en passant den Kühlschrank geplündert, wieder am Rechner, Informationen gecheckt….
Fast wie ein Schlag entnehme ich – es ist schon recht spät- wahr, dass DOLYE BRUNSON im 7 Card Stud den 2. Tag hat erreicht. Hatte ich ihn noch beim 50000 HORSE bedauerlicherweise verpasst, und seitdem bereits diverse andere Ehrenmitglieder für Bad Beat Berlin e.V. geworben, so war gerade ER es, der mich längst noch in Berlin in meiner Wunschphantasie “Ehrenmitglieder” auf diesen Traum hatte gebracht. Selbst bereits geworbene Neu-Ehrenmitglieder, Legenden wie Chris “Jesus” Ferguson, Barry Greenstein, Phil Helmuth noch Daniel Negreanu konnten mich über dieses Fehlen wirklich hinwegbringen, ist es doch gerade auch für mich ganz persönlich Doyle Brunson, der mit entsprechenden Schicksalsschlägen in seinem Leben vor allem auch jenseits des Pokertisches das Thema “Bad Beat” so lebensnah hat erlebt und für mich gerade deswegen auch als Ikone hat Bedeutung gewonnen. Bad Beat Berlin hat diesen Namen nunmal auch deshalb, weil ich glaube, dass der Umgang mit Glück und Pech, Frustrationen und Schicksalsschlägen beim Poker geradezu vergleichsweise harmlos und entwicklungsförderlich kann werden betrieben, gibt es doch Situationen und Geschehnisse, da ist man von einem Augenblick auf den anderen quasi zeitlebens hilflos ausgeliefert, immer wieder wohl wird man damit zu tun haben, immer wieder neu Verlust, Trauer und Schmerz möglichst zu ertragen.
Extra hatte ich also entsprechend zwei spezielle Ehrenmitgliedsanträge vorbereitet und Doyle in unserem Pokerclub Bad Beat Berlin Ehrenmitglied: ein Traum, der mir schon beim Drandenken fast Freudentränen in die Augen treibt und trieb.
Noch 45 Minuten bis zum Beginn von Tag 2, ich also geradezu noch tiefer parallelisiert nichts wie los unter die Dusche, packen, und dann alleine los, die Kollegen schlafen ihren verdienten Schlaf, kurz nach 12 im Rio angekommen, Doyles Tisch gesucht, endlich erfahre ich, dass das Turnier doch erst um 15 Uhr wieder startet. Hmmm, was nun?
Bestätigt werde ich dadurch, dass ich sein Elektromobil vor dem VIP Raum wiederfinde, immerhin, hier kann es zwar dauern, aber entschwinden kann er mir so nicht. So warte ich also ca 1 Stunde, sehe das eine oder andere Ehrenmitglied den Raum betreten, Todd Brunson bestätigt mir, dass sein Vater wohl noch eine Weile im Raum…
Die Kollegen rufen an, bitten darum abgeholt zu werden. Der Tag ist endgültig emotional im Eimer. Völlig gefrustet halte ich es für besser, mich hier nützlich zu machen, statt noch länger auszuharren. Ich finde mich mit der Situation ab, TJ Cloutier immerhin begegnet mir auf dem Rückweg, ein kleiner Lichtblick, ein neues Ehrenmitglied. Dennoch verfahre ich mich innerhalb einer kurzen Strecke 3 mal, düse erst an der Villa vorbei, meine Nerven scheinen down… es ist zu spät, die Grenze überschritten …
Zurück im Rio steht das Elektromobil von Doyle jedoch noch da, ein weiterer Lichtblick und fast meditativ nun verharre ich vor der Tür, Howard Lederer wird vorletztes Neuehrenmitglied, Sigi Stockinger muntert mich auf.
Zum wiederholten Mal öffnet sich die Tür. Es ist Doyle Brunson! Langsam zwar, doch voller Lebendigkeit, lebensfreudig und geradezu neugierig kommt er auf seinen Krücken mir entgegen, bewegt sich auf seinen Elektroscooter zu. Ich nicke ihm zu, längst die Ehrenmitgliedsurkunde in der Hand, ich denke, es sei besser Doyle würde sich erst setzen, ich hebe ihm den fallengelassenen Schlüssel seines Scooters auf, er nickt mir zu, ich beginne von Bad Beat Berlin zu erzählen, erwähne, dass ich lange auf ihn gewartet habe, welche große Ehre es für mich sei… doch sehr zu meinem Erstaunen entschuldigt sich Doyle?! Ungläubig folge ich seiner Aufforderung ihm zurück in den WSOP VIP-Raum zu folgen, wir nehmen Platz an einem Tisch in schweren dunklen Ledersesseln. Ganz in Ruhe hört sich Doyle mein Anliegen an, um leicht belustigt festzustellen, dass er mich verwechselt hat. Kurz zuvor hatte er sich offensichtlich verabredet und in der Meinung, diese Person in mir zu finden, mich nun zu ihm reingebeten. Äußert ruhig, konzentriert, zugewandt und interessiert hört er mein Anliegen an, erzählt mir von Verwandten in Deutschland und ganz selbstverständlich und geradezu geehrt nimmt er die Ehrenmitgliedschaft an. Meine zweite für ihn mitgebrachte Urkunde nimmt er dankbar entgegen, dann fragt mich nach meiner Adresse, um mir Material für unsere Mitglieder zuzusenden, zückt seine Brieftasche, um mir einen Stapel Doyles Room Visitenkarten zu übergeben. Meine Bitte, eine zu signieren, war für ihn eine Art Selbstverständlichkeit, darüber hinaus besann er sich, mir eine private Visitenkarte von sich mit Widmung und Autogramm zu beschreiben.
Meine fast als Verabschiedungs”rede” vorgetragene Bemerkung “I´m sure, you know what a bad beat is” lässt tatsächlich noch mehr Nähe zwischen uns entstehen – Doyle antwortet mit der Thematisierung einer sehr persönlichen Begebenheit, ich erzähle von meiner eigenen Erkrankung, der MS, den eigenen Schwierigkeiten beim Laufen, und dass ich bereits mit meinen 36 Jahren genau wisse, wie sich solch ein unausweichlicher Schicksalsschlag anfühlt. Eine kurze freundliche Stille -“das Leben ist manchmal nicht zu ändern” von Doyle. Mit einem Lächeln verweise ich auf mein Bad Beat Berlin T-Shirt und dem daraufgedruckten: “Money doesn’t count”, Doyle nickt, ich fühle mich tief verstanden. Ein gemeinsames Lächeln, fast wehmütig, irgendwo zu wissen, hier begegnen sich für einen Augenblick zwei Menschen, die ganz genau wissen, wir es sich anfühlt, das Gefühl und die Sehnsucht, dass einem selbst etwas sehr Wesentliches zeitlebens fehlt. Real Bad Beat. Darüber hinaus es gibt Dinge, die sind zu benennen nicht möglich.
Ich verabschiede mich tief bewegt, 5 Minuten im VIP-Raum der WSOP mit Doyle Brunson – in dem Augenblick ganz passend kommt Doyles eigentlicher Gast.
Nur glücklich, gerade diesem Menschen, dessen Geschichte mich schon immer genauso bewegt, wie sein Pokerspiel – ein Schicksal, zwischen Höhen und Tiefen, Bad Beats, die eigentlich nie wirklich sind zu ertragen. Trotz alledem ein solchen Ausmaß an Menschlichkeit, Anmutung und in sich ruhender Freundlichkeit, bestimmt nie werde ich diesen Moment vergessen.
Hatte dieser Tag auch mehr als mies begonnen. Mit diesem Fortgang jetzt schien es mir nun wie ein großes Glück. Mit Presse-Badget um den Hals hätte mich Doyle sicher nie verwechselt, ganz bestimmt hätte er auch so den Antrag unterschrieben, aber das Gespräch, die Minuten mit Doyle allein im VIP-Raum ich fürchte, es hätte sie nie gegeben.
