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13 krasse WSOP-Fakten, die du noch nicht gehört hast

Was vor über 47 Jahren damit begann, dass sechs Zocker in einer Wahl den besten Pokerspieler der Welt bestimmten, entwickelte sich zum größten und am längsten andauernden jährlichen Poker-Event. Inzwischen wurden über 1.000 Turniere ausgetragen, hunderttausende Spieler nahmen teil und Milliarden Dollar wurden umgesetzt. Und das verrückte ist: Die WSOP wächst immer noch.

Wie gut kennst Du die World Series of Poker?

Wir haben hier eine Liste mit einigen wahrlich erstaunlichen Zahlen, Fakten und Geschichten der letzten 47 Jahre WSOP zusammengestellt und ein paar besonders herausragende Leistungen einiger einzigartiger Spieler herausgehoben.

1. Aus einem Turnier mach 85

Johnny Moss 1974
Johnny Moss
der Meister mit dem alles begann

Nur ein Event, kein Buy-In, nicht mal eine einzige gespielte Pokerhand, sondern nur eine Wahl. Das war die gesamte Weltmeisterschaft in ihren Kinderschuhen im Jahr 1970. Damals gewann Johnny Moss diese Wahl unter sechs Pokerspielern.

Ein Jahr später, 1971, wurden echte Turniere ausgetragen und es stellte sich heraus, dass man mit Moss wohl den rechten Spieler gewählt hatte, denn er gewann das erste richtige Main-Event, welches damals einmalig nur 5.000 Dollar kostete und zu sechst ausgetragen wurde.

Seit 1972 kostete das Main-Event dann 10.000 Dollar und diese Zahl hat sich bis heute nicht geändert. Vieles andere änderte sich jedoch dafür um so mehr. Die Gesamtzahl der Turniere stieg auf 70 Bracelet-Events im Jahr 2016 und dieses Jahr wird mit 74 Events in Las Vegas und 11 Events bei der WSOP-Europe in Rozvadov ein Rekord von 85 Turnieren aufgestellt.

Mit der Zahl der Turniere stieg auch die Zahl der Spieler. 6 Spieler waren es 1970. Daraus wurden bis in die neunziger Jahre tausende Spieler pro Jahr, mit dem Pokerboom in den Nullerjahren wurden es über 50.000 Spieler und die letzten beiden Jahre konnte die WSOP über 100.000 Entries pro Jahr verzeichnen.

Damit stieg natürlich auch das ausgespielte Preisgeld massiv an. Waren es 1971 grade einmal 70.000 Dollar, die den Besitzer wechselten, sind es inzwischen fast eine Viertelmilliarde Dollar, die jährlich ausgespielt werden. Das ist eine Menge Holz!

Tabelle: Events, Spieler und Preisgelder bei der WSOP seit 1970

Jahr Events Entries Rebuys Preisgelder
1970 1 6 0 $0
1971 5 46 0 $70.000
1972 2 10 0 $100.000
1973 7 89 0 $275.000
1974 6 106 0 $427.000
1975 5 124 0 $338.000
1976 8 198 0 $480.900
1977 13 324 0 $675.580
1978 11 294 0 $776.180
1979 12 421 0 $1.030.320
1980 12 846 0 $1.788.400
1981 13 876 0 $1.881.650
1982 14 1.199 0 $2.573.600
1983 14 1.442 0 $2.709.860
1984 13 1.513 0 $3.424.700
1985 13 1.939 0 $3.554.000
1986 13 1.993 0 $4.331.900
1987 12 1.793 0 $4.757.010
1988 12 2.247 0 $5.350.500
1989 14 2.611 0 $6.237.100
1990 15 2.746 0 $6.871.300
1991 18 3.122 0 $7.841.000
1992 20 3.061 0 $7.769.000
1993 21 3.109 0 $8.023.957
1994 22 3.850 117 $9.844.500
1995 24 4.146 205 $10.701.000
1996 24 4.267 266 $11.647.000
1997 21 4.053 279 $12.259.000
1998 21 4.101 206 $12.482.000
1999 16 3.755 62 $11.803.000
2000 24 4.780 238 $15.387.500
2001 26 5.912 267 $17.789.321
2002 35 7.256 107 $19.595.930
2003 36 7.572 293 $21.788.660
2004 33 13.036 1.379 $45.971.010
2005 43 31.714 4.898 $105.955.238
2006 46 48.041 3.833 $157.875.975
2007 58 54.967 5.256 $169.966.400
2008 60 60.043 6.599 $192.307.035
2009 63 62.287 0 $183.109.814
2010 64 74.576 0 $197.207.988
2011 65 78.298 0 $206.186.853
2012 69 76.733 0 $230.521.146
2013 76 83.393 0 $221.047.100
2014 76 84.648 0 $235.621.262
2015 79 108.556 0 $218.168.749
2016 70 107.850 2 $248.312.255

