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Devilfish erst verwirrt und dann bestraft - Ein Käfig voller Pokernarren

Eigentlich war für diese Woche eine weitere Geschichtsstunde angesagt. Allerdings für unseren Freund Devilfish werfen wir schon Mal unsere Pläne über den Haufen. – Zwei Clips, die man nicht trennen darf und zwei Pots, die man nicht so rasch vergisst. Spannend noch dazu die Tatsache, dass Sie die Ereignisse quasi in Echtzeit verfolgen können – Auf unserem traditionell musikalisch gewidmeten Platz 3 sehen diesmal fast ein Musical mit Handlung, Dialog und obligatorischer Tanzszene. Viel Spaß!

von Götz Schrage

Erster Platz

Der Tragödie erster Teil. Das ist wahrscheinlich jedem von uns schon einmal passiert. Man vergisst seine Hand beziehungsweise verwechselt eine der beiden Karten und schon ist das Malheur passiert. – Wohlgemerkt es handelt sich um Episoden aus „The Big Game“, also es geht um Cash und nicht um Turnierjetons. Devilfish versus Juha Helppi in doppelter Ausführung. – Wobei man sich trotz des wohlklingenden finnischen Nachnamens nicht auf Juha Helppi verlassen sollte. Seine eigenen Karten unter Kontrolle zu haben, ist Pflicht! Da hilft einem auch kein Helppi. – Aber irgendwie läuft der ganze Pot nicht wirklich rund. Am Flop wartet Devilfish vergeblich auf den präflopösen Button-Raiser, um sein gefürchtetes Checkraise auszupacken. Nur der Junge kooperiert nicht und checkt am Flop. Am Turn kommt das böse Ass und Juha übernimmt das Kommando. Wirklich komisch ist dann die Action am River. Der Finne checkt mit guten Instinkten gesegnet und Devilfish hat zwar sein Fullhouse gekauft, allerdings ist er sich dessen augenscheinlich nicht bewusst Und mit den Worten: „This was the worst card in the deck for me, buddy” deckt er seine Hand auf. Komisch anzusehen und auf jeden Fall wert, bis zur letzten Sekunde dabei zu bleiben.

Zweiter Platz

Und weiter geht es bei der fröhlichen Fischjagd. Es gibt solche Tage, da kommt man an einem bestimmten Gegner schwer vorbei. Hatte es im letzten Showdown zwischen Devilfish und Juha Helpii zwar noch zu einem sonderbaren Sieg gereicht, wird es diesmal wirklich schwer und tatsächlich teuer für unseren englischen Freund und Patienten. – Wobei, um das ganz klar zu stellen, selbstverständlich ist der Devilfish am Flop keinesfalls drawing dead. Sonst wäre ja die ganze Spannung weg. Als virtuoser Nutzer der PokerOlymp Odds Calculator wissen Sie das ohnedies auswendig. Immerhin 0.1% (gerundet) bleiben durchaus um das läppische Straight Flush des Finnen doch noch zu übertrumpfen. Also kein Grund, die Hoffnung fahren zu lassen. Weiters bemerkenswert, sieben von acht möglichen Spielern vor dem Flop dabei. Da bekommt man fast Lust mitzuspielen. Und speziell loben muss man die beiden Kommentatoren Jesse May und Padraig Parkinson. Großartige Form über alle Folgen von „The Big Game“. Immer komisch und mit Herz, Gebrüll und vor allen Dingen, Gelächter dabei.

Dritter Platz

Was soll ich tun? Die deutschen Pokervereine lassen den Clipcorner schändlich im Stich und auch international sind musikalisch unterlegte Pokerfilmchen offenbar gerade Mangelware. Bleibt nur ein Griff ins Archiv. – Aus dem nicht zufällig untersten Ordner der sonderbaren Skurrilitäten präsentiere ich Ihnen heute die „Backdoor Boys“. Amerikanische Jungs und ihre leicht homophoben Fantasien. Aber durchaus witzig präsentiert. Erst läuft der Pokerabend ein wenig aus dem Ruder, dann zerschellt die Choreographie an der eigenen Ungelenkigkeit. Den raren Besuchern dieser lauschigen Rubrik, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, schicke ich gerne auf Wunsch die passenden Untertitel mit der Post. Bitte vergessen Sie im Bedarfsfall nicht das frankierte Rückkuvert beizulegen.




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Kommentare


Fisch
  • Fisch
  • 06.07.07

Äh.. natürlich ist Devilfish im 2. Clip nach dem Flop drawing dead… Was soll er denn noch bekommen nachdem Magill ja J Herz für den Royal Flush hat…


Goetz Schrage
  • Goetz Schrage
  • 06.07.07

Das stimmt selbstverständlich, wenn man die Karten aus dem Muck berücksichtigt. Aus der Sicht vom Devilfish gäbe es halt noch das Royal Flush und nur darauf wollte ich mit ein wenig wohlmeinender Fantasie hinweisen. Übrigens auch die Prozentanzeigen bei High Stakes Poker usw. berücksichtigen nur Board und aktiven Hände, obwohl der Zuseher vielleicht weiß, dass von den angeblichen Outs schon einige entsorgt wurden. Immer eine Frage des Standpunktes.


Fisch
  • Fisch
  • 12.07.07

wieder eine gelungene auswahl – und wieder ein danke an herrn schrage lg aus frankfurt