Mike Matusow – Der Online-King
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- Goetz Schrage, Freitag. 30. Mai 2008
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- clipcorner, pokertube, video, youtube
Wer braucht Harrington und Sklansky?. Mike Matusow nimmt seinen Lehrauftrag sehr ernst. Nur bei den Lieferzeiten ist er noch ein wenig nachlässig. Auf Platz Zwei eine weitere Episode von „Poker After Dark“ – und schließlich als Fundstück der Woche ein dunkles Filmchen aus längst vergangenen Tagen aus der Abteilung „auch große Pokermanager haben einmal klein angefangen“.
von Götz Schrage
Erster Platz
Warum gibt es nicht mehr davon? Macht einfach gute Laune. Mike Matusow spielt Online Poker und spricht darüber. Vorbei die Zeiten, als unsere aller Mike seine Bankroll unter den Haien des Internets verteilte. Als gutmeinende Freunde tatsächlich versuchen mussten, die Tür des Matusowschen Hotelzimmers zu knacken, um noch die letzten Reste der Bankroll zu retten. – In den Limits deutlich vernünftiger, vom Spielstil (etwas) gelassener und ohne chemieunterstützen Marathonsitzungen, stellt er sich der Herausforderung. Was mich allerdings ein wenig betrübt, sind die langen Intervalle zwischen den angekündigten Lehrvideos. Als treuer Besucher von Pokertube kontrolliere ich regelmäßig, ob es da neues Material gibt und erst diese Woche bin ich wieder fündig geworden. Für die echten Mike Matusow Fans (zu denen ich mich selbstverständlich zähle) noch folgende Empfehlung. Nach dem Pot noch dranbleiben und der Analyse via Hand History zuhören. Mich amüsiert die Sprache einfach so und ich hoffe der Clip gefällt Ihnen auch so gut.
Zweiter Platz
Was täte ich bloß ohne „Poker After Dark“. Während man auf neue Folgen von Highstakes Poker meist endlos warten muss – und wie man munkelt in Zukunft vergeblich warten werden – kann man sich auf Poker After Dark verlassen. Da finden sich stets ein zwei Episödchen, die es wert sind, genauer besprochen zu werden.
Ali Nejad gegen Mark Gregorich. Nejad als Kommentator diverser Pokershows (unter anderem auch Poker After Dark) bekannt geworden und Mark Gregorich als Kolumnist des ehrenwerten Cardplayers. Gleich zu Beginn sehen Sie Ali Nejad in der Rolle des sterbenden Schwans. Ausgestattet mit zwei Königen und wenig schauspielerischem Talent windet und leidet er eine Weile, bevor er sich zu „all in“ aufrafft. Findet man nebenbei selten so einen Clip 9.52 Minuten in Teil Eins und Ali Nejad in jedem Pot dabei und in jedem Pot erfolgreich.
Von der spielerischen Erfahrung ist Mark Gregorich ganz klarer Favorit und wie das Ganze dann ausgeht sehen Sie am besten selbst.
Dritter Platz
Youtube kann manchmal ganz schön brutal sein. Mein Job sowieso. Jede Woche stelle ich mich der gnadenlosen Flut der neuen bunten Pokerclips. Doch mitunter entdecke ich auf meinen virtuellen Irrfahrten durch die vergangenen Pokergalaxien auch Filmchen, die mich maßlos erheitern. Selbstverständlich hat jeder das Recht auf vergangene Jugendsünden, schlimm nur, wenn man sie bei Youtube wieder findet und doppelt schlimm, wenn sie schon seinerzeit von Oliver Kalkofe als solche erkannt und dementsprechend kommentiert wurde. – Sehen Sie heute also Todd Cobrin, spätestens seit dem Desaster um Asch deutschlandweit bekannt, in seinen früheren Beruf als Sportmoderator. Schade eigentlich, dass ihm in dieser Position die breite Anerkennung verwehrt blieb. Mehr Stoff für Oliver Kalkofe und weniger Schaden für Pokern in Deutschland.
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