Alle WSOP-Events inbegriffen (inklusive WSOP-Europe, APAC und €1m-Highroller im Jahr 2016).

So sieht diese Entwicklung im Diagramm aus (man finde hier bitte den Poker-Boom!):

 

WSOP Prize Pool and Entries

2. Eine Million Spieler

Colossus4
Rappeldicke voll, jedes Jahr

Addieren wir diese Zahlen einfach einmal zusammen, bekommen wir ein paar verrückt riesige Zahlen, die verdeutlichen, wie massiv die Pokerweltmeisterschaft seit 1970 geworden ist.

  • 1.325 Turniere
  • 963.644 Entries
  • 2.626.823.144 Dollar Preisgelder
  • 991 verschiedene Bracelet-Gewinner

Das heißt, wir werden dieses Jahr irgendwann im Juni den Spieler #1.000.000 bei dieser WSOP begrüßen dürfen und es wird am Ende des Sommers über 1.000 verschiedene Personen geben, die mindestens ein Bracelet-Turnier gewonnen haben. Und natürlich werden wir wieder dutzende neue Millionäre am Ende der Serie feiern dürfen.

3. 10.000 Dollar sind nicht 10.000 Dollar

10000 dollars
Einmal das Main-Event, bitte!

Das Main-Event kostete schon immer 10.000 Dollar (abgesehen von der Ausnahme im Jahr 1971). Aber 10.000 Dollar waren in den frühen Siebzigern noch etwas ganz anderes als 10.000 Dollar im Jahr 2017.

Damals konnte man von diesem Geld weit mehr erwerben, als man es heute kann. Gemessen am amerikanischen Kaufkraft-Index kann man die Inflation für 10.000 Dollar seit 1972 berechnen. Demnach entspricht dieser Betrag 57.297 heutigen Dollar – fast das sechsfache!

Ohne Frage – 10.000 Dollar sind auch heute noch sehr viel Geld, aber eben nicht mehr das Äquivalent zu einem durchschnittlichen Jahreseinkommen. Und dass das Main-Event nie den Betrag des Buy-Ins der Inflation anpasste, ist sicherlich einer der Gründe, warum einige Profis inzwischen das $50.000-Players-Championship als das heimliche wahre Main-Event einer jeden WSOP ansehen.

4. Jedes Jahr im Geld seit 1988

mike sexton
Mike Sexton
Irgendwie immer da

Kommen wir zu ein paar Spielerstatistiken und schauen uns die erfolgreichsten Spieler der WSOP-Geschichte an. Mit 14 Bracelets und 119 Cashes ist da natürlich immer Phil Hellmuth, der zahlreiche WSOP-Rekorde aufgestellt hatte.

Aber nicht alle Rekorde gehen auf das Konto von Hellmuth - so zum Beispiel die meisten Jahre infolge in den Geldrängen bei einem WSOP-Event. Hellmuth hat zwar in insgesamt 27 Jahren die Geldränge bei mindestens einem WSOP-Turnier erreicht und jedes Jahr seit 1996 gecasht, aber es gibt mehrere Spieler, die noch besser in dieser Statistik abschneiden.

Im Moment teilen sich zwei Spieler diesen Rekord. Berry Johnston cashte jedes Jahr von 1982 bis 2010 – 29 Jahre.

