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Mike Sexton – Wem die Stunde schlägt

Mike Sexton verkennt die Situation und wird dafür vom Pokerschicksal mit voller Härte bestraft. Dann auf Platz Zwei ein nostalgischer Rückblick auf die WSOP 2007. Spätestens nach Betrachten dieses wunderbaren Filmchens wird garantiert die Freude auf die kommende WSOP einsetzten. – Und auf Platz Drei der gewohnte – wenn auch kurze – musikalische Clip plus ein Sprachkurs für Pokertouristen der etwas anderen Art. – Viel Vergnügen!

von Götz Schrage

Erster Platz

Mike Sexton in Nöten und Keith McFadden im Glück. „Four of a Kind“ am Flop und ein zugegeben guter Vortrag im Spiel. Das gefällt mir und hoffentlich gefällt es Ihnen auch ein wenig. Schwäche zeigen durch starkes Anspielen, das ist Poker in Hochkultur. Mike Sexton mit all seiner Routine und seinen sonst so sicheren Instinkten auf doppelt verlorenem Posten. Wobei man muss McFadden wirklich Respekt zollen, wie er die Hand spielt. – Allerdings wird es Mike Sexton auch wirklich nicht leicht gemacht, sich aus der Partie halbwegs unbeschadet zu verabschieden. – Wie der Moderator so trefflich formuliert: „Someday the first mistake you made is getting out of bed!“ Versäumen Sie bitte nicht das Interview zum Ende dieses Clips. Immer wieder faszinierend zuzusehen, wie Mike Sexton es schafft zu sprechen ohne den Mund auch nur ein Stück weit aufzumachen. Ganz am Schluss entschlüpft ihm dann allerdings ein breites Lächeln und Sexton verliert für einen Moment die lippentechnische Kontrolle – Somit der zweite Bad Beat des Tages.

Zweiter Platz

Die dunkle Zeit haben wir glücklich überstanden. Jetzt kommt der Frühling und dann der Sommer und irgendwie dazwischen startet die sehnsüchtig erwartete WSOP 2008. Quasi als kleine Labung für all darbenden Pokerseelen, die es einfach nicht mehr erwarten können, ein besonders gelungener Clip vom Main Event 2007. – Pokern, wie wir es mögen, mit all den spannenden und witzigen Nettigkeiten nebenbei. Ein Brad Garret, der nicht nur die Dealerin, sondern auch gleich den Gegner küsst. – Dann hüpfen wir mit atemberaubender Geschwindigkeit zum nächsten Tisch und dürfen Großmeister Dolye Brunson zusehen, wie er an seinem Flushdraw scheitert und trotzdem den Pot gewinnt. Eine Legende am River zu bluffen, da fehlt seinem Gegner doch der Mut. – Schließlich ein kurzer Ausflug zu Tom Schneider – „Player of the Year“ und doppelter Bracelet-Gewinner. Außerdem ist Tom Schneider Autor eines Buches, das wir wohl alle gerne geschrieben hätten: „Oops I Won Too Much Money – Winning Wisdom from the Boardroom“. Und dann noch ein kurzer aber charmanter Auftritt der hinreißenden Liz Lieu. Ob ich wohl Chancen bei ihr hätte? Wahrscheinlich nicht, aber meine Odds and Outs wären sicher besser als die von Jeff Madsen. (Zumindest solange er dieses sonderbare Till Eulenspiel-Kostüm trägt). – Wie gesagt, einer der besten atmosphärischen Clips der letztjährigen WSOP. Freuen wir uns gemeinsam auf die kommende!

Dritter Platz

Auch diese Woche gibt es auf Platz Drei einen Split. Erstmal habe ich die traurige Pflicht, Ihnen noch einen weiteren Bad Beat zu präsentieren, den der gebeutelte Mike Sexton erleiden musste. Shana Hiatt und die WPT, eine ehemalige Liebesgeschichte mit traurig tristem Unhappy End! In diesem kurzen Clip sind sie jedoch letztmalig (?) friedlich vereint. Mike Sexton als Rapper und Shana Hiatt, wie man sie sonst selten sieht.

Und dann ein weiteres nettes Filmchen mit Rury Mason aus der Serie „Siktilt“ – Rury Mason widmet sich, mit freundlicher Unterstützung des amüsanten Kollegen Emus, der Integration von fremdsprachigen Pokertouristen. Wer nach Deutschland kommt, sollte sich doch wenigstens rudimentäre Kenntnisse unserer Sprache aneignen. Ob das pädagogische Konzept allerdings wohl durchdacht ist? Und ob die Thematik der angebotenen Lektionen tatsächlich den Bedürfnissen entspricht, bleib noch abzuwarten.


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