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Sit and Go - Eskimo

PokerOlymp eröffnet heute den Poker-Stammtisch. An dieser Stelle planen wir Schnurren, Anekdoten und spannende Storys rund um unseren Lieblingssport zu veröffentlichen. Als ersten Autor konnten wir Eddy Scharf, den wohl erfolgreichsten deutschen Turnierspieler, verpflichten. Was dem zweifachen WSOP Bracelets Winner eingekeilt zwischen Eskimo Clark und Robert Williamson III so passiert ist, lesen Sie am besten selber. Der Poker-Stammtisch ist hiermit offiziell eröffnet.

Sit and Go – Eskimo

Paul_Eskimo_Clark_1_Nach drei Wochen Aufenthalt in Las Vegas hatte ich ein kleines Plus erwirtschaftet. Langsam fühlte ich mich in Form, das $5000 Pot Limit Omaha Turnier kam mir gerade recht. Rebuys wären auch möglich gewesen, aber mein Plan war erstmal ohne weitere Kosten zu bestehen.

Kaum hatte das Turnier begonnen hallte es aus allen Ecken “Rebuy”, “Rebuy”. Der Nachbar zur meiner Linken machte gleich zehn Stück davon. Investierte also weitere $ 50 000. Übrigens, ohne auch nur in die Nähe des Preisgeldes zu kommen.

robert_williamson_1_Ich für meinen Teil wollte mit meinen Chips bis zum Ende der Rebuy-Phase durchhalten. Keine leichte Sache, aber irgendwann war es dann endlich soweit. Von den 5000 Startlage hatte ich noch 4000. Als einige Spieler am Tisch “double add-on” riefen dachte ich mir: “O Gott Eddy. Das nächste Mal liest du besser auch das Kleingedruckte!”. Aber weitere
$ 10 000 wollte ich keinesfalls investieren. Viel entspannter im Umgang mit den Dollars war mein Nachbar, der spätere Runner-up; Robert Williamson III. Immerhin saß er stolz vor 45 000 Turnierchips, das hinderte Robert aber nicht daran für $ 10 000 ein double add-on nachzuschieben. Eine Menge Geld um von 45 000 auf 55 000 Turnierlage zu erhöhen. Ich musste ihn einfach fragen, ob das wirklich eine sinnvolle Investition sei. Seine Antwort gefiel mir: “Not really, but I´m a very sick man.”.

Mit meinen paar Chips stand ich eigentlich auf verlorenem Posten. Gab aber keineswegs auf und spielte unverdrossen mein bestmöglichstes Spiel. Einige Hände später gesellte sich mit Eskimo Clark eine weitere Lichtgestalt des Pokerns an unseren Tisch. Mitgebracht hatte er Tonnen von Chips. Ich saß also da mit meinem bescheidenen Stack, eingekeilt zwischen den beiden Chipgiganten Robert W.III und Eskimo, als sich folgender Pot entwickelte. Vor dem Flop gab es schon einige Action. Der Flop kam – 944 in drei verschiedenen Farben. Wieder “bet”; “raise”, “rerais” und schließlich “all in” von Eskimo. Ohne jedes Zögern ein “call” von Robert W.III. – Mit der Frage: “You have Aces?”; legte Eskimo QQXX auf den Tisch. Trocken antwortet Robert W.III “worse” und zeigte AA44.- Soviel Aktion wünscht man sich, wenn man “four of a kind” im Flop findet.

Wortlos verließ Eskimo Clark den Tisch. Ganz konnte er dem Spott von Robert W.III aber nicht entgehen: “Thanks for stopping by!” (Danke, dass du mal kurz vorbei geschaut hast!)

Trotzdem, alle am Tisch waren sich einig, Pot Limit Omaha ist doch nicht so richtig das Spiel für Eskimo Clark. Sein Damenpärchen hatte er auf jeden Fall ein wenig überschätzt. Oder er hatte einfach etwas Wichtiges vor und wollte schnell weg. Bei nächster Gelegenheit werde ich einmal danach fragen und selbstverständlich hier bei PokerOlymp von seiner Antwort berichten.

Bis bald euer Eddy.


Diskutiere Sit and Go - Eskimo ausführlicher auf PokerRing

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