Der zweite Spieler ist Mike Sexton, der seit 1988 jedes Jahr mindestens einmal die Geldränge erreichte. Sollte es Sexton gelingen, auch dieses Jahr mindestens einmal die Bubble zu überstehen, wäre er mit 30 Jahren in Folge alleiniger Rekordhalter.

Tabelle: Die meisten Jahre in Folge gecasht

Spieler Jahre Von Bis
Berry Johnston 29 1982 2010
Mike Sexton 29 1988 2016
Erik Seidel 26 1991 2016
John Anthony Cernuto 25 1992 2016
T.J. Cloutier 21 1987 2007
Phil Hellmuth Jr 21 1996 2016
Chris Bjorin 20 1994 2013
Dan Heimiller 20 1997 2016

Spieler in Fett können ihren Rekord dieses Jahr ausbauen.

5. Vier Mal in Folge oder der merkwürdige Fall des Bill Boyd

doyle brunson5
Vier Jahre, 6 Bracelets

Mehrere Jahre in Folge die Geldränge erreichen, ist eine Sache. Aber jedes Jahr ein WSOP-Turnier zu gewinnen, ist wesentlich schwieriger. Tatsächlich liegt der Rekord hier bei nur 4 Jahren, nur 2 Spieler schafften das und diese Rekorde sind auch noch rund 40 Jahre alt.

Rekordhalter Nummer 1 ist Doyle Brunson. Texas Dolly gewann 1976 zwei Bracelets (darunter das Main-Event). 1977 folgten zwei weitere Bracelets (darunter die Titelverteidigung im Main-Event) und 1978 und 1979 folgte je ein weiteres Bracelet. 1980 verpasste Brunson das fünfte Jahr mit Sieg in Folge – er wurde Zweiter im $10k-Lowball-Championship und musste sich auch im Main-Event mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Und dann ist da Bill Boyd. Der 1906 geborene Spieler gewann ebenfalls vier Jahre in Folge je ein Bracelet. Bei ihm war der Rekord jedoch auf eine andere Art und Weise bemerkenswert. Zum einen waren alle Bracelets im 5-Card-Stud und dann waren diese vier Bracelets die einzigen vier WSOP-Cashes in Boyds Karriere. Zwei dieser Siege waren besonders merkwürdig. 1972 gewann Boyd das Stud-Turnier gegen genau einen Gegner und 1973 gewann er das selbe Turnier, war jedoch laut Hendon Mob der einzige Spieler in diesem Turnier. Damals war es augenscheinlich noch sehr einfach, ein Bracelet zu gewinnen!

Robert Mizrachi
Folgt jetzt #4?

Mehreren Spielern gelang es, drei Jahre in Folge mindestens ein Bracelet zu gewinnen. Zwei dieser Spieler sind die Brüder Mizrachi. Michael Mizrachi gewann zwischen 2010 und 1012 je ein Bracelet und Robert Mizrachi hat sogar die Chance, dieses Jahr seinen Rekord auf vier Jahre auszubauen, wenn er noch ein Turnier gewinnt. 2014 gewann er das Dealers-Choice-Event, 2015 das kleine Omaha-8-Event und 2016 das große Stud-Championship.

Tabelle: Die meisten Jahre mit Bracelet in Folge

Spieler Jahre Von Bis
Dolye Brunson 4 1976 1979
Bill Boyd 4 1971 1974
Allen Cunningham 3 2005 2007
Erik Seidel 3 1992 1994
Matt Matros 3 2010 2012
Robert Mizrachi 3 2014 2016
Michael Mizrachi 3 2010 2012
Johnny Moss 3 1974 1976
Gary Berland 3 1977 1979
Lakewood Louie 3 1978 1980

6. Die Granden der WSOP: 41 Jahre dabei

billy baxter 10945 (1)
Bill Baxter
Zweiter hinter Texas Dolly

Die World Series geht dieses Jahr in die 48. Ausgabe und kein einziger Spieler war jedes Jahr dabei. Aber einige Spieler sind schon verdammt lange Bestandteil des WSOP-Spektakels.

Da ist natürlich wieder Doyle Brunson. Er war 1970 dabei, als Johnny Moss zum Champion gewählt wurde und er weilt immer noch unter uns. Allerdings hörte Brunson vor vier Jahren auf, WSOP-Events zu spielen. Nichtsdestominder ist Doyle der Spieler mit der längsten Zeitspanne zwischen seinem ersten und letzten Cash: Über 41 Jahre oder 15.050 Tage.