Der Rest ist sicher vergleichsweise unwichtig für mich und entsprechend ist es sicher Zeit mich zu bedanken.
Bedanken möchte ich mich bei Ben, Alex und Emu vom hochgepokert.tv Team für diese wundervolle, lehrreiche Woche und die kreative Zusammenarbeit! Bedanken möchte ich mich für die freundliche Aufnahme des Teams PokerOlymp, für die Gespräche mit Toni, Andreas, Rino und vor allem bei Sigi Stockinger! Bedanken bei den anderen deutschsprachigen Spielern und dem Headsup mit Alex Jung bereits auf dem Rückflug! Bedanken möchte ich mich bei Rosi und Götz vom PokerOlymp-Redaktionsteam für die andauernde Unterstützung, ohne deren Geduld sicher vieles anderes gelaufen wäre! Bedanken möchte ich mich für jeden einzelnen Kommentator meiner Artikel: die Welt ist bunt und gerade die Vielfalt und Unterschiedlichkeit macht viel dazu aus!
Liebe Grüße
Euer Stefan
WSOP 2007, Main-Event , 1.Tag raus gegen 3 outs
- Beigetragen von
- Sigi Stockinger
- Datum
- Samstag. 07. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP, 2007, Mainevent, Velden
Das Main-Event begann für mich recht vielversprechend. Die Startchips von 20.000 konnte ich in den ersten 2 Levels (4 Stunden) kontinuierlich auf 35.000 ausbauen, bis mich 2 große verlorene Pots auf 5000 zurückgeworfen haben. Bei dieser langsamen Struktur und Blinds von 200-400 hat micht das noch nicht wirklich beunruhigt und anstatt auf ca. 11000 wieder aufzubauen bin ich gegen 3outer raus.
Gegner: 

Meine Hand: 

Allin vor dem Flop, am Turn traf mein Gegner einen Buben und ich war raus !
Die ganze WSOP ist nicht rund gelaufen für mich, z.B. 3x unmittelbar vorm Geld raus, meine Turnieranzahl habe ich dann auch von 15 geplanten Events auf 10 reduziert. Zu den Sponsoren der WSOP, Milwaukees Best und Partypoker gehöre ich nun auch ein wenig dazu !
Der Heimflug wartet, Urlaub & Poker in Velden heißt das nächste Ziel und ich hoffe, viele Bekannte und Freunde am Wörthersee zu treffen !
Euer Sigi
Teil XI – Die Ruhe vor dem Sturm
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Freitag. 06. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP
Nun ist es gleich soweit, das Mainevent der diesjährigen WSOP startet in ca. 1h. Ich hab so gut geschlafen wie seit zwei Wochen nicht mehr. Gründe kann es viele geben, jedenfalls freue ich mich, dass es los geht.
Das Rio hab ich seit drei Tagen gemieden. Zu hektisch alles. Ich hab die letzten zwei Tage ua. am Pool mit Chinese Poker verbracht. Sevi hat viel Talent und rasierte uns.
Gestern zum Entspannen auch noch bisschen TH NL 10/20 im Pokerraum des Bellagio.
Da gibt es mal einen Goodbeat zu erzählen.
UG raist auf 80, der nächste zahlt, ich zahle mit
und beide Blinds zahlen nach. Der Flop mit
war ein Traum, nur nicht für mich. Alle checken zu mir und ich checke mit. Turn war der
, wird ja immer besser ;( Wieder checken wir alle. Der River dann als Krönung noch das
. Und zu meinem erstaunen checken wieder alle. Dann schmeisst das SB und BB die Karten weg, danach der erste nach dem Raiser und der Raiser möchte ohne Showdown schon den Pot, legt einen $ auf die Karte und schiebt sie dem Dealer zu. Dann ruft einer „Hold’on there are more card’s. Der Raiser guckt mich verdutzt an und schmeisst sein Blatt auch weg. Alles ohne Showdown, das Gelächter war gross und ich bekomme einen $400 Pot zu fünft ohne SD. Kann ja wohl nicht sein, dass alle nur mit Suitet Connectors gespielt haben? Oder doch? Jedenfalls hab ich mein Blatt auf eine nette Bitte hin gezeigt.
So, ich mach mich jetzt ready und düsse zum Rio. Da wird ja was los sein.
cu at the Final, Rino
Kurzinfo!
- Beigetragen von
- Andreas Krause
- Datum
- Freitag. 06. Juli 2007
- Schlagwörter
- Las, Vegas, Turnier, WSOP
Für alle, die es interessiert und die mir die Daumen drücken, möchte ich bekanntgeben, dass ich am Sonntag, also am 3. Tag, in den Mainevent einsteigen werde.
Obwohl mir mittlerweile dieses Affentheater und die Abzocke hier gewaltig auf den Senkel gehen, werde ich mich noch einmal zu 100% konzentrieren und am Riemen reißen, um auch in diesem Turner etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen. Danach mache ich aber schnellstens 3 Kreuze, steige baldmöglichst nach meine Ausscheiden in den nächsten Flieger und freue mich auf eine angenehmere Umgebung und ein schöneres Leben in heimischen Gefilden!
Ich wünsche Euch ein schönes Weekend und immer daran denken, “mit einem Royal Flush gewinnt man auch nur “ein” Spiel”!
Euer Andreas
Kleine Fotogalerie aus Las Vegas 2007 – Teil 2
- Beigetragen von
- Sigi Stockinger
- Datum
- Freitag. 06. Juli 2007
- Schlagwörter
- Fotogalerie, Las, Vegas, Teil, 2
Viel Spaß beim Fotos betrachten und liebe Grüße
Euer Sigi
Barry Greenstein ist eine Ente – Joe Hachem ist eine Kuh – Und ich habe gewonnen!
- Beigetragen von
- Marcel Luske
- Datum
- Donnerstag. 05. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Jetzt mache ich mich schnell auf den Weg zum deutschen Fernsehen hier. Da gibt es eine Show und Michael Keiner hat mich eingeladen. Sie filmen, was es so Lustiges gibt in Las Vegas und dann auch in einem Fernsehstudio mit Pokertisch und so.
Ich bin leider ein wenig erkältet. Dieser Wechsel zwischen den kalten Räumen und der Hitze draußen. Normalerweise macht mir die Aircondition nichts aus. Aber diesmal hat es mich erwischt. Schnupfen, Augen tun weh und überhaupt fühle ich mich sehr abgeschlagen. Morgen ruhe ich mich dann aus. Vielleicht gehe ich ein wenig in die Sauna und bleibe sonst am Zimmer. Fürs Main Event habe ich am ersten Tag genannt und da sollte ich mich schon körperlich richtig wohl fühlen, um auch gut spielen zu können.
Wobei die Form zeigt eindeutig nach oben. Ich habe nämlich während dieser WSOP mein erstes $2000 Turnier gewonnen. Bracelet gab es keines, wahrscheinlich weil es auch nur ein 1 Table Tournament war. Immerhin musste ich Joe Hachem, Barry Greenstein, Andy Black und Joe Sebok besiegen. Das Ganze war natürlich für einen guten Zweck, gespielt wurde „Animal Snap“ und das geht so. Erstmals zieht jeder eine Karte und da ist dann immer ein Tier darauf gezeichnet. Einer war dann also ein Pferd, einer eine Kuh, einer ein Schaf usw. Dann wird das ganze Deck verteilt und man sitzt da mit seinen Karten. Wenn jetzt ich eine 9 aufschlage und Barry Greenstein auch eine 9 – und sagen wir er ist eine Ente – dann muss ich schnell „Quack“ sagen und dann gehört mir seine Karte. Hat viel Spaß gemacht, nur schade, dass es nicht einmal Punkte für die PokerOlymp Nationenwertung gibt. Aber Hauptsache, man kann mit dem Geld was Gutes tun. Weil ich gewonnen habe, durfte ich die Organisation bestimmen und habe es für Kinder in Not gespendet.
