Howard Lederer und die mathematische Neutronenbombe
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- Jan Meinert, Dienstag. 23. September 2008
- Schlagwörter
- youtube, weed, video, pokertube, clipcorner
So, jetzt ist es an mir, hier in der Fun Zone jede Woche die krassesten Pokerclips zu präsentieren. Eigentlich genau das, was ich ohnehin schon den ganzen Tag tue: Pokervideos schauen und sie Leuten zuschicken – ob sie nun wollen oder nicht. Diese Woche haben wir einen traurigen Professor, eine statistische Neutronenbombe, kaputte Pokerjunkies, einen, der das Dümmste macht, was in einem amerikanischen Casino überhaupt machen kann und zwei alte Bekannte – lassen Sie sich überraschen. Viel Spaß mit den Clips …
von Jan Meinert
Erster Platz
Howard Lederer – Aces cracked
Eigentlich nichts Besonderes, wenn Asse geknackt werden, aber Howard Lederer, den Professor of Poker, dabei zu beobachten macht einfach Laune. Achten Sie vor allem auf das Mahlen der Kiefer des armen Pokergelehrten – wie bei einem schlechten Schauspieler. Der undurchschaubare Lederer sackt innerlich dermaßen zusammen. Man muss Angst haben, dass kein schwarzes Loch entsteht, welches die gesamte WSOP 2008 in sich aufsaugt. Irgendwie hat es Lederer aber auch verdient. Immerhin musste ich mir mal sein Pokerlehrvideo anschauen, wo er gefühlte 10 Stunden lang umständlich und mit extrem monotoner und sonorer Stimme erklärte, wie man sich aus dem Plastikrücken eines Schnellhefters eine Cut-card bastelt.
Zweiter Platz
Royal Flush vs. Quad Aces – The Bomb
Der nächste Clip ist die oben schon angesprochene Bombe. Ein unbekannter Spieler im Unterhemd namens Phillips zündet diese, indem er mit 
auf der Hand ein All-in callt und dann einen Royal Flush bastelt. Sein Gegner hat 
und macht – Quads. Ein 



Board macht’s möglich.
Der eklige Spieler im Unterhemd sagt noch pseudo-mitfühlend, obwohl ihm die Glückshormone schon aus den Ohren rauskommen: „That was a horrible River for you.“ Wie Recht er doch hat, stehen doch die Chancen, einen Royal-flush und Quads in einer Hand zu sehen, bei 1 zu 2, 7 Milliarden.
Dritter Platz
Poker Bustouts – The best of Cowboy
Die „Poker Bustouts“ Clips sind unter Insidern längst Kult. Der fertigste der Bustouts ist Cowboy, nicht mal mehr ein Railbird sondern einfach nur noch kaputt. Allein schon wie er „Bobby Baldwin“ ausspricht ist so losermäßig, dass man fast nicht mehr hingucken kann. Es lohnt sich auch, den ganzen Bericht anzuschauen. Diesen findet man ganz leicht, gibt man nur „Poker Bustouts“ bei PokerTube ein. Hier spricht aber erstmal nur der King of Kaputt – Bühne frei für Cowboy.
Vierter Platz
Betting with weed – Betting the Pot
Drogengeschwängert geht es weiter und wir beobachten mit großem Erstaunen einen jungen Mann, der die tolle Idee hatte, in einem Land, das als das lockerste der Welt gilt – vor allem was Drogen angeht – im Casino Gras in die Mitte des Tisches zu werfen. Wie locker die Jungs in Amerika drauf sind, sieht man vor allem daran, was danach geschieht und an der Berichterstattung.
Fünfter Platz
Terence Hill und Bud Spencer spielen Poker
Zuletzt noch ein Clip, der typisches Hollywoodpoker zeigt. Äh, sorry – Italopoker. Hier werden Kindheitserinnerungen wach, denn am Pokertisch sitzen genau die Einwegtypen, die Bud Spencer normalerweise am Fließband weghaut. Mein Lieblingsschlag war immer die Rundumklatsche, bei der der füllige Italiener mindestens fünf italienische Hänflinge, die im Halbkreis um ihn rum stehen, auf einmal platt haut. Oder der Vorschlaghammer von oben mit ausgestrecktem Arm. Zum Spiel selber: Vier Asse gegen vier Siebener im Five-Card-Draw kommt nicht alle Tage vor. Aber was ein ordentlicher Bud Spencer Film ist …
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