1972 cashte Brunson erstmals in dem kuriosen Finale des Main-Events. Damals galt eigentlich noch, dass der Sieger alles erhält. Zu dritt waren noch Brunson, William Pearson und Amarillo Slim dabei, wobei Brunson und Pearson zwar die meisten Chips hatten, das Turnier aber nicht gewinnen wollten, da sie Angst hatten als Weltmeister nicht mehr zu den lukrativen Cash-Games eingeladen zu werden. Also machten sie einen Deal, händigten Amarillo Slim den Titel aus und bekamen den Großteil des Preisgeldes.

Das war Brunsons erster Cash und sein letzter war ebenfalls im Main-Event. 2013 schaffte es der zu dem Zeitpunkt 79-Jährige auf Platz 409 und cashte so über 41 Jahre nach seinem ersten Cash bei der WSOP zum wohl letzten Mal.

Es gibt zwei weitere Spieler, die ebenfalls 41 Jahre bei der WSOP auf dem Buckel haben. Bill Baxter und Jay Heimowitz schafften ihren ersten Cash im Jahr 1975 und Beide sind weiterhin aktiv und spielten sich auch 2016 in die Geldränge. So scheint es möglich, dass zumindest einer von ihnen Brunson in diesem Jahr überholen wird,

Tabelle: Längster Zeitraum zwischen ersten und letztem Cash

Spieler Tage Jahre Erster Cash Letzter Cash
Doyle Brunson 15.050 41 Mai 1, 1972 Juli 15, 2013
Bill Baxter 15.044 41 Mai 1, 1975 Juli 8, 2016
Jay Heimowitz 15.025 41 Mai 1, 1975 Juni 19, 2016
Perry Green 14.297 39 Mai 1, 1976 Juni 23, 2015
George Huber 13.932 38 Mai 1, 1977 Juni 23, 2015
Jim Bechtel 13.223 36 Mai 1, 1979 Juli 14, 2015
Vince Musso 13.190 36 Mai 1, 1979 Juni 11, 2015
Mickey Appleman 13.189 36 Mai 15, 1980 Juni 24, 2016
Howard Andrew 13.185 36 Mai 1, 1976 Juni 6, 2012
Walter Smiley 13.179 36 Mai 1, 1976 Mai 31, 2012
Eric Drache 13.177 36 Mai 4, 1973 Juni 1, 2009

7. Israelashvili und Bojang: Die Cash-Maschinen

Ismael Bojang 5
Ismael "Hat jemand ITM gesagt?" Bojang

Es gibt verschiedene Herangehensweisen für ein Pokerturnier. Manch einer spielt direkt nur auf den Sieg, manch einer geht ausgeglichen an ein Turnier und manch einer heißt Roland Israelashvili oder Ismael Bojang. Diese beiden Spieler sind wahre ITM-Helden und Cash-Maschinen bei der WSOP.

2014 stellte Bojang einen Rekord auf und cashte 13 Mal bei der WSOP. Letztes Jahr zog Israelashvili nach und egalisierte diesen Rekord.

Noch beeindruckender als diese singulären Zahlen sind die Leistungen der beiden Spieler über die letzten drei Jahre. Von 2014 bis 2016 gelangen Ismael Bojang 30 Cashes bei der WSOP und Israelashvili sammelte sogar 31 Cashes zusammen. Das einzige was beiden zum perfekten Glück noch fehlt, ist ein Titel. Vielleicht wird es ja etwas in diesem Jahr. Aber auf jeden Fall dürfen wir fast sicher sein, dass Beide bei den Cashes dieses Jahr wieder ganz vorne dabei sein werden.