Beim Main Event ist aber Schluss mit lustig. Da muss ich wirklich konzentriert sein und hoffe, bis dahin auch wieder richtig fit zu sein. Ihr hört bald Neues von mir. Bis dahin viel Spaß.
Euer Marcel
- Ein erster Tag auf der WSOP
- Beigetragen von
- Marcel Assmann
- Datum
- Do. 05. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Trotz extremer Müdigkeit am Abend davor, ließ mich die Zeitumstellung nur bis 4.00 Uhr schlafen. Mein Hotelzimmer mit Blick auf einen Teil des McCarran Flughafens wäre sicher für alle Luftfahrtbegeisterten eine wahre Freude, denn wo kann man schon vom Bett aus die Flieger im Minutentakt starten und landen sehen? Die Lärmbelastung ist aber zum Glück gering.
Nachmittags bin ich dann zum ersten Mal rüber zur WSOP ins Rio Hotel. Nach dem 11-stündigen Flug gestern, dachte ich, es wäre sicher eine gute Idee, die knapp 3 Kilometer vom MGM zum Rio zu Fuß zurückzulegen, um die eingerosteten Knochen mal etwas auszuschütteln. Das einzige, was bei diesem Marsch durch die fast 50 Grad Wüstenhitze ausgeschüttelt wurde, war meine Wasserflasche, die nach der Hälfte der Strecke schon leer war. Okay, Vegas-Lektion Nr.1: “Bei diesem Klima ist es nur sinnvoll auf schnellstem Wege von Start-Klimaanlage zu Ziel-Klimaanlage zu kommen. Wenn dies nicht innerhalb kürzester Zeit möglich ist, dann verwendet man eine mobile Zwischen-Klimaanlage.” Was ich dann auf dem Rückweg auch in Form eines Taxis gemacht habe.

Im Rio angekommen, startete die Aktion “Railbirding”, dass heißt bevor ich überhaupt dazu kam einen Blick auf die Tische zu werfen, stolperte ich fast über Doyle Brunson, der anscheinend gerade auf dem Weg vom Final Table des $10.000 Pot Limit Omaha zu den Restrooms war. Leider war ich in diesem Moment so überrascht, als erstes bei der WSOP einer Pokerlegende gegenüberzustehen, dass ich vergaß den Auslöser meines Fotoapparates zu betätigen. Dann kam ich allerdings noch rechzeitig, um mit Thomas Bihl den letzten Deutschen beim $1,000 No Limit Hold’em Rebuy Turnier zu sehen. Leider schied er dann als 49. aus dem Turnier aus. Trotzdem mein Glückwunsch zum ersten Cash bei der diesjährigen WSOP. Ansonsten streifte ich noch eine Weile durch die Gänge des Amazon-Rooms und sog die spezielle Atmosphäre in mich auf. Ich freue mich schon, wenn der Main-Event am Freitag beginnt.
Viele Grüße aus Las Vegas
Marcel
Teil X – Johnny Lodden
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Mittwoch. 04. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP, Johnny, Lodden
Nachmittags war ich shoppen und abends Essen und Quatschen.
Hier noch mein Kurzbeitrag und Eindrücke zu Johnny Lodden.
Johnny ist halb Japaner und halb Norweger, hat Jahrgang 1985 und gehört zu den grössten Online Gewinnern auf den High Stackes Partien.
Bei den mehrtägigen Turnieren in Europa fällt vor allem eines auf, er beendet den Tag eins meistens in den Top 5 der Chipleader. Ab und zu scheidet er auch mal aus, das ist eben der Preis seines Stiles.
Nun, ich war zusammen mit Ihm am WSOP TH NL Rebuy Event am selben Tisch, leider hatte ich Ihn links von mir, was nicht sehr angenehm ist.
Ich versuchte das Beste daraus zu machen und hab Ihn mal paar Stunden beobachtet.
Erstens kam er wie ich fast eine halbe Stunde zu spät, wie sehr oft. Tags zuvor waren wir im selben Taxi ;)
Er machte sofort das Rebuy, nachdem Ihn der Dealer (die asiatischen Dealer können hier teilweise kaum Englisch) nochmals zur Kasse geschickt hat, da man am Tisch nur mit Chips und nicht mit Bargeld Rebuys kaufen konnte. Danach ging es los.
Er spielte 90% der Hände Preflop, fast egal was. Er hatte sich sehr oft eingelimpt und falls er in Position raiste, hielt er den Betrag tief. Er wollte nicht die Blinds klauen, sondern den Pot erhöhen und die Flops HU (Heads- up) spielen.
Im Flop hat er gespielt wie eine Sau. Zum Beispiel: Er raist im Cutoff ein normales 2,5x BB, der Button, ein bekannter Spieler reraist 4 faches zurück, Johnny callt. Flop
, Johnny Checkraist All-in, mit
. Er verliert das Spiel gegen
und macht ein Double Rebuy. Er puschte sehr viele Flops mit Checkraise oder Raise auf einen Bet.
Er versucht Preflop das Spiel normalerweise nicht zu puschen, aber doch viele Flops zu sehen und danach die Entscheidung zu treffen.
Seine Variation an Händen war gewaltig (
,
,
), kaum dabei waren aber schlechte Asse und Könige. Die hat er eventuell nicht bekommen, oder nicht gespielt. Da die meisten ja hauptsächlich mit Blackjack Karten gegen Ihn puschen.
Kurz vor Ende Level 2 hat er aus seinen 4000 knapp 6000 gemacht und es war vorbei mit der gesamten Action, er hat kaum mehr eine Hand gespielt und war offensichtlich zufrieden mit dem Stack. Danach ein Double Add-on und das Spiel konnte als Freezout weiter gehen.
Nun dachte ich, jetzt geht es mit dem Druck wieder weiter, aber weit gefehlt. Sehr ruhig und sehr kontrolliert waren von diesem Zeitpunkt aus seine Aktionen.
Ich hatte so den Eindruck, die Gegner haben ihn nicht interessiert, er hat gemütlich Cardplayer gelesen und Musik gehört.
Also, Ziel ist es Chips zu machen. Koste es was es wolle, Ihn hat dieser speziellen Fall $11’000 gekostet!
Hoffe bald mit Ihm mal ein Freezout zu spielen, mal schauen wie er diese angeht.
cu at the Bellagio, Rino
Erst Geld statt Final-Table und dann feiern statt trauern
- Beigetragen von
- Toni Vardjavand
- Datum
- Mittwoch. 04. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP, Las, Vegas
Das PLO 10.000 Buy habe ich mit Beteiligung mitgespielt. Der erste Tag war schon interessant. Am zweiten Tag bin mit unterdurchschnittlichen Jetons von 48.000 als einer von 54 Spielern ins Rennen gegangen.
Mit einer glücklichen Hand habe ich meinen Stack relativ frühzeitig vervierfachenund somit meine Chancen natürlich erheblich verbessern können, weit ins Geld zu kommen. Aber der Reihe nach.
Ich sitze in MP, UTG called, Patrik Antonius called, und ein weiterer ebenfalls. Ich spiele den Pot an, alle Spieler werfen weg. UTG reraised, Patrik wirft weg, der Spieler nach ihm called und geht all-in.



halte ich in der Hand. Ich habe noch genau 40.000 Jetons, der Durchschnitt lag gut 100.000 drüber. Bis ins Geld fehlten mir an diesem Punkt noch sieben oder acht Plätze, und dafür musste ich unbedingt eine Hand gewinnen. Natürlich habe ich auf Turniersieg gespielt, wusste aber auch, dass ich sehr wahrscheinlich gegen die beiden Asse spiele. Mit Double Suited als Blatt und einem Pot von 205.000 in Aussicht entschied ich mich, meine 40.000 zu investieren.
