Requires the Flash plugin. If the plugin is already installed, click here.

Article teaser
Article teaser
Article teaser
Article teaser

Der $1.200.000 Pot - High Stakes Poker pur!

Ein entfesselter Milliardär in frühweihnachtlicher Milde. Der größte Pot der Fernsehgeschichte. Dann 17 Zeilen Hass und Abscheu von unserem Redakteur Götz Schrage. Jamie Gold gehört offenbar nicht zu den Favoriten der Clipcorner Gemeinde und auf Platz Drei hören Sie einen der wirklich schlechten Pokersongs, den Sie sich aber gerade deshalb nicht entgehen lassen sollten.

von Götz Schrage

Erster Platz

Spielen Sie niemals gegen Milliardäre! Wieder einer dieser golden PokerOlymp Tipps! Guy Laliberte ist einer dieser schwerreichen Zocker. Angst vorm Geld ist ihm natürlich fremd, sonst müsste er sich ja auch den ganzen Tag fürchten. Immerhin rangiert Guy Laliberte bei der Forbes List der reichsten Menschen der Welt auf Platz 664. Wenn Sie diese Position für sich reklamieren möchten, gilt es 1.5 Milliarden Dollar auszupacken. Melden Sie sich damit einfach bei Hrn.Forbes.
High Stakes Poker in der $500.000 X-Large Buy-in Edition. Der größte Pot der Poker-TV Geschichte. David Benyamine vs. Guy Laliberte. $1.200.000 liegen in der Tischmitte und dann beginnen die inzwischen üblichen Verhandlungen. Wobei man muss David Benyamine wirklich Coolness und Würde in reinster Güte attestieren. Und eigentlich spielt er seine Hand, dem Grundsatz folgend, dass man einen Hasardeur tunlichst selbst attackieren sollte, auch richtig. Nur Guy zahlt erst und entdeckt dann sein weiches Herz. Bitterböser Kommentar von Doyle Brunson zum Geschehen „Einer hat einen Tag seines Lebens in den Pot gepackt, der andere sein ganzes Leben“. Das Ende der Erörterungen möchte ich Ihnen jetzt absichtlich nicht verraten. Nur eines vorweg, das große Raise vor dem Flop kommt von Benyamine und spannend auch die Tatsache, dass Guy seine Hand öffnet, bevor er sich entscheidet zu zahlen. Offenbar ist das regelkonform und für den Gegner sicher nervenaufreibend. Für den Zuschauer übrigens auch. Pokeraction vom Feinsten.

Zweiter Platz

So ungefähr alle vier Jahre feiere ich den Tag des Selbstzweifels und wie es der Zufall so wollte, war es diesen Montag so weit. Gewöhnlich überprüfe ich dann alles, was ich die letzten vier Jahre getan und gesagt habe und klopfe ich mir meist fröhlich auf die Schulter und schon bin ich wieder mit mir im Reinen. – Doch diesen Montag packte mich das schlechte Gewissen mehr als erwartet. Diese böse Headline vom letzen Clipcorner „Jamie Gold – der Mann den niemand leiden kann“ war das nicht vielleicht doch zu böse und unsachlich? Das waren in etwa so meine Gedanken und das war, bevor ich diesen Clip gesehen hatte. Jamie Gold vs. Sam Farha, oder auch Könige gegen Asse und beide haben ein paar hundert Tausend Dollar vor sich stehen. Wenn man da Jamie Gold winseln und jammern hört, wenn man zusehen muss, wie jemand bereit ist auch das letzte Stück Würde aufzugeben, um ein Check zu bekommen, dann weiß ich zumindest warum mir übel wird, wenn ich an dieses Harry Potter Gesicht denke. Sogar geträumt habe ich von Jamie Gold. Ich ohne Job am Arbeitsamt und die prüfende Kraft hinten sucht eine meiner Qualifikation entsprechende Arbeit für mich: „Putzmann in einer Peepshow. Leichenwäscher mit Festanstellung oder möchten Sie Jamie Gold sein?“. Ich bin dann aufgewacht und weiß nicht mehr genau, was ich gerade antworten wollte, wahrscheinlich den Putzmann, weil es gibt ja Plastikhandschuhe. Gegen Selbstekel kann man sich hingegen nicht wirklich schützen.

Dritter Platz

Bunt vermischtes diese Woche auf Platz Drei. Einmal ein putziger Werbefilm für eine wundersame Kartenmischmaschine, die mich vom Design her doch ein wenig an meinen früheren Toaster erinnert. Ein kleines Dakapo zur Diskussion um die kürzlich heiß diskutierten Vorfälle in den norddeutschen Spielbanken. – Der zweite Clip, den ich ihnen diese Woche präsentiere kommt aus der pokermusikalischen Ecke. Wobei der Begriff „musikalisch“ doch eher ein wenig relativiert werden sollte. In der Kurzkritik repräsentiert „The Poker Donkey Song“ Trash von erschreckender Güte. Ein hässlicher Mann in einem gräulichen Hemd singt, begleitet von einem üblen Synthesizer Arrangement, einen schlechten Text und das noch, ohne auch nur irgendeinen Ton ansatzweise zu treffen. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, bekommt „The Poker Donkey Song“ das Prädikat „SehenistPflichtundweresnichttutversäumtetwas“. – Alles klar?


Diskutiere Der $1.200.000 Pot - High Stakes Poker pur! ausführlicher auf PokerRing

Kommentare


B. S.
  • B. S.
  • 24.11.07

Doyles Kommentar zum 2. Clip auch wieder mehr als nur treffend: “Was ist nur aus Poker geworden…” Smoke