Tabelle: Die meisten WSOP-Cashes über einen Zeitraum von 3 Jahren

Spieler Cashes Jahre
Roland Israelashvili 31 2014 - 2016
Ismael Bojang 30 2014 - 2016
Daniel Negreanu 27 2012 - 2014
Benjamin Yu 26 2014 - 2016
Mike Leah 26 2014 - 2016
Michael Watson 25 2013 - 2015
Daniel Kelly 25 2014 - 2016

8. Berry Johnstons wahnsinniger Lauf im Main-Event

Berry Johnston
Berry Johnston, der
einzige Spieler mit
10 Main-Event-Cashes

Seit 1970 wurde genau 90.454 Mal das Buy-In für das Main-Event der WSOP auf den Tisch gelegt, doch nur 7.498 verschiedene Spieler schafften es, zumindest einmal in dem Weltmeisterschaftsturnier zu cashen.

Tatsächlich schafften es die allermeisten dieser Spieler nur genau einmal, im Main-Event die Preisgeldränge zu erreichen. Ein paar Spielern gelangen zwei oder drei Cashes und nur sehr wenigen Auserwählten gelangen noch mehr Cashes in dem wichtigsten Turnier eines jeden Jahres.

Zu den Rekordhaltern bei den Main-Event-Cashes zählen Spieler wie Johnny Chan, Doyle Brunson, Phil Hellmuth und Chris Bjorin.

Und dann ist da Berry Johnston.

Zwischen 1982 und 2007 schaffte er es in 26 Anläufen zehn Mal in die Geldränge beim Main-Event. 1982 und 1985 wurde er Dritter, 1986 gewann er das Turnier und 1990 legte er den nächsten Deep-Run nach und wurde Fünfter. Das ist eine wahnsinnige Leistung!

Inzwischen ist Johnston 81 Jahre alt, doch immer noch aktiv. Abgesehen von 2011 landete er seit 1982 bei jeder WSOP in mindestens einem Turnier in den Geldrängen.

Tabelle: Die meisten Main-Event-Cashes

Spieler Main-Event-Cashes
Berry Johnston 10
Doyle Brunson 9
Robert Baldwin 9
Humberto Brenes 9
Phil Hellmuth Jr 8
Johnny Chan 8
Johnny Moss 8
Chris Bjorin 8
Jay Heimowitz 7
Allen Cunningham 7
Justin Cuong Van Tran 7
Mike Sexton 7
Donnacha O'Dea 7
Jason Lester 7
John Esposito 7

9. Täglich grüßt das Main-Event

Ronnie Bardah (1)
Ronnie Bardah und das Main-Event und
das Main-Event und das Main-Event
und das Main-Event und das Main-Event

Man stelle sich vor, man schafft es in die Geldränge beim Main-Event, alles läuft klasse und erst an Tag 4 oder 5 ist weit im Geld Feierabend.

Und dann stelle man sich vor, das selbe passiert im nächsten Jahr wieder. Und dann noch einmal. Und im darauffolgenden Jahr erneut. Und zur Sicherheit im Anschluss gleich noch einmal.

Herzlichen Glückwunsch, dann heißt man wohl Ronnie Bardah. Der Amerikaner hält derzeit den Rekord für die meisten Main-Event-Cashes in Folge. Zwischen 2010 und 2014 kam er sagenhafte fünf Mal in Serie in die Preisgeldränge.

Zwei Spieler könnten dieses Jahr zu ihm aufschließen: Der Inder Aditya Agarwal und der Kroate Goran Mandic haben in den letzten 4 Jahren die Geldränge im Main-Event erreicht und hoffen dieses Jahr auf ihren 5. Cash hintereinander.

Tabelle: Die meisten Main-Event-Cashes in Serie

Spieler Cashes Jahre
Ronnie Bardah 5 2011 - 2015
Aditya Agarwal 4 2013 - 2016
Goran Mandic 4 2013 - 2016
Evan Jarvis 4 2012 - 2015
Giuseppe Zarbo 4 2011 - 2014
Christian Harder 4 2010 - 2013
Chris Bjorin 4 2008 - 2011
Diogo Borges 4 2008 - 2011
Chris Overgard 4 2007 - 2010
Theodore Park 4 2005 - 2008
Bo Sehlstedt 4 2004 - 2007
Robert Turner 4 1991 - 1994

10. Der traurige Rekord von Tony Cousineau

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Tony Cousineau

Der Amerikaner Tony Cousineau hält einen sehr speziellen Rekord bei der WSOP. Seit 1999 schaffte er es 74 Mal in die Preisgeldränge bei einem Turnier. Nur sieben Spieler liegen in dieser Statistik vor Cousineau.