Showdown: A-A-6-7 (A7 in Herz), damit sind meine Herz schon schlecht. Der andere zeigt 7-8-9-J
Im Flop kommt zu meinem Glück J-3 und dann ein weiterer Bube.Mein Full House Bube mit Drei war komplett und ich mit 205.000 Jetons wieder voll dabei.
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Im Preisgeld angekommen, habe ich einen Riesenpot verloren mit Flop K-K-6. Ich halte in der Hand: A-K-Q-7. Ich checke, einer spielt an, ich reraise, er bezahlt. Die nächste Karte ist die fünf. Ich spiele von vorn 40.000 an und der Chipleader geht mit 400.000 all-in. Ich habe noch ca. 100.000 Jetons und entscheide mich, die Hand wegzuwerfen. Die Entscheidung war richtig, der er hat mir K-6 noch gezeigt.
Damit war die Hälfe meiner Jetons verspielt, aber ich bin als einer von 23 Spielern bereits gut im Preisgeld. Die nächste Situation: Von mittlerer Position raised ein Spieler. Ich habe ca. 68.000 Jetons und drei Asse plus König in Pik in der Hand. Mein Gegenspieler ist nicht Chipleader und macht an diesem Tisch sein erstes Spiel. Ich bin mir sicher, dass alle weg werfen, wenn ich reraise und dann und mit meinen meinen Assen hätte ich im Heads-Up gar keine so schlechte Ausgangslage. Eigentlich ist meine Hand ja kein gutes Blatt beim PLO, aber im Heads-Up wäre ich im Vorteil, zumindest dachte ich das.
Also, gehe ich mit 60.000 all-in und wie erhofft werfen alle anderen weg. Er called und zeigt mir AQ-8-5. Eigentlich wäre ich damit Favorit – aber es ist immer noch PLO. Er macht leider mit der letzten Karte eine Straße und setzt mich als 23. auf die selbige.
Sauer war ich über mein Ausscheiden nicht, denn über mangelndes Glück konnte ich mich vorher auch nicht beklagen.
Frisch aus dem Turnier verabschiedet, treffe ich auf Lothar, der mir erzählt, dass am Abend ein Gang ins Hofbräuhaus geplant ist und fast alle deutschsprachigen Spieler dabei sein werden. Entspannt wie ich war, wollte ich mir das nicht entgehen lassen und bin mit Frank und seiner Frau hingefahren.
Mit gut 15 Mann saßen wir gut gelaunt in bayrischer Atmosphäre an einem Tisch. Das Essen war großartig. Es gab Weißwurst, Brezen, Bier – für mich gleich 1,5 Liter und ein Wiener Schnitzel. Sigi hat mal so richtig reingehauen und war hinter vom Essen regelrecht erschöpft, wie ihr auf dem Bild seht. Unser Rino war nach 2,5 Liter Bier später auch noch bester Laune. Alles in allem ein gelungener Abschluss für diesen Tag. Von denen werden wir hier hoffentlich noch einige erleben.
Teil IX – Das WSOP TH NL Rebuy Schützenfest
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Dienstag. 03. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP, HB
Schweizer drücken sich aus Prinzip vor Rebuy Events, alle wollen nur Freezout spielen. Obwohl man als besserer Spieler in Rebuy Events sicher einen viel grösseren Vorteil hat, als bei Freezout Events. Man kann entweder auf viele Chips spielen und damit nachher das Turnier eher steuern, oder sehr tight und von den loosen Rebuyschlachten profitieren.
Ich wollte einfach mal sehen was Sache ist.
Gleich in der ersten Hand konnte ich mich verdoppeln im Blind Battle. Ich floppte mit
einen Flash und spielte gegen ein Paar und Strassendraw. Danach lief nicht mehr viel bis zu meinem entscheidenden Pot. Wieder der Spieler rechts von mir am Button raiste gegen die Blinds, ich im SB mit
zahlte das dreifache Raise auf 150 nur. Johnny Lodden, zu dem erzähle ich euch später noch was, reraiste 4000 All-in. Wow! Der Button callte für total 1925 Chips sofort und ich natürlich auch, hatte zu dem Zeitpunkt noch 3350. Showdown,
für den Button und
für Johnny. Nice!
Das Board
und
, autsch!!
Sidepot gewonnen, aber hatte nie mehr die Chance auf Chips zu kommen und unter 2000 für ein Rebuy war ich auch nicht mehr.
Das Add-on, ich hab es schlichtweg verpasst, da ich dringend auf die Toilette musste und da läuft man schon eine gewisse Zeit. Weiss aber auch nicht ob ich es machen wollte, zu viele Chips waren bereits am Tisch, Johnny hat zum Beispiel alleine 11k investiert!
Ende Level 3 war es soweit, meine drittbeste Hand in 2h und 50 Minuten war
, UG (ein schwächerer Spieler der viel auf Reraises wghaute) raiste auf 600 und ich entschied aus hinterer Position All-in zu Raisen (ca. 2500). Er überlegte, zahlte und zeigte mit
. Ich war hochzufrieden wie auch mit dem Flop und Turn,
. Ich habe somit auf den River sage und schreibe 20 Outs!! Im Holdem, au nicht schlecht. Aber die Pokergötter hier in Vegas mögen mich eben auch nicht sonderlich, der River
besiegelte mein nächstes Turnierschicksal.
Danach war eine deutsch/schweizerische Party im Hofbräuhaus angesagt, war lustig. Und Bier gab es reichlich.
![]()
Danach war ich mit Bernd Rygol noch bisschen in LV unterwegs, ebenfalls morgens um 02.30 Uhr in einem koreanischen Restaurant ausserhalb des Trubels.
Für unglaubliche $45 gab es ca. 1 Kilo Fleisch für zwei auf einem im Tisch eingebauten Grill, Beilagen und Suppen ohne Ende und dazu noch paar Bier.
Das gleiche Essen am Strip bekommt man sicher nicht unter $200.
Übrigens Andy Devaux hat gestern im Bellagio Turnier den Finaltisch knapp verpasst und wurde 10er.
Heute steht Cashgame, Shopping und kleinere Büroarbeiten auf dem Programm.
Später versuch ich Euch noch den Spielstil von Johnny näher zu bringen und eventuell bekomme ich ja den einen oder anderen Schweizer für ein Kurzportrait aus Vegas.
cu at the Bellagio, Rino
- Endlich angekommen
- Beigetragen von
- Marcel Assmann
- Datum
- Di. 03. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Trotz Warnstreiks der Bahn und erhöhter Sicherheitslage an den Flughäfen auf Grund der Terroranschläge in Großbritannien, bin ich heute fast pünktlich in Las Vegas angekommen. Da es in Frankfurt beim Abflug stark geregnet hat, sind die 41 Grad hier eine willkommene Abwechslung. Wobei, das werde ich in den nächsten Tagen bestimmt noch mal anders beurteilen.
Auf dem Bild ist der Blick aus meinem Hotelzimmer zu sehen, im Hintergrund das Mandalay Bay Hotel. Das MGM Grand wird also in den nächsten Tagen die Ausgangsbasis für meine Expedition in die unbekannte Welt des Live-Poker sein. Immerhin stand ich heute bei meinem ersten kurzen Rundgang zum ersten Mal neben einem wahrhaftigen Live-Poker-Tisch und hatte das Gefühl, dass das auch nicht das letzte Mal gewesen sein wird.
Jetzt heißt es allerdings erstmal nach 24 Stunden wach sein: “Ab ins Bett”.
Marcel
aus Las Vegeas
Die Welt ist nur ein “verrückter” Traum
- Beigetragen von
- Stefan Schüttler
- Datum
- Mo. 02. Juli 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Die Welt ist nur ein Traum. Einmal in Las Vegas gewesen, und sie ist endgültig verloren – die ahnungslose Unschuld. Paradise Lost, oder gerade GEFUNDEN!, blopps, und schon ist Uelzen/Las Vagas/Uelzen – überall. Mark Rothko -im Parkverbot, wahrer Wahn oder wahnhaft wahr – hier ist der Unterschied verschwommen, dünn geworden, der Grad der Erkenntnisse. Wie loswerden wieder, diese rosarote Brille, das Gefühl, soo lange glücklich geträumt zu haben , wie noch auf den Zug der Realität wieder aufspringen, abspringen, das Buffet, der WSOP-VIP-Raum, so unglaublich, ein Traum wurde wahr!!?
