Aga Rylik - Stefan Raabs schlimmster Albtraum
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- Goetz Schrage, Freitag. 14. März 2008
- Schlagwörter
- clipcorner, video, youtube
Eine Boxerin, die brutal kämpft und engagiert Poker spielt, auf Platz Eins des dieswöchigen Clipcorners. Dann tauchen wir am zweiten Platz in die Gedankenwelt des Phil Laaks ein und dürfen seine durchaus interessanten Analysen lauschen. Und auf Platz Drei gibt es viel Mode und auch erstmalig in der Clipcorner Geschichte einen Song der Kelly Family. – Viel Vergnügen.
von Götz Schrage
Erster Platz
Stefan Raab schlimmster Albtraum heißt Aga Rylik. Zuletzt beim „PartyPoker East vs. West Team Cup“ punktet die hübsche Polin als erfolgreichste Vertreterin des „Team Est“ (3. Platz und somit weit vor ihrem Kapitän Tony G.). Allerdings im erlernten Beruf als Boxerin ist sie eine knallharte KO-Schlägerin. Keine milde Seele wie die zarte Regina Halmich, die Stefan Raab in ihrer unermesslichen Milde dann doch aufrecht im Ring stehen ließ. Aga Rylink schlägt solange zu bis das Handtuch fliegt und wahrscheinlich muss man sie die Betreuer dann auch noch festhalten.
Beim Pokern fehlt sicher noch die eine oder andere Raffinesse, aber für Stefan Raab reicht es in dieser Disziplin allemal. – Letztlich nicht wirklich gereicht hat es für Aga Rylik bei „Late Night Poker“, aber auch da spielte sie sich immerhin ins Semifinale. In einem großen Pot gegen Simon Trumper dann doch klein beigegeben und dann – selbstverständlich als größtmöglicher Fehler – ins Duell gegen unseren lieben Freund Marcel Luske gezogen. Jedenfalls Nerven hat sie und cool bleibt sie sowieso. – Sehen Sie Aga Rylik einmal ganz gesittet am Pokertisch und dann entfesselt im Boxring. (Irgendwo hätte ich da in meinem Archiv noch spannende Fotos, wie der Liebe Boxgott sie schuf. Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich die besser zurückhalte, sonst ist PokerOlymp nicht nur die beste deutsche Pokerplattform, sondern auch die erste, die sich unter FSK18 stellen muss).
PS: Sollte Stefan Raab jemals zu einem Doppel-Duell Boxen/Pokern gegen Aga Rylik antreten, setze ich alles, was ich in meiner harten Fronarbeit an Geld verdiene auf Doppelsieg Aga.
Zweiter Platz
Youtube und Fernsehen machen es möglich. Wir sehen die Karten, wir sehen die großen Pots und wir hören die Gespräche am Tisch. Eigentlich nur noch eine Frage der Zeit bis wir auch noch die Gedanken der großen Pokerstars lesen werden können. (So ein neurochirurgisches Implantat ist doch wohl rasch und schmerzfrei montiert.) – Aktuell sind wir noch auf Interviews nach dem Geschehen angewiesen, wenn wir wissen wollen, was tatsächlich so in den Köpfen unserer Idole vorgeht. Heute Phil Laak, der hier im Clipcorner ohnedies sonst sträflich vernachlässigt wird. Ein Pot aus einer der früheren High Stakes Poker Serie wird in seine taktischen Einzelteile zerlegt. – Eigentlich ist mir Phil Laak durchaus sympathisch, nur die Tatsache, dass er in dieser Begegnung gegen unseren allerliebsten Mike Matusow antritt, bereitet mir ein wenig Schmerzen. Mike Matusow verlieren zu sehen ist immer schlimm, aber das Ganze noch erklärt zu bekommen gehört dann schon zum Härtesten, was mir mein beruflicher Alltag so abverlangt.
Dritter Platz
Nach Aga Rylik auf Platz Eins setzen wir hier unser spontan entspannten polnischen Wochen-Schwerpunkt fort. EPT Warschau (unsere immer aktuelle News-Redaktion hält Sie auf dem Laufenden). Ein netter kleiner Clip beschäftigt sich mit den modischen Einfällen und Sünden am Pokertisch. Witzig moderiert und musikalisch durchaus passend unterlegt. In der Jury unter anderem Rury Mason (wir kennen ihn unter anderem von seiner Heads Up Niederlage gegen Anette Oberstrad). Mein Favorit in der Kategorie: „Verzeihbare modische Entrücktheiten“ wäre ja Greg Raymer gewesen, aber selbstverständlich beuge ich mich dem Urteil der Jury. – Vielleicht protze ich da lieber doch mit meinem marginalen polnischen Wissen. Der Junge mit den sonderbar rot gefärbten Haaren (Sekunde 0:23) heißt Michal Wisniewski und ist dort ein großer Popstar. Allerdings findet man dann bei Youtube so manchen sündigen Clip, der sich auf eine Karriere als Pokerspieler dann doch nachhaltig negativ auswirken könnte – man beachte wie sich Michal Wisniewski nahtlos in die singende Kelly-Family einfügt (ganz links im weißen Anzug). Wobei wenn ich so nachdenke, wirklich hinderlich ist so ein Auftritt nicht. Man kann sich trotzdem noch zum Pokerhelden aufschwingen, sogar ein Duett mit Naddel Abd El Farrag würde ich persönlich verzeihen, weil man ja mal Fehler machen darf. Unverzeihlich hingegen bleibt für mich lediglich der dokumentierte freundschaftliche Umgang mit Rolf Slotbloom. Irgendwo muss dann auch Mal Schluss sein mit meiner strapazierten Toleranz.
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