Damit ist er auf der einen Seite einer der erfolgreichsten Spieler der WSOP.

Aber auf der anderen Seite ist er auch einer der erfolglosesten. Denn unter all den Cashes ist kein einziger Sieg, kein einziger zweiter Platz, nicht einmal eine Bronzemedaille. Sein bestes Ergebnis war ein vierter Platz in einem Omaha-Turnier im Jahr 2001. Damit ist Cousineau mit gewissem Abstand der Spieler mit den meisten Cashes ohne Titel.

Tabelle: Die meisten WSOP-Cashes ohne Titel

Spieler Land Cashes 1. 2. 3. Final-Tables
Tony Cousineau United States 74 0 0 0 8
Roland Israelashvili United States 63 0 0 1 4
Tom McCormick United States 59 0 0 2 12
Yueqi Zhu United States 55 0 2 3 8
Shannon Shorr United States 54 0 1 2 9
Allen Kessler United States 51 0 3 0 6
Thomas Koral United States 47 0 0 0 3
Michael Watson Canada 46 0 4 0 11
Mark Gregorich United States 46 0 1 2 9
Nam Le United States 46 0 1 1 5
David Levi United States 46 0 0 3 4
Stephen Chidwick England 45 0 1 1 12
Annand Ramdin United States 45 0 0 0 5
Matthew Stout United States 44 0 1 2 4
John Racener United States 43 0 2 1 12
Matt Glantz United States 43 0 1 2 10
Jonathan Turner United States 43 0 0 1 9
Shawn Buchanan Canada 42 0 3 0 9
Ismael Bojang Germany 41 0 0 1 11
Daniel O'Brien United States 40 0 2 1 7
Joe Kuether United States 40 0 0 1 2

11. Die WSOP in Zahlen

Wir mögen Zahlen. Sehr. Für die WSOP haben wir hier einmal die wichtigsten Jahre und Kennzahlen notiert und zusammenaddiert:

Jahr Meilenstein
1983 Erstes Main-Event mit über $1m Preisgeld
1991 Erstes Main-Event mit über $2m Preisgeld
1996 Erstes Nicht-Main-Event mit über $1m Preisgeld (ein $2k Limit-Hold'em-Turnier)
1997 Erstes Main-Event mit über $3m Preisgeld
2000 Erstes Main-Event mit über $5m Preisgeld
2004 Erstes Nicht-Hold'em-Turnier mit über $1m Preisgeld (Ein $5k PLO)
2005 Erstes Main-Event mit über $50m Preisgeld

 

Zahl Fakt
963.644 Anzahl aller Entries seit 1970
103.349 Anzahl aller Cashes seit 1970
90.454 Anzahl aller Main-Event-Entries seit 1970
40.657 Anzahl verschiedener Spieler, die bei der WSOP je gecasht haben
22.374 Anzahl der meisten Entries in einem Turnier, Colossus 2015
9.784 Anzahl aller Main-Event-Cashes seit 1970
7.498 Anzahl verschiedener Spieler, die bei Main-Event je gecasht haben
2.483 Anzahl der meisten Entries in einem Nicht-Hold'em-Turnier, $565-PLO 2016
568 Turniere mit mehr als $1m Preisgeld
237 Turniere mit mehr als 1.000 Spielern
49 Turniere mit mehr als $5m Preisgeld
23 Turniere mit mehr als 5.000 Spielern
23 Turniere mit mehr als $10m Preisgeld
1 Die wenigsten Entries in einem Turnier (1973, 5-Card-Stud, Bill Boyd)
$57.297 Heutiges Äquvalent von $10k im Jahr 1972
$7.104.000 Größter Preispool bei einem Nicht-Hold'em-Event ($50k-HORSE 2007)
$8.317.612 Summe aller Buy-Ins seit 1970
$42.666.672 Größer Preispool bei einem Nicht-Main-Event ($1m One Drop 2012)
$82.512.162 Größer Preispool eines Turniers (Main-Event 2006)
$2.626.823.114 Seit 1970 ausgespieltes Preisgeld

12. Die American Series of Poker oder 1.040

stars and stripes
Stars and Stripes bei der WSOP

Poker war schon immer und ist immer noch vor allem ein amerikanisches Spiel. Und da die WSOP größtenteils in Las Vegas ausgetragen wird, ist nur verständlich, dass die meisten Spieler Amerikaner sind.