Was das nun hier soll? Och, nur so. Lass uns reiten weiter – am Besten – Hauptsache möglichst nicht ganz allein.
Teil VII – Sonntag im Venetian
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Montag. 02. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP, Venetian
Die Auswahl ist ja gewaltig gewesen, wie eigentlich jeden Tag. Anstatt das PLO 10k zu spielen, habe ich mich für das 1000er TH NL im Venetian entschieden.
Die Struktur ist super, man bekommt 10’000 in Chips und Stundenlevel, es fehlt nicht viel und wir haben die Struktur des Mainevents der WSOP.
Da ich zu spät gekommen bin, war ich Alternate Nr. 65, dauerte 1.75h und ich konnte mit 9400 noch einsteigen. Da die Blinds erst bei 50/100 waren, war der Nachteil gering.
Aber auch im Rio habe ich das Phänomen, sobald einer zahlt, bin ich zwar meistens gut, aber kann den Pot nicht gewinnen.
Die entscheidende Hand war dann auch typisch. Mit halbem Stack entschloss ich einen early Raiser (Raise 1000) mit
auf 3000 zu RR. Nur damit hinten einer die
finden konnte und All-in ging. Die 1800 Rest zahlte ich auch noch, obwohl ich das schlimmste befürchtete. Flop
, Turn
, River
!
Danach ging ich shoppen, das kann man in Vegas, hier at es in jedem Casino irgendeine Shopping Mal für jeden Geschmack.
So ich muss leider rüber ins Rio, da ist heute das TH NL 1000er mit Rebuy, ich weiss meine Taktik noch nicht, entweder Freezout, Rebuy sofort und dann Freezout oder munter drauf los.
Vielleicht Freezout, da im Bellagio heute auch noch ein schönes 1500er ist.
WSOP 2007, # 50, Pot limit Omaha World Championship
- Beigetragen von
- Sigi Stockinger
- Datum
- Montag. 02. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP, 2007, Event, 50, Pot, limit, Omaha, Championship
314 Teilnehmer ergaben einen großen Prizepool, 1. Preis $ 769.000,—
Mein Tisch war mit vielen bekannten Gesichtern besetzt: Michael Keiner, Patrick Antonius, Eric Lindgren, Gus Hansen, später kam noch Ben Roberts dazu. Trotz dieser Kaliber oder vielleicht auch deshalb war die Partie äußerst lebhaft. Mir erging es ähnlich wie Michael Keiner, nur mußte ich etwas länger leiden, nur 1 Pot gewonnen, das war zuwenig und ich mußte nach 6 Stunden Abschied nehmen. Von Anfang an war ich diesmal chancenlos und mußte mitansehen, wie leicht man mit etwas Glück zu Chips kommen kann. Patrick Antonius brauchte fast nichts unternehmen, nur noch gewonnenen Chips stapeln.
Jetzt ist wieder mal Pausieren angesagt. Bevor das Mainevent beginnt, ich spiele Freitag 6. Juli, würde mich noch ein Turnier besonders interessieren, am Mittwoch # 54, No Limit Deuce to Seven, 1 draw, 5k buyin. Das Turnier ist mit Rebuys, vielleicht probiere 1 buyin , one Shot for big money, wie der Ami so sagt.
Gruß aus Las Vegas
Euer Sigi
Vierter Platz ist auch gut – $10 000 Pot Limit Omaha ich komme!
- Beigetragen von
- Marcel Luske
- Datum
- Sonntag. 01. Juli 2007
- Schlagwörter
- Turnier, WSOP, Omaha
Vielen Dank für die netten Wünsche. Jetzt mache ich mal ein kleines Resumee zu meinem Auftritt am Finaltisch. Als Chipleader anfangen ist natürlich schön. Aber es war schon sehr teuer und der Unterschied zwischen Chipleader und kleinem Stack war vielleicht zwei Hände und sicher nicht mehr. Dann habe ich noch einen sehr großen Pot versäumt. Einen exzellenten Low Draw und zwei Paar vor der letzten Karte und dann doppelt kaputt. Low ist nicht gekommen und die zwei Paar von einer Straße tot gekauft. Dann kann man halt nichts machen. Es braucht ein bisschen Glück und gute Karten sonst sind die Chips ganz schnell weg.
Eine wirklich teuere Hand war für 2-4-6-8 und der Flop war Q-5-3. Auf zwei Züge 19 Karten für mein Low. Es ist aber ein König gekommen und eine weitere Dame. Dann musste ich einfach noch einen Bluff versuchen, weil mit 8 Hoch gewinne ich sicher nicht. Mein Gegner hat lange überlegt und dann mit dem K bezahlt. Gute Entscheidung, aber leider schlecht für mich. – Aber ich freue mich auch über einen 4. Platz. Wirklich wahr. Und außerdem guckt die Nationenwertung bei PokerOlymp auch ein bisschen besser aus.
Was ganz nett am Tisch. Mein Nachbar Marvin Joe Ryan hat sich so sehr gefreut, an einem Finaltisch zu sein. Zum ersten Mal dabei und ein Satellite gewonnen für das Turnier. Seine Frau war da und seine Tochter und Marvin waren so stolz und glücklich, dabei zu sein. Und seine Familie auch. War sicher ein tolles Erlebnis und der 5. Platz für ihn ein großer Erfolg.
Ich hatte auch nur noch wenig Chips und bin kurze Zeit danach vom Tisch gegangen, als Vierter eben.
Heute geht das $10.000 Buy in Pot Limit Omaha Turnier los. Viele starke Spieler, unter anderem Robert Williamson und mein Freund Devilfish. Aber ich bleibe optimistisch und werde weiter angreifen. Einmal möchte ich auch ein Bracelet gewinnen und vielleicht klappt es diesmal. Bis zum nächsten Mal.
Euer Marcel
Teil VII – Schlimmer als in einem Bienenhaus
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Sonntag. 01. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP
Heute war Lotto angesagt, TH NL $1500. Weit über 3000 Nasen und eine Ellenlange Alternate Liste. Kaum waren paar ausgeschieden wurde wieder ein ganzer Tisch neu aufgenommen, usw. Zum Spielen sehr mühsam und sehr laut. Jetzt endlich weiss ich, wieso viel gute Amis den Bose Kopfhörer mit Rauschunterdrückung haben, einfach viel angenehmer.
Ich hatte soweit einen sehr guten Tisch, konnte sofort von 3k auf 5,5k aufbauen. Meine Taktik war sehr aggressiv und aktiv. Bei so einem grossen Feld mit solch schnellen Limitsteigerungen muss man einiges riskieren.
Eine Hand habe ich mich verblufft und danach gegen einen Ahnungslosen fast alle Chips verloren.
Von den rund 15 Schweizern ist Mark noch sehr gut dabei, alle anderen sind glaub bereits ausgeschieden.
Heute steht das PLO $10’000 auf dem Programm, ich werde es mitspielen, aber nur wenn ich mich fit fühle. Hatte doch die letzten zwei Nächte bisschen mühe mit schlafen.
Wobei als Schweizer ist Las Vegas mit seinen Turnieren ein absoluter Blödsinn und nicht spielbar, wir zahlen 30% Tax, direkt abgezogen. Und nur mühsam bekommt man einen kleinen Teil wieder.
So, muss ins Bett, damit i au ja fit bin.
Euer Rino<;/p>
WSOP 2007, # 48, Deuce to Seven triple draw, 2 Plätze vorm Geld raus !
- Beigetragen von
- Sigi Stockinger
- Datum
- Sonntag. 01. Juli 2007
- Schlagwörter
- WSOP, 2007, Event, 48, Deuce, to, Seven
209 Spieler traten an, darunter viele 2-7 Spezialisten. Mit den Rebuys gab es einen sehr lukrativen, hohen Prizepool, 1.Platz $ 227.000,—
Für viele Pokerinteressierte klingt diese Spiel etwas exotisch, aber es sind eine Menge Finessen drin, z.B. Positionsspiel ist das Um und Auf.
Die bestmögliche Kartenkombination schaut so aus:





Die schlechtesten Karten sozusagen sind die Nuts, kein Flush und keine Straße darf es sein, sondern ganz einfach Schrott gewinnt.
Da ich oft solche Hände bekomme (wahrscheinlich denkt sich das jeder von euch) , dachte ich mir, das könnte mein Turnier bei der WSOP 2007 werden. Nach einem ausgezeichneten Start bei niedrigen Blinds konnte ich die Position nicht halten und wurde immer shorter mit der Fortdauer des Turniers. Schlußendlich wurde es der 26. Platz, wobei der 24. Platz $ 5414,—bekommt und ich nicht mal einen feuchten Händedruck.
Morgen gehts weiter mit meiner Lieblingsdisziplin, Pot limit Omaha 10k buyin. Trotz allem geh ich sehr optimistisch ins Turnier rein und werde versuchen, das Bestmögliche zu erreichen.
LG aus LV
Euer Sigi
Manchmal kommt das Glück ganz plötzlich
- Beigetragen von
- Stefan Schüttler
- Datum
- Sa. 30. Juni 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Werte Pokerfreunde,
zeitweise geschehen Zeichen und Wunder, liegen Glück und Pech, emotionale Höhen und Täler, was auch immer dies möge bedeuten dermaßen eng beieinander, eine Unterscheidung gar scheint kaum noch möglich. Als Pokerspieler wahrscheinlich nur dem Gewinn eines Bracelets vergleichbar, ist mir gestern als Pokerfan ein gar unglaublich großartig, beglückendes Erlebnis widerfahren, dazu werde ich ein wenig brauchen, bis ich nur in der Lage bin, Worte zu finden, meine Emotionen nur annähernd kann sortieren. Muss ich an dieser Stelle also noch um Geduld und Aufschub bitten, so kann ich bereits heute von einer Begegnung so ungefähr von vorgestern berichten, die sicher auch nicht ganz ohne, dem einen oder anderen hoffentlich ein kleines Lächeln mag zaubern in das Gesicht:
Nachdem es DIE Deutsche Pokerspielerin per se nun allen Kritikern, Linguisten und Interviewern dieses Jahr bei der WSOP aber auch so richtig hat gezeigt, und ist allerspätestens nun mit dem Bracelet geschmückt jeglicher ironischer Bemerkungen so gut wie enthoben, scheint sich spätestens inzwischen geradezu eine Armada neuer Pokerspielerinnen und Sponsoren aufzumachen, um IHR nachzueifern. Wahrlich, so könnte es gewesen sein: Haben gerade auch die am Pokertisch und daneben erduldeten Frustrationen zu erheblicher Entwicklung geführt? Der Erfolg gibt Recht und zumindest das Potential oder aber die Notwendigkeit dazu scheint mir besonders hier im folgenden Fall gegeben:
Exklusiv durfte ich vor den Toren von Las Vegas Tiffi Taler, einen weiteren – nun doch vom Pokerfieber völlig befallenen – hoffentlich bald aufgehenden Stern am deutschen Pokerhimmel in ihrem modänen Trainingslager besuchen und ein bescheidenes Interview mit ihr führen. Tiffi verfolgt dabei inzwischen derart gespannt und parallelisiert die bisherigen WSOP Geschehnisse und ihre Protgagonistinnen, dass sie jetzt entschlossen hat, sofort persönlich ins Geschehen einzugreifen. Allerdings hat sie auch jetzt schon, wie man ganz deutlich sehen kann, all das Zeugs, was man braucht, um zukünftig eine megaerfolgreiche Pokerspielerin, wenn nicht gar Weltmeisterin zu werden. Entsprechend wurde sie auch bereits von einem niegelnagelneuen Sponsor entdeckt, der sicher demnächst noch vieldeutig von sich Reden machen wird. Aber nun endlich – Sehen Sie selbst:
Auf dieses Turnier habe ich mich besonders gefreut. Früh aufstehen, bisschen Sport und danach auf Bracelet jagt gehen. Aber gleich in der ersten Hand werden meine Chips halbiert.
Mit 
limpe ich ein, treffe die Q und verliere gegen Set 3er!
Danach baue ich mich wieder gut auf, bis im Level vier während der Massage die entscheidende Hand kam.
Vier Limper und das SB zahlt nach, ich im BB checke mit 
. Der Flop kam, 

. Ich checke, ein Limper spielt 2/3 Pot und alle bis zu mir folden. Ich entscheide mich für die schmerzlose Variante und spiele gleich All-in.
Zu meinem überraschen zahlt er und zeigt 
. Nach dem Turn,
und dem River,
, war dieses Abenteuer auch vorbei.
Nach einem guten Essen im Sensi mit „phred“ und Hans , konnte ich die Verluste beim Cashgame bisschen wett machen.
Heute waren neben mir noch „Phred“, Anton Allemann und Oliver Bühler am Start. Weitergekommen ist glaub niemand.
Heute waren über 2000 am Start, morgen beim 1500er sind es bestimmt nochmals 500 mehr.
Also, hoffe morgen aus Schweizer Sicht positivere Dinge erzählen zu können.
Euer Rino
WSOP 2007 – Mein Fazit
- Beigetragen von
- Hanno “jjacky” Offen
- Datum
- Sa. 30. Juni 2007
- Schlagwörter
- LasVegas
Das Main Event hat noch nicht einmal begonnen und ich schreibe schon mein Fazit…
Seit letztem Samstag bin ich wieder zu Hause in Hamburg. Die ersten Tage hier waren merkwürdig. So unwirklich einem Las Vegas zunächst vorkommt, so merkwürdig ist es, es wieder zu verlassen. Plötzlich wird es nachts wieder dunkel, draußen ist es kälter als drinnen, die Straßen sind schmal und man hält sich nicht den ganzen Tag in Kasinos auf.
Organisation der WSOP
Schon vor meiner Anreise habe ich viele böse Geschichten gelesen, was dort alles im argen liegt. Die Kritikpunkte, die immer wieder genannt wurden waren in der Reihenfolge:
1. Das Zelt: Oft sehr warm und bei Wind sehr laut
2. Lange Warteschlangen beim Cashier
3. Verspätete Turniere
4. Schlechte Struktur der Turniere
Mit Warteschlangen hatte ich fast nie zu kämpfen. Einmal schien die Schlange recht lang zu sein, aber selbst da beschränkte sich die Wartezeit auf kaum mehr als 5 Minuten. Da kann ich mich sicherlich nicht beklagen.
Im Zelt habe ich nur einmal gespielt, nämlich gleich am ersten Tag. Ob der Nachricht ich müsse im Zelt spielen, fing ich gleich an zu schwitzen. Dort angekommen merkte ich aber, dass meine Sorge unbegründet war: Die Temperatur war für mein Empfinden optimal. Mit Jeans und langem Hemd war es genau richtig. Ganz anders drinnen im Amazon Room. Dort war es geradezu unglaublich kalt. Bei meinem dritten Turnier war es besonders frostig. Trotz meiner Jacke war mir so kalt, dass ich, ohne eine Pause abzuwarten, ein Sweatshirt beim Merchandising Store gekauft habe.
Verspätet begonnen hat nur eines meiner Turniere, nämlich das 1.500$ Shootout. Dies lag daran, dass für den Spielmodus die Spieleranzahl 900 betragen musste. Um diese Zahl zu erreichen, wurde etwa 30 Minuten zu spät angefangen. Die Verspätung war also gering und nur bei einem von 5 Turnieren – sehr passabel wie ich finde.