Tatsächlich gehen rund drei Viertel aller Cashes auf das Konto von US-Spielern und 78% aller Bracelets blieben in Amerika. 1.040 Bracelets wurden bislang von amerikanischen Spielern gewonnen – fast 20 Mal so viele, wie von der nächstbesten Nation, Kanada.

In den ersten 12 Jahren der WSOP schafften es nur Amerikaner in die Preisgeldränge und erst 1982 gab es den ersten europäischen Cash. In den späten 80' und 90' Jahren gaben die meisten größten Länder so langsam ihr Stelldichein bei der WSOP, einige folgten erst später. So tauchten russiche Spieler erst 2003 in den Büchern der World Series auf.

Jedes Jahr kommen Spieler aus neuen Ländern hinzu. Letztes Jahr gab es die ersten Cashes eines Spielers aus Ägypten und Saudi-Arabien. Sicherlich werden 2017 weitere Nationen folgen.

Wir haben den Medaillenspiegel für alle Länder erstellt.

Tabelle: Alle Länder bei der WSOP

13. Die erfolgreichsten Spieler

Phil Hellmuth
Immer noch #1

Seit 1970 gab es 1.325 WSOP-Events. Er hat sicherlich nicht all diese Turnier gespielt, aber Phil Hellmuth gelangen trotzdem bislang unglaubliche 119 Cashes und eine geschätzte ITM-Quote von über 20 Prozent. Dazu hat er 14 Bracelets gewonnen und es 27 Mal auf die Podestplätze geschafft – jeweils Rekord.

Heißt: Ja, Phil ist immer noch der mit Abstand beste Spieler der WSOP aller Zeiten.

Bester deutscher Spieler im Medaillenspiegel ist George Danzer mit vier Bracelets.

Wir haben eine Liste mit allen 40.657 Spielern zusammengestellt, die in den letzten 47 Jahren bei der WSOP gecasht haben.

Tabelle: Die besten Spieler der WSOP (Top-25)

Spieler Land Cashes 1. 2. 3. FT (<10th) ME Cashes
Phil Hellmuth Jr United States 119 14 10 3 58 8
Johnny Chan United States 46 10 5 2 28 8
Doyle Brunson United States 37 10 4 5 26 9
Phil Ivey United States 56 10 4 3 30 5
Johnny Moss United States 26 9 2 1 21 8
Erik Seidel United States 101 8 3 5 41 3
Men Nguyen United States 85 7 6 7 41 4
Bill Baxter United States 34 7 2 1 15 3
Daniel Negreanu Canada 92 6 7 3 35 5
T.J. Cloutier United States 65 6 5 4 38 4
Ted Forrest United States 38 6 3 2 19 1
Jeff Lisandro Australia 61 6 2 2 23 1
Layne Flack United States 46 6 2 2 20 1
Jay Heimowitz United States 40 6 1 4 22 7
Chris Ferguson United States 74 5 5 1 33 3
David Chiu United States 71 5 4 2 24 4
Allen Cunningham United States 61 5 3 1 19 7
Tom McEvoy United States 46 5 2 6 21 3
Scotty Nguyen United States 52 5 2 2 23 5
Gary Berland United States 11 5 2 2 11 2
Jason Mercier United States 57 5 2 1 20 2
Stu Ungar United States 15 5 2 0 11 4
Berry Johnston United States 68 5 1 6 30 10
John Juanda Indonesia 65 5 1 2 33 3
Daniel Alaei United States 34 5 0 0 8 4

» Tabelle mit allen 40.657 WSOP-Spielern seit 1970

Basis aller Daten und Zahlen sind die Ergebnisse aller WSOP-Turniere, so wie sie der Hendon Mob erfasst hat.

» Liste aller WSOP-Turniere seit 1970

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