Die Kritik an der Struktur der Turniere bezieht sich hauptsächlich auf Limit Varianten in denen die ersten Blindlevel so niedrig sind, dass diese Spielrunden quasi irrelevant sind. Am Final Table werden die Limits dann derart schnell angehoben, dass ordentliches Spiel kaum noch möglich ist. Dazu kann ich wenig sagen, weil ich ausschließlich No Limit gespielt habe. Dort hat mir die Struktur gut gefallen. Lediglich die Startchips hätten etwas zahlreicher ausfallen können. Gerade bei den 1.500$ Turnieren mit 3.000 Chips waren schon ab dem zweiten Level (50/100) die Blinds unangenehm hoch.
Vermutlich hatte ich viel Glück oder war einfach zur richtigen Zeit da. Das größte Chaos herrschte ganz am Anfang. Zum Main Event werden sicherlich auch so viele Leute da sein, dass es einiges zu bemängeln geben wird. Aber wie gesagt, ich habe nicht unter Organisationsmängeln gelitten.
WSOP für mich persönlich
Für mich war es ja die erste Teilnahme an der WSOP. Mit einem 44. Platz von über 1.600 Teilnehmern bei nur 5 gespielten Turnieren bin ich sehr zufrieden. Es hätte natürlich noch deutlich besser laufen können, aber bei Coinflips (50:50 Situationen) und preflop All-Ins insgesamt hatte ich wenig Glück.
Die Spielstärke der Gegner empfand ich als eher beruhigend. Am ersten Tag hatte ich einen extrem starken Tisch erwischt. Ansonsten waren aber eigentlich immer ein oder zwei sehr schwache Spieler dabei oder zumindest eine größere Zahl von Gegnern, die öfter mal leichte bis mittelschwere Fehler gemacht haben. Einmal hatte ich das Vergnügen einem Omaha Hi Low Spieler als Zuschauer in die Karten gucken zu können. Dieser war unglaublich ahnungslos. In den drei Händen die ich zugeschaut habe, hatte er jeweils vollkommen hoffnungslose Blätter. Trotzdem callte er jedes mal bis zum Showdown und wurde folgerichtig alle 3 hände gescoopt (er gewann also keinen Teil des Pots). Das macht Lust darauf, auch mal die “exotischen” Varianten gelegentlich zu spielen.
Auch abseits der Pokertische war der Aufenthalt sehr interessant und hat viel Spaß gemacht. Wenn sich also nächsten Jahr wieder die Gelegenheit ergibt die WSOP zu spielen, wovon ich fest ausgehe, bin ich bestimmt wieder dabei.
Zum Schluss möchte ich allen, die noch bei der WSOP spielen viel Glück wünschen und mich für das Lesen meines Blogs bedanken.
Hanno “jjacky” Offen
Aus …Hamburg
Finaltisch – Ich komme!
- Beigetragen von
- Marcel Luske
- Datum
- Freitag. 29. Juni 2007
- Schlagwörter
- Las, Vegas, Turnier, WSOP
Ihr wisst das sicher schon aus den PokerOlymp News. Heute ist Finaltisch und ich freue mich dabei zu sein. Mein Gefühl ist eigentlich sehr gut. Es sind auch starke Spieler am Tisch, die genau wissen was sie tun. Aber meine Form ist immer besser, ich habe viel Erfahrung mit dem Spiel und sehr gut Chips. Also vieles ist möglich und ich muss gucken, was ich erreichen kann.
Jetzt gehe ich mal in den Gym. Nur ein wenig und nicht zu wild trainieren. Vielleicht noch in die Sauna und dann habe ich einen Termin mit dem Fernsehen. Etwas offizielles, ich glaube die WSOP hat da eine Kooperation mit einer bestimmten Fernsehanstalt. Apropos das holländische Fernsehen ist auch schon da. Ich dachte, die kommen erst zum Main-Event, aber vielleicht kommen sie gerade richtig! Morgen werden wir es wissen.
Noch eine lustige Geschichte vom ersten Tag. Ich war am Tisch mit Erik Seidel. Er ist rechts von mir gesessen und so hatte ich die ganze Zeit Position. Mein Stack war immer so zwischen 4000 und 7000 und irgendwann bin ich dann auf 2000 heruntergefallen. Trotzdem habe ich mich gut gefühlt und langsam den Tisch im Griff gehabt. Wichtig war nur endlich einmal gute Karten zu bekommen. Jedenfalls habe ich Erik Seidel, der sicher 12.000 in Chips hatte, eine Wette angeboten. Um $500 und ich habe gesagt, er fliegt vor mir aus dem Turnier. Erik Seidel hat ungläubig den Kopf geschüttelt und die Wette angenommen.
Jedenfalls sind dann die guten Karten gekommen. Für mich zumindest und nicht für Erik. Irgendwann hatte er dann nur weniger als 300 Dollar in Chips und ich hatte kräftig dazu gewonnen. Obwohl es am Tisch diskutiert wurde, wollte sich Erik Seidel nicht für $475 aus der Wette auskaufen. Dann war er draußen und mein guter Lauf ist weitergegangen.
Noch ein paar Worte zu den deutschen Spielern. Oder heute Mal zu Katja und Michael Keiner. Also Michael ist schon so lange dabei und ist ein wirklich sehr guter Spieler. Das er jetzt mit dem Bracelet die Bestätigung bekommen hat, ist traumhaft und ich freue mich sehr für ihn, weil er es ganz sicher verdient hat.
Und zu Katja. Auch eine ganz dicke Gratulation. Sie hat sich so viel Mühe gemacht und spielt auch im Moment sehr stark. Eine ganz tolle Leistung und sicher auch wichtig für Poker in Deutschland. Ich freue mich für beide sehr. – Jetzt muss ich aber gucken, dass ich weitermache. Bitte Daumen drücken für meinen Finaltisch.
Euer Marcel
Gestern stand bei mir ganz oben auf der Liste das Texas Holdem 6-Handed $5000 Turnier, über 728 Spieler und eines der stärksten Felder überhaupt.
Da ich hier in Las Vegas sehr viel arbeite, Dinge die Zuhause mit Familie nicht einfach sind, habe ich leider auch dieses Turnier um 12 PM verschlafen.
Danach war ich ziemlich angefressen, ist eine meiner Lieblings Disziplinen und ich spiele dieses Spiel nun auch schon Jahre Online mit Erfolg.
Danach wusste ich nicht viel anzufangen und fuhr einfach mal ins Rio, da ich das $2500 im Bellagio nicht unbedingt spielen wollte, Schweizer zahlen im Bellagio 30% Steuer und die lassen auch nicht mit sich diskutieren. Im Rio hatte man vor zwei Jahren noch die Möglichkeit jemanden für sich unterschreiben zu lassen. Dieses Jahr ist diese Option anscheinend auch weg. Die Kanada Variante ist mühsam und dauert lange bis man zu der Kohle kommt. Und 10% sind dann immer noch weg.
Im Rio hat mich Toni zu einem Sit and go $1030 überredet.
vs.
und danach
vs.
und es war vorbei, zwei mal knapp Favorit. Die Turniere werden mit 15 Minuten Levels gespielt und man muss spielen, man kann nicht zu lange warten.
Das Seven Card 8/E startete um 5 PM. Da ich unschlüssig war, habe ich mich vorerst nicht angemeldet, es ist ein 2-Tages Event und wenn ich Tag 2 erreiche, kann ich das heutige TH NL $2000 nicht spielen und dieses will ich unbedingt gewinnen ;)
Um 5.30 PM habe ich es trotzdem noch einbezahlt und kurz mitgespielt (so. ca. 3.5h). Das Feld war ziemlich gross und es spielten viele mit, die von diesem Spiel kaum ne Ahnung haben, aber was sind schon $1000 für eine Bracelet Jagt.
Zwei Monsterdraw’s und einmal unglücklich den ganzen Pot verloren und ich hatte wieder Zeit mit Sigi essen und früh ins Bett zu gehen.
Vorher war ich noch schwimmen, hab mir dies täglich vorgenommen, aber nachmittags hat es schlicht weg zu viele Leute und schwimmen ist unmöglich.
Also, bin zwar bisschen müde, aber ready für dieses Megaevent in knapp einer Stunde. Werden sicher 2000 Spieler sein, da braucht es neben Können auch Kartenglück.
Gestern sind glaub noch viele Schweizer Jungs angekommen, mal schauen wer noch spielt heute. Phred und ich sind mal dabei.
Und zwei unserer PO-Jungs sind ja auch super im Rennen, Marcel als Chipleader im 0 8/E und Andi beim 7 8/E. Also bis später….
Euer Rino
Nicht mein bester Turniertag
- Beigetragen von
- Toni Vardjavand
- Datum
- Freitag. 29. Juni 2007
- Schlagwörter
- WSOP, Las, Vegas
Das 5.000er Turnier habe ich nun doch nicht mitgespielt. Es hatten sich nur 39 Spieler angemeldet, darunter auch viele sehr, sehr starke. Ich war irgendwie nicht in Stimmung und habe es eben sein lassen. Danach war ich ein wenig in Vegas unterwegs, habe später Frank, Shahin und Andreas Krause getroffen. Gemeinsam haben wir entschieden, am Abend das $1.000 Buy-in Turnier im Bellagio mitzuspielen.
Ich bin nach nur zwei Stunden aus dem Turnier geflogen. Bei dem Turnier hatten gut 100 Spieler teilgenommen und es war wirklich unglaublich schwach besetzt. Mein letzte Hand sah so aus:
Bei Blinds von 50/100 in zweiten Level saß ich mit ca. 4000 der ursprünglichen 5000 im Big Blind. Es callen sechs Spieler, darunter auch der Small Blind. Es sind 700 Jetons im Pot. Ich halte Ass-Dame im Karo und raise auf 700. Zwei Spieler, die viele Hände und auch sehr schlecht gespielt haben, callen meinen Raise.
Flop 3-3-A
Ich spiele von vorn 700 an. Einer wirft sofort weg, der andere reraised mich. Ich bin 100% sicher, dass er das Ass mit einem schlechteren Kicker hat. Ich gehe sofort All-in, er called mich und zeigt mir Ass-6. Und wenn es schon nicht sein soll, dann aber richtig und somit kommt im Turn natürlich die Sechs. Pot verloren, Turnier beendet.
Gestern hatte ich vor, bei der WSOP das 5.000er Short Handed Turnier zu spielen. Auch das habe ich sein lassen, weil ich gegen Mittag zwei Termine hatte und ich es nicht geschafft hätte, pünktlich an den Start zu gehen.
So viele Turniere werde ich hier aber auch vermutlich nicht mehr mitspielen. Das Main-Event nehme ich aber auf jeden Fall mit. Und vielleicht noch zwei weitere, so dass ich insgesamt auf 10 oder 11 gespielte Turniere komme. Das entscheide ich noch spontan. Je nach Zeit.
Marcel, ich wünsche Dir heute viel Glück am Final Table. Endlich das erste Bracelet würde ich Dir vom Herzen gönnen.
Tschüs,
Toni
Teil IV – Der Tag danach, Kopfschmerzen, gut Essen und Cashgame
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Freitag. 29. Juni 2007
- Schlagwörter
- WSOP
Hier noch ne kleine lustige Geschichte.
Es war einmal….. vor 2 Jahren wollten wir ins Light, die Disco im Bellagio. Am Wochenende so gut wie unmöglich, da muss man sehr gute Überredungskünste haben, vor allem wenn wir 5 Männer ohne Frauen sind. Die Schlange war so ca. 50-100 Meter, also schnappt man sich einen Huni in die Hand und geht dem Türsteher Händchen schütteln, funktioniert immer, ausser man hat wie Markus weisse D&G Schuhe für $500 an, dann winkt der Mann ab und sagt „No withe shoes!!!!!“ Ich konnte mich kaum mehr halten vor lachen, D&G ist nicht alles, schwarze billige $30 Schuhe hätten gereicht.
Heute ist im Wynn’s Lure Night, aber ich kann nicht, Regeneration ist angesagt.
Mit Sevi und „Phred“, seine Blogs wird er übrigens bei www.pokeraction.info zukünftig veröffentlichen, sind wir heute ins Smith & Wollenski ein mega Teil eines Steaks essen gegangen.
Danach noch bisschen Texas No Limit 10/20 im Bellagio zum Ausklingen, immerhin die Tagesspesen reingeholt, hab ja unsere Jungs im S&W eingeladen. Jetzt im Zimmer noch bisschen arbeiten, damit Ihr auch was zu lesen habt.
Ich bin noch unschlüssig, was ich heute Nachmittag spielen soll, TH NL 6-handed oder Stud 8/E oder das $2500er im Bellagio, bei denen gibt es für jeden Sieger ein 25’000 WPT Seats.
![]()
Oder einfach Cashgame, das Angebot ist riesengross und für jedes Budget.
Kurz zu den Schweizern, Phred ist am zweiten Tag beim Limit Event knapp vor dem Geld raus und Sevi hat auch nichts gemacht.
Euer Rino
Countdown!
- Beigetragen von
- Andreas Krause
- Datum
- Donnerstag. 28. Juni 2007
- Schlagwörter
- Las, Vegas, Turnier
Nachdem ich die letzten Tage sehr wenig gepokert habe, weil mich eine böse Erkältung erwischt hat, bin ich seit gestern gesundheitlich auf dem Wege der Besserung. Die letzte Woche war somit eine Nullrunde, aber nach meinen anfänglichen Erfolgen kann ich das recht gut verkraften.
In dieser Woche werde ich noch ca. 2 – 4 Events spielen und mich dann voll auf das Mainevent konzentrieren.
Die Spannung steigt allmählich und ich bin guter Dinge, dass ich hochmotiviert und topfit in das größte und bedeutendste Pokerturnier auf diesem Planeten, welches Samstag nächste Woche beginnt, starten darf! Die Struktur gefällt mir sehr und ich stelle mich jetzt schon mental auf anstrengende und langandauernde “Sitzungen” ein.
Eigentlich möchte ich schon seit längerer Zeit wieder ins good old Germany zurück, da ich die fetten Cheeseburger, Klimaanlagen, rotlackierten weiblichen Fußnägel, Silikonkissen, Baseballspiele im TV, das Automatengeklimpere und das überfreundliche und unpersönliche “How are you?” der Amis übersatt habe!
Aber was macht man(n) nicht alles dafür, um dieses Mammutturnier nächste Woche hier spielen zu dürfen!
Gott sei Dank gibt es hier im Hotel wenigstens einen recht ordentlichen Fitnessraum, in dem ich mich regelmäßig austoben kann und meine aufgestauten Aggressionen abbaue, um danach mit neuem Elan bestückt und motivierter als zuvor ins Pokerschlachtfeld zu ziehen.
Aber nun ziehe ich mir erstmal in meinem Bettlein die Decke über, wünsche mir eine gute Nacht und Euch allen ein frohe und gesunde letzte Juniwoche und immer daran denken – “ein Fullhouse ist zwar etwas Schönes, aber nicht das Ein und Alles”.
Euer Andreas
Kleine Fotogalerie aus Las Vegas – WSOP 2007
- Beigetragen von
- Sigi Stockinger
- Datum
- Donnerstag. 28. Juni 2007
- Schlagwörter
- Fotogalerie, Las, Vegas, WSOP, 2007
Viel Spaß beim Fotos anschauen, heute verschone ich euch mit Bad Beat Stories !
Euer Sigi
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